Díaz-Canel kündigt neues Wirtschaftsmodell an

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel kündigte gestern weitreichende wirtschaftliche Veränderungen an (Quelle: Cubadebate)

Kubas Regierung hat neue Maßnahmen angekündigt, mit denen das Land den ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie begegnen will. Ab Montag werden zunächst 72 Geschäfte Lebensmittel und Hygieneprodukte in Dollar verkaufen, gleichzeitig entfällt die 10-prozentige Steuer auf die Benutzung der US-Währung. Der Schritt ist Teil eines umfangreichen Reformpakets, welches Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel gestern auf einer Sondersitzung des Ministerrats vorstellte. So soll der nicht-staatliche Sektor auf der Insel weiter ausgebaut und professionalisiert werden. Privatunternehmen werden eine eigene Rechtsform erhalten und am Außenhandel teilnehmen. Damit sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die wirtschaftliche Verzahnung aller Eigentumsformen zu ermöglichen. Im abendlichen TV-Programm „runder Tisch“ (Mesa Redonda) gaben Regierungsvertreter weitere Details der Vorhaben bekannt.

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Versorgungskrise in Kuba: Regierung will Lebensmittelproduktion ankurbeln

Schlange vor einem Geschäft in Havanna. Wie Agrarminister Rollero erklärte, kann das Land die hohe Importquote von 70 Prozent der Lebensmittel nicht mehr aufrecht erhalten (Quelle: Cubanet)

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie machen sich auf Kuba inzwischen in Form von Engpässen bei der Lebensmittelversorgung bemerkbar. Der Präsident der sozialistischen Inselrepublik, Miguel Díaz-Canel, erklärte die Landwirtschaft unlängst zur Priorität der Regierung. Mit neuen Vermarktungsmöglichkeiten für Produzenten sowie dem Ausbau der urbanen Landwirtschaft soll eine weitere Zuspitzung der Situation verhindert werden.

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Digitalisierung als Wachstumsmotor: mehr Autonomie für Kubas Software-Unternehmen

Kubas erster IT-Technologiepark an Havannas Informatikuniversität „UCI“ soll demnächst eröffnen und zur Basis für Software-Exporte werden (Quelle: Cubadebate)

Um den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu begegnen, hat Kubas Regierung zuletzt die beschleunigte Umsetzung einiger Reformvorhaben angekündigt. Nach der geplanten Öffnung des Außenhandels für den Privatsektor wurden gestern sechs weitere Gesetze vorgestellt, mit denen die Entwicklung exportorientierter Softwareunternehmen auf der Insel gefördert werden sollen. Weitere Neuerungen gibt es auf dem Bereich der Landwirtschaftspolitik: um mehr Anreize für die Produktion von Lebensmitteln zu schaffen, soll der staatliche Agrarmonopolist „Acopio“ künftig restrukturiert und um „flexiblere Vermarktungsformen“ ergänzt werden, wie Landwirtschaftsminister Gustavo Rodríguez Rollero im Fernsehen ankündigte.

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Kuba öffnet Außenhandel für Privatsektor

Kubas Außenhandelsminister Rodrígo Malmierca kündigte gestern mehrere Reformen auf dem Bereich an (Quelle: Cubadebate)

Auf Kuba wurde gestern – mit Ausnahme von Havanna und der Provinz Matanzas – die erste Lockerungsphase der Corona-Maßnahmen eingeläutet. Am selben Tag kündigte die Regierung ein umfangreiches Reformpaket an, mit dem die Wirtschaft der Insel wieder in Gang gebracht werden soll. So soll der staatliche Außenhandel dezentralisiert und mehr Entscheidungskompetenz auf die Ebene der Unternehmen verlagert werden. Darüber hinaus werden Privatbetriebe erstmals Waren exportieren und mit ausländischen Investoren zusammenarbeiten können. „Cuba heute“ hat die Details…

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Kuba erlaubt Ausländern die Eröffnung von Konten

Künftig können auch Ausländer ohne festen Wohnsitz auf Kuba in US-Dollar shoppen (Quelle: Directoriocubano)

Vergangenen Oktober haben auf Kuba neue Läden eröffnet, in denen Konsumgüter gegen Fremdwährungen wie Euro und US-Dollar zu konkurrenzfähigen Preisen bezogen werden können. Jetzt wird diese Möglichkeit auch auf Ausländer ohne festen Wohnsitz auf der Insel ausgedehnt. Wie das Nachrichtenportal „Cubadebate“ berichtet, können diese ab sofort Konten auf Kuba eröffnen.

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Russland und Kuba vereinbaren neue gemeinsame Projekte

Staatsbesuch von Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel (links) im Kreml, Oktober 2018 (Quelle: Granma)

Die Russische Föderation und das sozialistische Kuba haben neue bilaterale Investitionen im Wert von rund einer Milliarde Euro vereinbart. Auch ein Besuch von Russlands Präsident Wladimir Putin steht bevor.

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Autos und Computer gegen Devisen: Kuba weitet Dollarisierung des Handels aus

Gestern wurden in der Informationssendung „Runder Tisch“ (span.: „Mesa Redonda“) neue Maßnahmen über den Verkauf in Fremdwährung angekündigt (Quelle: Cubadebate)

Kubas Regierung hat am Donnerstag neue Maßnahmen angekündigt, die den Verkauf nachgefragter Produkte in Fremdwährung ausweiten sollen. So wird es private PKW künftig nur noch gegen US-Dollar, Euro und andere Hartwährungen geben, gleichzeitig soll sich das Sortiment der neuen Läden stark verbessern. Mit der Teil-Dollarisierung des Einzelhandels versucht das Land dringend benötigte Devisen abzuschöpfen.

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Kuba muss Gasversorgung einschränken

Auf Kuba werden derzeit das zum kochen verwendete Flüssiggas knapp (Quelle: Cubadebate)

Wie staatliche Medien heute informierten, wird es demnächst Probleme bei der Versorgung mit Flüssiggas auf der Insel geben. In Folge der im November verhängten US-Sanktionen gegen den einzigen Lieferanten „Panamericana S.A“ hat sich dieser Ende des vergangenen Jahres aus dem Geschäft mit Kuba zurückgezogen.

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Regierung sendet positive Signale für das Investitionsklima in Kuba

Antonio Carricarte steht seit vergangener Woche der kubanischen Außenhandelskammer vor (Quelle: Telesur)

Wie lokale Medien berichten, hat Kubas Handelskammer vergangene Woche einen neuen Vorsitzenden bekommen. Zeitgleich ging das neue elektronische Verfahren zur Genehmigung von ausländischen Investitionen (ventanilla única) an den Start, welches die Genehmigungsverfahren für Geschäfte auf der Insel beschleunigen soll.

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FIHAV 2019: Investitionen unter Trump

Modell des geplanten Industrieparks „ViMariel“ innerhalb der Sonderwirtschaftszone (Quelle: eigene Aufnahme)

Havannas internationale Handelsmesse FIHAV, die wie immer vom 4. bis zum 8. November im Messegelände „Expocuba“ tagte, stand dieses Jahr unter schwierigen Vorzeichen. Die jüngsten US-Sanktionen treffen auch Investoren, die mit Kuba Geschäfte machen wollen und bringen viele Unternehmer mit Präsenz auf Kuba in Igelstellung. Doch es gab auch in diesem Jahr einige gute Neuigkeiten von der Messe.

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