Ministerrat diskutiert Wirtschaftsthemen

Logo des VIII. Parteitags der PCC (Quelle: Cubadebate)

Wenige Wochen vor dem nächsten Parteitag der regierenden Kommunistischen Partei (PCC) blickt Kubas Regierung erneut auf die Lage von Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Mehr als 127.000 Personen haben sich inzwischen auf die Suche nach einer Beschäftigung begeben, 60 Prozent konnten vermittelt werden. „Wir stehen vor der großen Herausforderung, in allen Sektoren der Wirtschaft neue und qualitative Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte Wirtschaftsminister Alejandro Gil auf der Tagung des Ministerrats. Weiterlesen

Erste Zwischenbilanz zur Währungsreform

Eine der ersten messbaren Folgen der Währungsreform: Der Stromverbrauch in Havanna ist deutlich gesunken (Quelle: Escambray)

Mehr als einen Monat nach Beginn der Währungsreform haben Regierungsvertreter auf der sozialistischen Insel eine vorsichtig positive Zwischenbilanz des Prozesses gezogen. Mit der Abschaffung des konvertiblen Peso (CUC) kehrte Kuba am 1. Januar nach einem Vierteljahrhundert wieder zu einer einzigen Landeswährung zurück. Inzwischen seien bereits die Hälfte der 700 Millionen CUC aus der Zirkulation gezogen worden. Der Bevölkerung bleibt noch bis zum 1. Juli für den Umtausch. Weiterlesen

Zwei Wochen Währungsreform: Wie läuft die „Neuordnung“ in Kuba an?

Januar 2021: Das Angebot auf Havannas Märkten ist dünn, aber anders als von manchen befürchtet sind die Preise bisher nicht explodiert (Quelle: eigene Aufnahme)

Gut zwei Wochen sind seit dem „Tag Null“ auf Kuba vergangenen, der den Beginn der umfangreichsten Wirtschaftsreform der Insel seit 1959 markierte. Lange Schlangen vor den Banken und Geschäften prägen vielerorts das Straßenbild, wozu auch die aktuell verschärfte Pandemielage beiträgt. Dabei hat sich in dieser kurzen Zeit schon viel getan. „Cuba heute“ versucht die ersten Signale auszuwerten, von denen einige zunächst auf einen verhältnismäßig guten Start der „Aufgabe Neuordnung“ hindeuten.

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Kuba vor dem Jahreswechsel: Rückblick und Ausblick auf 2021

Seit genau einem Jahr diskutiert der kubanische Wirtschaftsjournalist Ariel Terrero in seiner Sendung „Sacando Cuentas“ jeden Freitag aktuelle Themen der Wirtschaftspolitik, wobei neben interessanten Sachinformation auch kritische Kommentare nicht zu kurz kommen. Weiterlesen

Währungsreform auf Kuba (Teil 3/3): Die Umstellung für Haushalte und Unternehmen

Havannas größte Wechselstube im Stadtteil Vedado dürfte in den kommenden Monaten gut besucht sein (Quelle: Cuballama)

Im dritten und letzten Teil unserer Serie zur Währungsreform werden als erstes die „technischen“ Fragen zum Ablauf der Neuordnung erörtert: Wann haben nach „Tag Null“ (Día Cero) Banken und Geschäfte wieder geöffnet und welche Neuerungen bringt die Umstellung für den Einzelhandel? Wie läuft der Umtausch von Konten und Ersparnissen in CUC ab? Darüber hinaus wirft „Cuba heute“ einen ersten Blick auf die neuen Rahmenbedingungen, unter denen Staatsunternehmen und Privatsektor im kommenden Jahr arbeiten werden. Weiterlesen

Währungsreform auf Kuba (Teil 2/3): Was kostet wieviel? Die neuen Löhne und Preise im Detail

Auch die Preise in den Bodegas werden sich ab dem 1. Januar 2021 auf Kuba ändern (Quelle: eigene Aufnahme)

Im ersten Teil der Serie zur Währungsreform wurde die Frage geklärt, welche Aspekte der Prozess überhaupt beinhaltet. In Teil 2 geht es um die neuen Löhne und Preise im Detail. Die 110 Gesetze und Verordnungen der „Neuordnung“ umfassen von der Bodega-Ration bis zum Inlandsflug bereits sämtliche Preislisten und Lohnskalen, die zum Jahreswechsel Anwendung finden. Zeit für einen ersten Überblick: Was kostet was und wer verdient bald wieviel auf Kuba? Und wie hat die Bevölkerung auf das angekündigte Lohn-Preisgefüge reagiert? Weiterlesen

Währungsreform auf Kuba (Teil 1/3): „Neuordnung“ des Sozialismus?

Die Währungsreform bringt viele Änderungen für Kuba mit sich (Quelle: Cubadebate)

Ab dem 1. Januar 2021 wird im sozialistischen Kuba der Peso zur einzigen Landeswährung. Mit der Abschaffung des dualen Währungssystems hält der bisherige Wechselkurs von 24:1 zum US-Dollar auch im Staatssektor Einzug, womit sich das gesamte Lohn- und Preisgefüge auf der Insel neu ausrichten wird. Was wird auf Kuba unter der „Neuordnung“ verstanden und was ändert sich damit alles? Und was bedeutet der Prozess für die Kaufkraft der Bevölkerung? „Cuba heute“ versucht in dieser mehrteiligen Serie, Antworten auf zentrale Fragen der Währungsreform zu finden. Weiterlesen

Sonderankündigung im TV: Währungsreform beginnt am 1. Januar 2021

In Beisein von Raúl Castro (links) kündigte Kubas Präsident Díaz-Canel in einer TV-Ansprache den Beginn der Währungsreform an (Quelle: Telesur)

Kommendes Jahr wird Kuba sein duales Währungssystem abschaffen. Am Donnerstag gab Präsident Miguel Díaz-Canel im Rahmen einer Fernsehansprache zusammen mit KP-Generalsekretär Raúl Castro bekannt, dass der kubanische Peso (CUP) ab dem 1. Januar 2021 mit einem einheitlichen Wechselkurs von 24 zu 1 zum US-Dollar zur alleinigen Landeswährung wird. Der konvertible Peso (CUC) verliert seine Gültigkeit als Zahlungsmittel und kann ab dem Stichtag für ein Zeitfenster von 180 Tagen umgetauscht werden. Weiterlesen

Murillo gibt weitere Details zur Währungsreform bekannt

Der mit der Umsetzung der Währungsreform betraute „Reformzar“ Marino Murillo erklärt den Prozess vor den Abgeordneten (Quelle: Granma)

In seiner Rede vor dem Parlament hat Kubas Chefreformer Marino Murillo vergangene Woche neue Details zur bevorstehenden Währungsreform bekannt gegeben. Viele Fragen seien aufgekommen, nachdem Mitte Oktober die wichtigsten Inhalte des Maßnahmenpakets in einer Sondersendung erstmals vorgestellt wurden, so Murillo. In seiner jüngsten Rede, die wiederholt um Fernsehen ausgestrahlt wurde, ging der Ökonom auch auf sensible Themen wie den Abbau von Subventionen ein. Weiterlesen

Regierung stellt Masterplan für Währungsreform vor

Mit der Währungsreform sollen Löhne und Preise in ein neues Verhältnis gesetzt werden, was für ein kohärenteres Funktionieren der Wirtschaft auf Kuba unerlässlich ist (Quelle: Cubadebate)

Kuba steht vor großen Veränderungen. Mit der von Präsident Miguel Díaz-Canel am 8. Oktober angekündigten Währungsreform soll das gesamte Lohn- und Preisgefüge auf der Insel neu zusammengesetzt werden. Diese Woche schließlich erklärten der mit der Umsetzung des Projekts betraute „Chefreformer“ Marino Murillo und Wirtschaftsminister Alejandro Gil in mehreren Sondersendungen die wichtigsten Eckpunkte des Masterplans, mit dem der Neustart der Wirtschafts- und Sozialsysteme gelingen soll. Weiterlesen