Die kubanische Zentralbank (BCC) hat die Einführung zweier neuer Banknoten mit den Nennwerten 2000 und 5000 Pesos (CUP) angekündigt. Ab dem 1. April 2026 sollen zunächst die 5000-Peso-Scheine in Havanna in Umlauf gebracht und schrittweise auf das gesamte Land ausgeweitet werden. Der Zeitpunkt für die Ausgabe der 2000-Peso-Note soll zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.
Die Ausgabe der neuen Scheine soll Bartransaktionen erleichtern und den logistischen Aufwand bei der Handhabung großer Bargeldmengen reduzieren. Die Maßnahme ist eine direkte Reaktion auf die Inflation, die den Bedarf an höheren Stückelungen in der Wirtschaft deutlich erhöht hat. Darüber hinaus werde die künftige Struktur des Münz- und Scheinsystems weiter geprüft, so die BCC.
Seit der Währungsreform 2021 und der anschließenden Inflation von rund 800 Prozent sind die Geldbörsen auf der Insel immer dicker geworden. 5000 Pesos entsprechen gemäß dem offiziellen Wechselkurs für Privatpersonen derzeit rund neun Euro.

Die neuen Banknoten brechen mit der bisherigen Gestaltungstradition kubanischer Geldscheine. Erstmals in der Geschichte der kubanischen Numismatik werden Frauen auf den Scheinen abgebildet: Der 2000-Peso-Schein zeigt die Freiheitskämpferin und Sklavereigegnerin Mariana Grajales Cuello, die als „Mutter des Vaterlandes“ verehrt wird, während auf dem 5000-Peso-Schein Celia Sánchez Manduley zu sehen ist, eine Heldin der Revolution in der Sierra Maestra. Auf der Rückseite der Scheine sind jeweils zugehörige Gedenkstätten abgebildet – das Grabmonument von Grajales auf dem Friedhof Santa Ifigenia in Santiago de Cuba und das Celia-Sánchez-Manduley-Monument im Leninpark von Havanna.
Auch in technischer Hinsicht unterscheiden sich die neuen Scheine von den bisherigen. Sie nutzen die gesamte Fläche des Papiers im Format 150 mal 70 Millimeter und sind auf speziellem Sicherheitspapier gedruckt, das internationalen Standards entspricht. Der 2000-Peso-Schein ist in Violett- und Rosatönen gehalten, der 5000-Peso-Schein in Blau.
Zu den verbesserten Sicherheitsmerkmalen gehören unter anderem ein Wasserzeichen mit dem jeweiligen Porträt der abgebildeten Patriotin, ein vertikal eingebetteter Sicherheitsfaden mit Bewegungseffekt, auf dem die Initialen BCC und der Nennwert zu erkennen sind, sowie ein Hochreliefporträt auf der Vorderseite. Als weiteres Novum ist auf beiden Seiten der Scheine die kubanische Nationalblume Mariposa (Schmetterlingslilie) abgebildet, die beim Kippen einen regenbogenartigen Farbeffekt zeigt. Zudem verfügen die Scheine über tastbare Elemente zur Identifikation durch sehbehinderte Personen.
Die Einführung der neuen Stückelungen verdeutlicht das Ausmaß der Geldentwertung in Kuba. Bislang ist der im Jahr 2015 eingeführte 1000-Peso-Schein der höchste Nennwert. Dieser entsprach damals umgerechnet rund 42 Euro und war anfangs ein Exot, dessen Annahme mancherorts verweigert wurde. Heute ist sein Wert auf rund 1,80 Euro geschrumpft.

