Müllentsorgung in Havanna: Mission impossible?

Ab dem Spätsommer sollen 100 neue Müllautos aus Japan zusammen mit 12.000 zusätzlichen Containern für mehr Sauberkeit in Havanna sorgen (Quelle: Tribuna)

Seit vielen Jahren schon ist es der Traum der Habaneros, wie die Einwohner der kubanischen Hauptstadt genannt werden, endlich über eine funktionierende Abfallwirtschaft zu verfügen. Noch immer laben sich Katzen und Hunde an Essensresten entlang der Straßen, überfüllte Container liegen umgekippt neben provisorischen Müllhalden mitten im Wohngebiet – weil es bisher keine richtige Müllabfuhr gibt und die Abfälle eher „stoßweise“ von LKWs weggeräumt werden. Doch an diesem Zustand könnte sich bald etwas ändern. Gelingt die „Mission impossible“, wie sie die Lokalzeitungen „Tribuna“ nennt, und erhält Havanna in diesem Jahr eine Müllabfuhr?

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Fidel Castro trifft Japans Außenminister

Fidel Castro und Fumio Kishida

Fidel Castro und Fumio Kishida (Quelle: EFE)

Havanna. Japans Außenminister Fumio Kishida ist im Rahmen eines Arbeitsbesuchs in Kuba auch mit dem ehemaligen Staats- und Regierungschef Fidel Castro zusammengekommen. Zuvor hatte er sich mit dem amtierenden Präsidenten Raúl Castro getroffen. Der erste Besuch eines japanischen Außenministers in Kuba endete am Sonntag.

Nach Angaben der kubanischen Tageszeitung Juventud Rebelde war Kishido am Samstagnachmittag in Fidel Castros Privathaus im Osten der Hauptstadt Havanna zu Gast. Japans Chefdiplomat war am Mittwoch zu einem mehrtägigen Besuch in Kuba eingetroffen. Zuvor war er in den USA, wo er unter anderem vor dem Kongress in Washington eine Rede hielt. In beiden Staaten wurde Kishido von rund zwei Dutzend Unternehmern begleitet, vor allem aus der Automobilindustrie und dem Finanzsektor.

Das Interesse Japans an Kuba hängt auch mit der Annäherung zwischen den USA und dem sozialistischen Inselstaat zusammen. „Der Fortschritt in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba ist sehr wichtig“, sagte Ken Okinawa, der Pressesprecher des japanischen Außenministers. Der Delegation gehe es darum, in der neuen Situation die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Japan und Kuba voranzubringen.

Nach Berichten internationaler Medien sind japanische Industrieunternehmen vor allem an Investitionen in die Nickel- und Kobaltförderung in Kuba interessiert. Auch der Tourismus scheint für Japan ein interessantes Investitionsfeld zu sein.

von Christian Kliver / Amerika21