18. Juli 2024

Beryl lässt Kuba davonkommen

Noch immer zieht Hurrikan Beryl durch die Karibik. Mit Windgeschwindigkeiten von zeitweise über 260 Stundenkilometern wurde er mit der stärksten Kategorie 5 auf der Saffir-Simpson-Hurrikanskala eingestuft. Während Beryl auf Jamaica eine Spur der Verwüstung hinterließ, die mindestens zwei Menschen das Leben gekostet hat, blieb Kuba diesmal verschont.

Die vom INSNET progostizierte Zugbahn (Quelle: INSMET)

Auch wenn Kuba diesmal nicht direkt betroffen sein wird, steht Beryl unter genauer Beobachtung durch die Meterologen der Insel. Wie der nationale kubanische Wetterdienst (INSMET) in seinem letzten Bericht zu Beryl am Donnerstagabend gemeldet hat, bewegt sich der Sturm „mit einer Zuggeschwindigkeit von 31 Kilometern pro Stunde weiter schnell in Richtung West-Nordwest und zog über die nordwestliche Karibik.“ Kuba werden nur Ausläufer des Sturms erreichen. Es wird mit zeitweisen Schauern und Regenfällen sowie Gewittern im Westen des Landes, vor allem auf der Insel der Jugend und am westlichen Ende von Pinar del Río gerechnet. Vereinzelt kann es zu Starkregen kommen. Auch leichte bis mäßige Überschwemmungen an den südlichen Küsten seien möglich, die Windgeschwindigkeiten dürften allerdings 55 Stundenkilometer nicht überschreiten. Der kubanische Wetterdienst rechnet damit, dass sich Beryl demnächst auf einen Kategorie-4-Sturm abschwächt.

Dass sich bereits im Juli ein starker Hurrikan in der Karibk gebildet hat, ist ungewöhnlich. Beryl ist bislang der stärkste je in einem Juli gemessene Atlantikhurrikan. Normalerweise beginnt die karibische Hurrikansaison im September. Das Sturmtief wird voraussichtlich am Freitag die mexikanische Halbinsel Yucatán erreichen, bevor es am frühen Samstag in den südlichen Golf von Mexiko zieht.

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert