Ab Juli: WiFi in 22 kubanischen Städten (mit Karte)

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Zahlreiche Plätze und Parks in allen Provinzen des Landes werden derzeit mit drahtlosem Internet ausgestattet (Quelle: Radio Rebelde)

Kubas staatlicher Telefonanbieter ETECSA hat für kommenden Juli die Eröffnung von 35 neuen WiFi-Netzen mit Internetzugang angekündigt. Damit wird jede kubanische Provinz in Kürze über mindestens ein WiFi-Netz verfügen. Die Zeitung „Juventud Rebelde“ gab weitere Details zu dem Projekt bekannt. Auch kleinere Städte wie Remedios oder Güines sollen demnach von den neuen Einrichtungen profitieren, der Preis für eine Stunde drahtlosen Internetzugang wird ab dem 1. Juli zudem landesweit von derzeit 2,25 auf 2 CUC reduziert.

Bereits seit April dieses Jahres nahm im Parque Céspedes in der Touristenhochburg Trinidad eines der ersten drahtlosen Netze seinen Dienst auf. In den letzten Wochen wurden vergleichbare Angebote in zahlreichen weiteren kubanischen Städten geschaffen. Nun gab ETECSA erstmals eine Auflistung aller geplanten Netzwerke bekannt. Die neuen WiFi-Netze sollen ab Juli an folgenden Orten verfügbar sein:

  • Havanna (4): Avenida 23 (La Rampa) vom Malecón bis zum Cine Yara; der Park nahe der Avenida 51 im Viertel La Lisa; Parque Fe del Valle (zwischen Galiano und San Rafael); im Amphitheater von Mariano; Paseo de la Villa Panamericana
  • Pinar del Río (2): Parque Independencia; Parque Roberto Amarán
  • Artemisa (2): Boulevard und Parque de la Iglesia
  • Mayabeque (2): Boulevard de San José; Parque de Güines
  • Matanzas (2): Parque La Libertad; Parque Peñas Altas
  • Villa Clara (2): Parque Leoncio Vidal; Stadt Remedios
  • Cienfuegos (2): Parque Martí; Schnellrestaurant El Rápido in Punta Gorda
  • Sancti Spíritus (2): Parque Serafín Sánchez, Parque Céspedes in Trinidad
  • Ciego de Ávila (2): Parque Martí; Stadt Morón
  • Camagüey (2): Parque Agramonte; Plaza del Gall
  • Las Tunas (2): Plaza Martiana; Tanque de Buena Vista
  • Holguín (2): Parque Calixto García; Parque Julio Grave de Peralta.
  • Granma (2): Boulevard de Bayamo; Boulevard de Manzanillo
  • Santiago de Cuba (3): Parque Céspedes; Parque Ferreiro; Plaza de Marte
  • Guantánamo (2): Parque Martí; Parque Central in Baracoa.
  • Isla de la Juventud (1): Boulevard von Nueva Gerona.

Interessierte Nutzer können sich rund um die Uhr mit einer temporalen oder permanenten Nauta-Karte in die Netze einloggen, die unter dem Namen „WIFI_ETECSA“ operieren werden. Der Service steht sowohl für Kubaner als auch für Touristen offen, entsprechende Coupons sind in allen ETECSA-Fillialen erhältlich. Falls es Probleme bei der Verbindung gibt, rät das Unternehmen dazu, die DHCP-Dienste bei den „erweiterten Einstellungen“ der jeweiligen Geräte zu aktivieren.

Die Netze sind für 50 bis 100 gleichzeitige Nutzer ausgelegt, wobei jedem Einzelnen dann noch immer eine Bandbreite von 1 Mbps zu Verfügung stehen soll. Nachfolgend eine interaktive Karte mit allen geplanten Installationen:

Neue Internetcafés für Santiago de Cuba

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Erster WiFi-Hotspot in Santiago de Cuba: Das neu eröffnete „Complejo Cultural de Ferreiro“ (Quelle: Bloguea.cu)

Im Rahmen der Aktivitäten zum 500. Jubiläum der Stadtgründung haben in Santiago de Cuba jüngst 10 neue Internetcafés eröffnet. Dabei wurden die bereits vorhandenen Jugendcomputerclubs (JCC) mit Internetzugang versorgt, so dass alle neun Gemeinden der Provinz nun über entsprechende Einrichtungen verfügen, meldete die kubanische Nachrichtenagentur ACN.

Santiago de Cuba verfügt damit heute über ein Internetcafé pro 18.000 Einwohner. Im „Centro tecnológico-recreativo Ferreiro“, einer neu geschaffenen Einrichtung im östlichen Zentrum der Stadt, wird zudem Internetzugang über WiFi angeboten. Für die Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum wurden zahlreiche weitere Kulturzentren und Parks saniert, außerdem soll die Uferpromenade der Stadt ausgebaut werden. Damit knüpft Kubas zweitgrößte Metropole an die Hauptstadt Havanna an, die inzwischen über mehrere öffentliche WiFi-Zugangspunkte verfügt.

In den letzten Monaten wurde der drahtlose Internetzugang in Kuba massiv ausgebaut. Unter anderem in den Städten San José de las Lajas, Güines, Sancti Spíritus, Camagüey, Baracoa, Guantánamo und Holguín sollen bereits WiFi-Zugangspunkte in Betrieb gegangen sein. Der Preis für eine Stunde Internerzugang beträgt für die WiFi-Netze derzeit 2,25 CUC statt der üblichen 4,50 CUC in den Internetcafés mit fest installierten Computern.

ETECSA schafft neue WiFi-Netze und senkt die Preise

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In vielen kubanischen Städten werden derzeit WiFi-Netze eingerichtet (Quelle: Cartasdesdecuba)

Kubas staatliche Telefongesellschaft ETECSA installiert derzeit im ganzen Land neue WiFi-Netze mit öffentlichem Internetzugang. Der Preis für eine Stunde Internet wurde für die drahtlosen Netze auf 2,25 CUC halbiert. Neben der Hauptstadt Havanna profitieren  vor allem kleinere Städte in Zentral- und Ostkuba von dem günstigeren Internetzugang. Doch auch die vier größten Hochschulen des Landes sollen noch in diesem Jahr über einen besseren Zugang zum weltweite Netz verfügen.

Ende letzten Jahres kündigte die Telefongesellschaft an, den Ausbau von WiFi-Netzen auf der Insel massiv beschleunigen zu wollen. Den Anfang machte dabei die Touristenhochburg Trinidad, wo seit April dieses Jahres eine 2 Mbps-Leitung den Parque Céspedes mit drahtlosem Internet versorgt. Derzeit werden vergleichbare Angebote in den Städten San José de las Lajas, Güines, Sancti Spíritus, Camagüey, Baracoa und Guantánamo eingerichtet. Sie sollen innerhalb der nächsten Wochen ihren Dienst aufnehmen.

Entsprechende Antennen werden ebenso in der belebten Avenida 23 („La Rampa“) in Havanna installiert, so dass in der Nähe der Uferpromenade Malecón das drahtlose surfen im Netz schon bald möglich sein sollte. Nach Informationen von „Martí Noticias“ wurde der übliche Preis von 4,50 CUC pro Stunde bei den WiFi-Netzen offenbar dauerhaft auf 2,25 CUC reduziert. Noch im Jahr 2013 lag der Preis für eine Stunde Internetzugang landesweit bei mindestens 6 CUC, was etwa einem Drittel des durchschnittlichen Monatslohns entsprach.

Auch der Internetzugang an den vier größten Hochschulen des Landes wird derzeit massiv erweitert. So ging vor wenigen Wochen das erste WiFi-Netz auf dem Campus der Universität von Havanna (UH) in Betrieb. Die Inbetriebnahme von drahtlosen Netzen ist des weiteren an der Universidad de Oriente (UO) in Santiago, der Informatikhochschule (UCI) sowie an der Polytechnischen Hochschule CUJAE (beide in Havanna) geplant. Kubas Hochschulminister Rodolfo Alarcón Ortiz kündigte darüber hinaus an, Forscher und Universitätsdozenten verstärkt mit Internetanschlüssen in ihren Privatwohnungen versorgen zu wollen.

Drahtloses Internet kommt in Trinidad an

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Internet über WiFi ist nun auch in Trinidad angekommen (Quelle: Escambray)

In der kubanischen Stadt Trinidad hat vor kurzem der erste öffentliche WiFi-Zugangspunkt eröffnet. Die Nutzer können vom Parque Céspedes aus rund um die Uhr im Internet surfen oder ihre eMails lesen. Nach Angaben der Zeitung „Escambray“ beträgt die Bandbreite 2 Mbps, was bis zu 90 Personen das gleichzeitige surfen ermöglichen soll.

Betreiber des Zugangspunktes ist die staatliche Telekommunikationsgesellschaft ETECSA, die alle landesweit operierenden Internetcafés betreibt. Derzeit sind drei kleinere Antennen installiert, die den gesamten Park abdecken sollen. Nach Angaben des ETECSA-Direktors für die Provinz Sancti Spíritus, Luis Rolando González Sánchez, sei dies allerdings nur ein Provisorium. Neue Ausrüstung aus China soll das drahtlose Internet schon bald „in einer Reihe von touristischen Einrichtungen und anderen Orten mit großen Ansammlungen“ verfügbar machen.

Die Tarife für eine Stunde Internetzugang betragen in den staatlichen Internetcafés landesweit 4,50 CUC pro Stunde bzw. 1,50 CUC für eMail-Dienste. Auch für das neue WiFi in Trinidad gelten diese Preise, die gut einem Viertel des durchschnittlichen Monatslohns entsprechen. Kubas Regierung hat angekündigt, das Internet bis 2020 „erschwinglich und verfügbar“ machen zu wollen. Vor wenigen Monaten eröffnete in Kuba der landesweit erste kostenlose WiFi-Hotspot, der von einem Künstler in Havanna betrieben wird.

Havannas erster WiFi-Hotspot mit kostenlosem Internetzugang

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Vor den Eingangstoren zum „Kcho Estudio“ im Barrio Romerillo, Playa (Quelle: am.com.mx)

In Havanna eröffnete vor kurzem der erste kostenlose und öffentliche Internetzugangspunkt Kubas. Nach Berichten der Washington Post begann der Betrieb des WiFi-Hotspots vor wenigen Wochen in einem Kulturzentrum des Stadtteils Playa. Dutzende Kubaner pilgern seitdem regelmäßig dorthin, um den freien Zugang zum weltweiten Netz zu nutzen. Der Künstler Alexis Leyva hatte zuvor von der staatlichen Telekom ETECSA die Genehmigung erhalten, seinen privaten Anschluss öffentlich zugänglich zu machen.

„Ich komme so oft ich kann“, sagte ein 20-jähriger Kubaner gegenüber der Zeitung. Er nutzt den Zugangspunkt vor allem zur Videotelefonie mit seinem Vater, der in den Vereinigten Staaten lebt. Facebook, Google und Yahoo gehören zu den beliebtesten Seiten. Die Leitungskapazität von lediglich 2 Mbps wird tagsüber von dutzenden Nutzern gleichzeitig beansprucht, was die Verbindung oftmals quälend langsam werden lässt. Dennoch erfreut sich der Hotspot großer Beliebtheit, auch weil er 24 Stunden am Tag verfügbar ist. Manche Kubaner nutzen daher die Nachtstunden, um in den Genuss einer schnelleren Verbindung zu gelangen.

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Viele Gäste gehen mit ihren Smartphones oder Tablets online (Quelle: Miami Herald)

„Das ist eine ungewöhnliche Sache, und sie ist nur möglich durch die Bereitschaft so zu handeln und auch die Kosten zu tragen“, sagte Layva, der unter dem Künstlernamen „Kcho“ bekannt ist. Er betreibt die Kunstgallerie, in der die Habaneros zum freien surfen und verweilen eingeladen sind. Eine Wand am Eingang des Gebäudes gibt das Passwort des Netzwerks bekannt: „aquinoserindenadie“, in Anspielung auf die berühmten Worte des Comandante Juan Almeida aus dem Jahr 1956: „Hier ergibt sich niemand!“ Fidel Castro besuchte die Eröffnungsfeier der Einrichtung bei seinem letzten öffentlichen Auftritt im Januar 2014.

Das einzigartige Projekt ist für Kuba absolutes Neuland und könnte als Versuchsballon für den weiteren Ausbau des Internets auf der Insel dienen. Netzzugang gibt es bisher nur an wenigen staatlichen Arbeitsplätzen und Bildungseinrichtungen, während Privatanschlüsse Berufsgruppen wie Ärzten, Künstlern und Journalisten vorbehalten sind. Öffentlicher Internetzugang kostet in den 155 staatlichen Internetcafés 4,50 US$ pro Stunde, was etwa einem Viertel des durchschnittlichen Monatsgehalts entspricht. Den meisten bleiben daher nur die offline verfügbaren Inhalte auf USB-Sticks, die in wöchentlich aktualisierter Form getauscht werden.

Kubas Regierung hat in den vergangenen Monaten mehrfach angekündigt, den Internetzugang auf der Insel ausbauen zu wollen. Für dieses Jahr plant ETECSA die Anzahl der Internetcafés landesweit zu verdoppeln. Das Unternehmen will dabei verstärkt auf WiFi-Hotspots setzen, zu den langfristigen Plänen gehören auch Privatanschlüsse. Kubas erster Vizepräsident Miguel Díaz-Canel forderte zuletzt auf einem Informatikkongress im Januar, das Internet müsse „verfügbar, erreichbar und für alle erschwinglich“ gemacht werden.