Bolivien: Kuba zieht medizinisches Personal ab

224 kubanische Ärzte kehrten bereits am Samstag aus Bolivien zurück und wurden in Havanna von Gesundheitsminister José Ángel Portal Miranda (links) sowie Außenminister Bruno Rodríguez (rechts) begrüßt (Quelle: Granma)

Havanna/La Paz. Kubas Außenminister Bruno Rodríguez hat am Freitag über den sofortigen Rückzug des medizinischen Personals aus Bolivien informiert und die Freilassung von vier in El Alto verhafteten Medizinern gefordert. Sie werden von Politikern und Polizeivertretern öffentlich beschuldigt, die Proteste gegen den Putsch gegen Evo Morales zu befördern. In sozialen Netzwerken werde zudem Gewalt gegen Mitarbeiter der kubanischen Medizinbrigade propagiert, heißt es in einem Kommuniqué aus Havanna. Kubas Regierung fordert die bolivianischen Behörden auf, „die unverantwortlichen anti-kubanischen Äußerungen von Hass, Verleumdung und Anstiftung zur Gewalt gegen kubanische Helfer, die solidarisch zur Gesundheit dieses bolivianischen Volkes beigetragen haben, einzustellen“.

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Fischer und Lebensmittelhändler – weitere Öffnung des Privatsektors auf Kuba

Seit dieser Woche können auf Kuba private Fischereibetriebe angemeldet werden (Quelle: Pexels)

Seit Mittwoch gibt es auf Kuba neue Möglichkeiten für den Privatsektor. Neben dem Beruf des Fischers können ab sofort auch Lebensmittelhändler, Übersetzer, Kunstproduzenten und Castingagenten auf eigene Rechnung arbeiten. Mit den neuen Modalitäten wird erstmals das aktualisierte Fischereirecht der Insel zur Anwendung gebracht, welches privaten Fischfang auch im kommerziellen Umfang ermöglicht.

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Lufthansa steuert ab sofort Santa Clara an

Ab sofort fliegt die deutsche Lufthansa den Flughafen „Abel Santamaría“ in Santa Clara an (Quelle: Commons)

Die deutsche Lufthansa steuert im Rahmen ihres Winterflugplans 2019/20 ab sofort einmal pro Woche die kubanische Stadt Santa Clara an. Die Flüge starten von München aus und werden mit Airbus-Flugzeugen vom Typ A330 der Tochtergesellschaft Eurowings bedient.

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Der beschwerliche Weg zurück in die Normalität

Das Fleischgeschäft von Carlos Tercero, einer der größten Lebensmittelmärkte des Landes vergangene Woche (Quelle: eigene Aufnahme)

Gut zwei Wochen nachdem die Energiekrise auf Kuba für beendet erklärt wurde, ist der Weg zurück in die Normalität für die Insel beschwerlich und graduell. Die akute Wirtschaftsflaute macht sich dieser Tage vor allem in Form von leeren Regalen und Knappheit bis zu den Grundnahrungsmitteln bemerkbar, während die USA ihre Sanktionen gegen das sozialistische Land fast im Wochentakt verschärfen.

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Neue US-Sanktionen gegen Kuba treffen auch Inlandsflüge

Ende Oktober haben die USA ihre Wirtschaftsblockade gegen Kuba zuletzt erneut verschärft, diesmal sind auch Flüge betroffen (Quelle: Pexels)

Washington/Havanna. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat die Sanktionen gegen Kuba erneut ausgeweitet. Dies hat das Büro für Industrie- und Sicherheitspolitik (Bureau of Industry and Security, BIS) des US-Handelsministeriums am Freitag angekündigt. Dieses Gremium soll die Ziele der nationalen Sicherheits- und Außenpolitik der USA durch Exportkontrolle gewährleisten. Auf der Webseite heißt es: „BIS verpflichtet sich, zu verhindern, dass US-Güter Projekte zur Massenvernichtung, Terrorismus oder zur Destabilisierung von militärischen Modernisierungsprogrammen unterstützen.“

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Update vom 26.10:
Inzwischen wurde bekannt, dass auch Flugreisen aus den USA nach Kuba weiteren Einschränkungen unterliegen. Mit Ausnahme Havannas können künftig keine Flughäfen auf Kuba mehr von US-Fluglinien angesteuert werden. Kubas Außenministerium wieß die Maßnahmen, welche auch Familienbesuche einschränken, scharf zurück. In Kuba geht man derzeit davon aus, dass aufgrund der Sanktionen bis zum Ende des Jahres rund 40.000 Passagiere nicht nach Kuba reisen können.

Aufgrund der Sanktionen musste auch die kubanische Fluggesellschaft „Cubana“ zahlreiche In- und Auslandsflüge streichen. Entsprechende Leasingverträge wurden von den Anbietern gekündigt, da dabei Flugzeuge mit US-Teilen verwendet wurden. Derzeit versucht das Unternehmen neue Verträge mit europäischen Maschinen zu gewinnen. Weitere Infos zur Flugthematik siehe hier.

Erstes deutsches Unternehmen in Mariel genehmigt

Computergrafik der geplanten Fabrik der PAMAS S.A. in Mariel (Quelle: ZEDM)

In der kubanischen Sonderwirtschaftszone Mariel (ZEDM) ist vor kurzem die erste deutsche Firmenniederlassung genehmigt worden. Die Berliner „Pumpen und Armaturen Service International GmbH (P.A.S.I)“ wird sich dort mit einer Tochterfirma ansiedeln, wie aus einem Pressebericht der Zonenverwaltung hervorgeht.

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USA sanktionieren weitere Reedereien, China hilft mit Millionenschenkung

Die Vereinigten Staaten haben am 24. September neue Sanktionen gegen vier Reedereien ausgesprochen, die venezolanisches Öl nach Kuba liefern (Quelle: Commons)

Wie das US-Finanzministerium bekannt gab, sind gestern vier weitere Reedereien, die venezolanisches Öl nach Kuba liefern, auf einer „schwarzen Liste“ gelandet. Mit den Sanktionen will die US-Regierung Kubas Ölversorgung unterbrechen und damit „die Unterstützung für das illegale Maduro-Regime in Venezuela“ beenden. Fast gleichzeitig kam eine gute Neuigkeit aus Fernost: China kündigte an, die schwächelnde Konjunktur der Insel mit einer Spende in Höhe von 112 Millionen US-Dollar stützen zu wollen.

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