Parlament beschließt neue Gesetze zu Regierungsarbeit und bilanziert Wirtschaftsreformen

Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie tagte Kubas Parlament vom 26. bis zum 28. Oktober in Form einer semi-virtuellen Sitzung (Quelle: Cubadebate)

Die Abgeordneten der kubanischen Nationalversammlung haben zur Umsetzung der neuen Verfassung des Landes mehrere Gesetze zur Arbeitsweise der Regierung beschlossen. Wirtschaftsminister Alejandro Gil lieferte einen Überblick über die laufenden Reformvorhaben und kündigte weitere Neuerungen an. Zum Abschluss der Tagung des Parlaments betonte Präsident Miguel Díaz-Canel die Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Zugleich verurteilte er die jüngste Verschärfung der US-Blockade. Weiterlesen

Wolframvorkommen in Zentralkuba entdeckt

Wolfram ist ein extrem seltenes Metall und vor allem von der Elektroindustrie begehrt (Quelle: Commons)

Berichten der Nachrichtenagentur ACN zu Folge, haben kubanische Geologen neue Vorkommen des seltenen Schwermetalls Wolfram in der zentralkubanischen Provinz Villa Clara entdeckt. Der Rohstoff wird vor allem für die Elektronikindustrie sowie als Legierung von hochwertigen Metallwerkzeugen wie Bohrköpfen verwendet und erzielt auf dem Weltmarkt hohe Preise. Weiterlesen

Kuba vereinfacht ausländische Direktinvestitionen

Mit der „ventanilla única“ will Kuba künftig ausländische Investitionen entbürokratisieren (Quelle: Cubadebate)

Auf Kuba ist am Donnerstag ein neues Gesetz in Kraft getreten, welches die Genehmigung für ausländische Direktinvestitionen deutlich vereinfachen und beschleunigen soll. Mit einem neuen „One-Stop-Shop“-Verfahren (spanisch: ventanilla única) sollen sämtliche notwendigen Schritte jetzt über eine einzelne Behörde laufen. Neuigkeiten gab es auch bei der angestrebten Öffnung des Außenhandels für private Unternehmen. Wie Außenhandelsminister Rodrigo Malmierca bekannt gab, sind seit Juli über 700 entsprechende Anfragen eingegangen. Weiterlesen

Díaz-Canel kündigt neues Wirtschaftsmodell an

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel kündigte gestern weitreichende wirtschaftliche Veränderungen an (Quelle: Cubadebate)

Kubas Regierung hat neue Maßnahmen angekündigt, mit denen das Land den ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie begegnen will. Ab Montag werden zunächst 72 Geschäfte Lebensmittel und Hygieneprodukte in Dollar verkaufen, gleichzeitig entfällt die 10-prozentige Steuer auf die Benutzung der US-Währung. Der Schritt ist Teil eines umfangreichen Reformpakets, welches Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel gestern auf einer Sondersitzung des Ministerrats vorstellte. So soll der nicht-staatliche Sektor auf der Insel weiter ausgebaut und professionalisiert werden. Privatunternehmen werden eine eigene Rechtsform erhalten und am Außenhandel teilnehmen. Damit sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, um die wirtschaftliche Verzahnung aller Eigentumsformen zu ermöglichen. Im abendlichen TV-Programm „runder Tisch“ (Mesa Redonda) gaben Regierungsvertreter weitere Details der Vorhaben bekannt.

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Digitalisierung als Wachstumsmotor: mehr Autonomie für Kubas Software-Unternehmen

Kubas erster IT-Technologiepark an Havannas Informatikuniversität „UCI“ soll demnächst eröffnen und zur Basis für Software-Exporte werden (Quelle: Cubadebate)

Um den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu begegnen, hat Kubas Regierung zuletzt die beschleunigte Umsetzung einiger Reformvorhaben angekündigt. Nach der geplanten Öffnung des Außenhandels für den Privatsektor wurden gestern sechs weitere Gesetze vorgestellt, mit denen die Entwicklung exportorientierter Softwareunternehmen auf der Insel gefördert werden sollen. Weitere Neuerungen gibt es auf dem Bereich der Landwirtschaftspolitik: um mehr Anreize für die Produktion von Lebensmitteln zu schaffen, soll der staatliche Agrarmonopolist „Acopio“ künftig restrukturiert und um „flexiblere Vermarktungsformen“ ergänzt werden, wie Landwirtschaftsminister Gustavo Rodríguez Rollero im Fernsehen ankündigte.

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Kuba öffnet Außenhandel für Privatsektor

Kubas Außenhandelsminister Rodrígo Malmierca kündigte gestern mehrere Reformen auf dem Bereich an (Quelle: Cubadebate)

Auf Kuba wurde gestern – mit Ausnahme von Havanna und der Provinz Matanzas – die erste Lockerungsphase der Corona-Maßnahmen eingeläutet. Am selben Tag kündigte die Regierung ein umfangreiches Reformpaket an, mit dem die Wirtschaft der Insel wieder in Gang gebracht werden soll. So soll der staatliche Außenhandel dezentralisiert und mehr Entscheidungskompetenz auf die Ebene der Unternehmen verlagert werden. Darüber hinaus werden Privatbetriebe erstmals Waren exportieren und mit ausländischen Investoren zusammenarbeiten können. „Cuba heute“ hat die Details…

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Russland und Kuba vereinbaren neue gemeinsame Projekte

Staatsbesuch von Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel (links) im Kreml, Oktober 2018 (Quelle: Granma)

Die Russische Föderation und das sozialistische Kuba haben neue bilaterale Investitionen im Wert von rund einer Milliarde Euro vereinbart. Auch ein Besuch von Russlands Präsident Wladimir Putin steht bevor.

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FIHAV 2019: Investitionen unter Trump

Modell des geplanten Industrieparks „ViMariel“ innerhalb der Sonderwirtschaftszone (Quelle: eigene Aufnahme)

Havannas internationale Handelsmesse FIHAV, die wie immer vom 4. bis zum 8. November im Messegelände „Expocuba“ tagte, stand dieses Jahr unter schwierigen Vorzeichen. Die jüngsten US-Sanktionen treffen auch Investoren, die mit Kuba Geschäfte machen wollen und bringen viele Unternehmer mit Präsenz auf Kuba in Igelstellung. Doch es gab auch in diesem Jahr einige gute Neuigkeiten von der Messe.

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Erstes deutsches Unternehmen in Mariel genehmigt

Computergrafik der geplanten Fabrik der PAMAS S.A. in Mariel (Quelle: ZEDM)

In der kubanischen Sonderwirtschaftszone Mariel (ZEDM) ist vor kurzem die erste deutsche Firmenniederlassung genehmigt worden. Die Berliner „Pumpen und Armaturen Service International GmbH (P.A.S.I)“ wird sich dort mit einer Tochterfirma ansiedeln, wie aus einem Pressebericht der Zonenverwaltung hervorgeht.

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Neues Joint-Venture zum Export von „Ron Santiago de Cuba“ gegründet

Am Montag wurde in Havanna zwischen Vertretern des britischen Getränkeherstellers Diageo (links) und der staatlichen „Cuba Ron S.A.“ ein Joint-Venture gegründet (Quelle: Cubadebate)

Mit einem neuen Joint-Venture will Kubas in Zusammenarbeit mit dem britischen Getränkehersteller Diageo künftig die beliebte Rummarke „Santiago de Cuba“ weltweit exportieren. Ein entsprechender Vertrag wurde trotz der von US-Präsident Trump erneut verschärften Wirtschaftsblockade am Montag in Havannas „Hotel Nacional“ unterzeichnet.

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