Wer in Havanna Geschäfte mit Zement, Werkzeug oder Solarpanels sucht, hat es meist schwer: Gut sortierte Baumärkte sind auf der Insel Mangelware. Das soll sich nun ändern – mit Hilfe aus China. Das kubanisch-chinesische Gemeinschaftsunternehmen SUMAI S.A. bereitet die Eröffnung einer Filiale im Stadtteil Vedado vor, wie das Nachrichtenportal Cubadebate berichtet. Einen konkreten Eröffnungstermin gibt es nach eigenen Angaben noch nicht, doch die Bauarbeiten scheinen Bildern zu Folge bereits fortgeschritten zu sein.
SUMAI S.A. wurde offiziell im Januar 2025 vorgestellt und gilt als erstes gemischtes Handelsunternehmen zwischen Kuba und China überhaupt. Es entstand im Rahmen der Plattform für Investitionen und Handel mit Lateinamerika (PICLA) und ist Teil der kubanischen Regierungsstrategie, ausländisches Kapital in den Groß- und Einzelhandel zu holen.
Breites Sortiment für Unternehmen und Privatkunden
Das Geschäft in Vedado soll sowohl Groß- als auch Einzelhandelsumsätze abwickeln und befindet sich im Gebäude des früheren „Ten Cents“ an der Ecke 23 und 10. Das Sortiment soll Ausrüstung für erneuerbare Energien, Baumaterialien, Eisenwaren, Haushaltswaren, Haushaltsgeräte, Lebensmittel sowie Büro- und Schulmaterial umfassen.
SUMAI S.A. könnte eine Lücke für diese Produkte schließen, die es zwar im Onlinehandel gibt, aber selten auf großer Verkaufsfläche erscheinen. Das Unternehmen sicherte zu, mit allen Lieferanten und Produzenten zusammenzuarbeiten, die ein stabiles und ausreichendes Angebot für den kubanischen Markt gewährleisten können. Hierzu dürften bereits etablierte Partner wie der chinesische Onlineshop Dofimall gehören.
Die Preise sind in US-Dollar, bezahlt werden kann bar oder mit den in Kuba zugelassenen Karten. Für Großkunden sollen gesonderte Handelsbedingungen gelten, deren genaue Ausgestaltung bislang nicht mitgeteilt wurde.
Expansion in mehrere Provinzen geplant
In einer Pilotphase in der Provinz Camagüey hatte SUMAI S.A. bereits Aufmerksamkeit erregt, vor allem durch das Angebot von Lösungen zur Bewältigung der anhaltenden Energiekrise des Landes. Dabei wurden unter anderem monokristalline Solarmodule mit einer Leistung von 590 Watt sowie weiteres Equipment zur Nutzung erneuerbarer Energien vertrieben.
Über das Geschäft in Vedado hinaus plant das Unternehmen den Aufbau eines Filialnetzes in mehreren Provinzen des Landes. SUMAI S.A. gibt an, sowohl direkte als auch indirekte Arbeitsplätze schaffen und der Bevölkerung über wettbewerbsfähige Preise einen besseren Zugang zu Konsumgütern ermöglichen zu wollen.
Die Eröffnung des Unternehmens fällt in eine Phase tiefgreifender Wirtschaftsreformen in Kuba. Die Nationalversammlung hat zuletzt ein Paket von 176 Maßnahmen verabschiedet, das die Insel für ausländische Investoren sowie für Kapital im Ausland lebender Kubaner attraktiver machen soll.


sehr unverständlich, was sind 50 MW. Eine völlig sinn entleerte Zahl. Ein einzelner Blitz hat schon das zigtausende bis Millionenfache.