Kuba schließt 18. Zensus pünktlich ab

Am heutigen 24. September konnte der 18. Zensus in der kubanischen Geschichte nach zehn Tagen planmäßig abgeschlossen werden. Am 4. Zensus seit der kubanischen Revolution, der am 15. September begann, waren über 56.000 Personen an der Erhebung der Daten beteiligt, 20.000 Personen sind mit der Auswertung und Koordinierung beschäftigt. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich im Oktober vorliegen, die vollständige Endauswertung soll im Juni 2013 erscheinen. Vorher werden jedoch noch am 25. September letzte Ergebnisse von den 3% der Kubaner eingeholt, die während des Zensus aus irgendeinem Grund verhindert waren. Den kubanischen Haushalten wurde ein 37 Fragen umfassender Bogen vorgelegt, dessen Komplettierung von den ehrlichen Antworten der befragten Personen abhing.

Der aktuelle Zensus dient vor allem der Erfassung der genauen demographischen Situation des Landes, da auch in Kuba ein demographischer Wandel der Altersstruktur der Bevölkerung bevorsteht. Bis zum Jahr 2030 werden voraussichtlich 30% der Kubaner das 60. Lebensjahr überschritten haben. Aus diesem Grund müssen regionale Entwicklungsprogramme den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden, der Zensus ist eines der Werkzeuge hierfür. Der letzte Zensus fand in Kuba 2002 statt.

Zensus läuft in Kuba an

Am 15. September begann in Kuba der 18. Zensus, welcher bis zum 24. September die Bevölkerung und ihre Wohnlage erfassen wird. Seit den frühen Morgenstunden des 15. September sind 55.000 Personen im ganzen Land unterwegs um die Daten zu erfassen, im ganzen Land wurden hierfür 1.578 Zensusbüros eröffnet.

Der letzte Zensus in Kuba fand im Jahr 2002 statt. Mit den Informationen des Zensus wird die demographische Situation der Kubaner damit erstmals wieder erfasst. Diese Daten sollen der Entwicklung regionaler Programme zugutekommen und eine bessere Planung von Investitionen ermöglichen. Der Zensus selbst läuft bisher reibungslos, bis zum 20. September wurden bereits 46,3% aller Haushalte erfasst, bis zum 21. September 61,7%.

Zensus startet am 15. September

Der kubanische Zensus startet dieses Jahr am 15. September, wie Prensa Latina berichtet. Es werden bis zum 24. September über 100.000 Befrager an der landesweiten Erfassung mitarbeiten, bei der es darum geht, die Wohn- und Lebenssituation möglichst aller Kubaner zu erfassen sowie demographische und andere soziale Indikatoren zu aktualisieren. Dies erscheint angesichts des aktuellen Reformprozesses für Kuba äußerst sinnvoll, zumal der letzte Zensus vor 10 Jahren stattfand.

Durch den Zensus können lokale Programme besser geplant werden, da regionale demographische Entwicklungen z.B. bei der Schulplanung besser berücksichtigt werden können. Derzeit scheint der Reformprozess in Kuba etwas zu stagnieren, zumindest sind seit März keine wesentlichen neuen politischen Impulse jenseits der Korruptionsbekämpfung mehr entstanden. Dies könnte neben der allgemeinen Sommerpause auch mit dem Zensus zusammenhängen.

Der kubanische Ökonom Omar Everleny Pérez hat bereits im März angekündigt, dass derzeit wichtige Gesetze ausgearbeitet und in den Jahren 2012 und 2013 die wichtigsten der Leitlinien die bis 2015 reichen verabschiedet würden. Gut möglich, dass man in Kuba die Hurricanesaison als kleine „Verschnaufpause“ zur Erarbeitung der neuen juristischen Grundlagen und Analyse des Zensus nutzen möchte, um dann im Herbst weiter voranzuschreiten.