6. Dezember 2025

Cubana bietet wieder mehr Inlandsflüge an


Die staatliche kubanische Airline Cubana de Aviación hat ihre Inlandsverbindungen ausgebaut und die Flugpläne für Strecken von und nach Havanna überarbeitet. Wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte, werden die Frequenzen nach Santiago de Cuba und Holguín erhöht.

Mit dem neuen Flugplan, der ab sofort gilt, wird Santiago de Cuba nun viermal wöchentlich von der Hauptstadt aus angeflogen. Die Flüge starten dienstags um 14:00 Uhr, donnerstags um 03:45 Uhr morgens sowie um 21:00 Uhr und sonntags um 03:45 Uhr morgens. Für den Rückflug von Santiago nach Havanna sind Abflüge für Dienstag um 11:30 Uhr und 18:45 Uhr vorgesehen. Am Donnerstag startet die Maschine um 23:30 Uhr in Richtung Hauptstadt, am Freitag um 18:45 Uhr.

Auch die Strecke nach Holguín wird neu getaktet. Von Havanna aus starten die Maschinen künftig montags um 19:30 Uhr und mittwochs um 22:20 Uhr. In die Gegenrichtung heben die Flugzeuge in Holguín montags um 21:50 Uhr und mittwochs um 23:30 Uhr ab. Der Preis für die Strecke Havanna–Santiago wird auf dem Buchungsportal der Gesellschaft aktuell mit 184 Euro angesetzt. Havanna–Holguín kostet 171 Euro.

Neuer Flugplan der Cubana für die West-Ost-Routen (Quelle: Cubana)

Die Airline wies darauf hin, dass Kunden, die ihre Tickets bereits vor der Umstellung gekauft haben und von den Änderungen betroffen sind, in den Verkaufsbüros eine Rückerstattung oder eine Umbuchung beantragen können, sofern Plätze verfügbar sind. In ihrer Mitteilung betonte Cubana, dass Flugtickets ausschließlich über die offizielle Website oder in den eigenen Verkaufsbüros erworben werden können. Die Bezahlung ist bar oder per Überweisung sowie über digitale Zahlungskanäle möglich. Weitere Infos im Guide: „Tickets für kubanische Inlandsflüge buchen“.

Die Wiederaufnahme und Ausweitung der Flüge erfolgt vor dem Hintergrund der jüngsten Schäden durch Hurrikan Melissa. Der internationale Flughafen Antonio Maceo in Santiago de Cuba hatte am 13. November den Betrieb für Inlandsflüge wieder aufgenommen. Arbeiten an der Stromversorgung und Beleuchtung dauerten zu diesem Zeitpunkt noch an.

Verkehrsminister Eduardo Rodríguez Dávila erklärte, dass die schrittweise Wiederherstellung der Dienste im Osten des Landes mit neuen Fahrplänen und logistischen Maßnahmen einhergehe, um die Mobilität und Versorgung der Bevölkerung zu sichern. Auch der Busverkehr in die östlichen Regionen läuft langsam wieder an, wenngleich Straßenschäden weiterhin Beeinträchtigungen verursachen.

Der Luftverkehr bleibt indes Teil einer tiefergehenden Krise des kubanischen Transportwesens. Laut offiziellen Daten ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Jahr 2024 um mehr als 12 Prozent zurückgegangen. Für das erste Quartal 2025 wird sogar ein Einbruch um 23 Prozent verzeichnet, was einem Rückgang von 13,7 Millionen beförderten Personen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

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