Umsetzung der neuen Wirtschaftsstrategie macht Fortschritte

Seit September können auf Kuba private Betriebe und Genossenschaften ihre Produkte ins Ausland exportieren, den Anfang machten Limetten aus der Provinz Mayabeque (Quelle: Cubadebate)

Zwei Monate nach Ankündigung rascher Reformen angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind in Kuba inzwischen erste Aspekte des Programms in der Umsetzung. Wie das Außenhandelsministerium (MINCEX) gemeldet hat, befinden sich derzeit über 700 private Gewerbe sowie 119 Kooperativen in Verhandlungen. Erste Exportverträge nach Spanien sowie ein Abkommen mit einem Unternehmen aus Panama laufen bereits. Weiterlesen

Corona-Update für Kuba (7): Havanna verschärft Maßnahmen angesichts steigender Fallzahlen

Nachdem Kuba Ende Juli erstmals Null Neuinfektionen vermelden konnte, machen die jüngst wieder ansteigenden Fallzahlen den Behörden sorgen. Chefepidemiologe Francisco Durán mahnte seine Landsleute zuletzt immer eindringlicher, bei der Beachtung der Corona-Maßnahmen nicht nachzulassen. Mehrere neue Cluster haben jetzt dazu geführt, dass in Havanna und Umgebung die Lockerungen wieder teilweise zurückgenommen wurden, während der Osten des Landes davon unberührt bleibt. Es wird versucht, die neuen Ausbrüche möglichst schnell auszutreten, um weitere Einschränkungen zu vermeiden. Dabei werde auf die Mithilfe der Bevölkerung gezählt, bei der das Risikobewusstsein in Teilen nachgelassen habe. „Wie beim Baseball gilt: das Spiel ist erst vorbei, wenn es vorbei ist“, erklärte Durán.

Weiterlesen

Havanna öffnet Großmarkt für Privatsektor, neues Modell für staatliche Gastronomie

Kubas Außenhandelsministerium will Privatbetriebe bei der Vermarktung neuer Exportprodukte unterstützen (Quelle: MINCEX)

Seit Donnerstag hat der Großmarkt „Mercabal“ in Havanna für sämtliche privaten Gastronomiebetriebe der kubanischen Hauptstadt geöffnet, bis September sollen die übrigen Provinzen nachziehen. Tags zuvor kündigte Kubas Binnenhandelsministerin Betsy Díaz Velázquez die Restrukturierung von mehr als 8.000 staatlichen Gastronomiebetrieben an. Diese sollen künftig dezentral verwaltet werden und auf Basis von Angebot und Nachfrage arbeiten.

Weiterlesen

Dollarläden eröffnen mit langen Schlangen

Kunden in einem der neuen Devisensupermärkte am Montag in Havanna (Quelle: Privat)

Am Montag haben auf Kuba 72 Geschäfte auf Verkäufe in ausländischen Devisenwährungen umgestellt. Wie kubanische Medien berichten, war der Andrang am Tag der Eröffnung groß. Vor vielen Läden bildeten sich lange Schlangen mit Wartezeiten von mehreren Stunden. Das am Eröffnungstag vorhandene Produktsortiment führte bei den Kunden zu gemischten Reaktionen, wie Berichten aus den Abendnachrichten vom Montag zu entnehmen war.

Weiterlesen

Corona-Update für Kuba (6): Lockerungen erreichen jetzt auch Havanna

Am Freitag ist als letzte Provinz schließlich auch die Hauptstadt Havanna in der „Phase I“ der kubanischen Corona-Lockerungen angekommen. Seit dem 1. Juli dürfen Touristen wieder die Insel besuchen – allerdings nur unter strengen Auflagen. Die übrigen Provinzen, mit Ausnahme von Matanzas, bereiten sich indes bereits auf den Übergang in die zweite Phase vor. Wie Premierminister Manuel Marrero betonte, erfordere die schrittweise Aufhebung der Ende März erlassenen Maßnahmen „Verantwortung und Disziplin“ der Bürger. Das weitere Voranschreiten im Lockerungs-Fahrplan hänge jetzt vom „individuellen und kollektiven Verhalten der Bevölkerung“ ab, wobei Risiken minimiert und die Verfolgung von Infektionsketten mit Nachdruck weiter betrieben werden sollen.

Weiterlesen

Versorgungskrise in Kuba: Regierung will Lebensmittelproduktion ankurbeln

Schlange vor einem Geschäft in Havanna. Wie Agrarminister Rollero erklärte, kann das Land die hohe Importquote von 70 Prozent der Lebensmittel nicht mehr aufrecht erhalten (Quelle: Cubanet)

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie machen sich auf Kuba inzwischen in Form von Engpässen bei der Lebensmittelversorgung bemerkbar. Der Präsident der sozialistischen Inselrepublik, Miguel Díaz-Canel, erklärte die Landwirtschaft unlängst zur Priorität der Regierung. Mit neuen Vermarktungsmöglichkeiten für Produzenten sowie dem Ausbau der urbanen Landwirtschaft soll eine weitere Zuspitzung der Situation verhindert werden.

Weiterlesen

Digitalisierung als Wachstumsmotor: mehr Autonomie für Kubas Software-Unternehmen

Kubas erster IT-Technologiepark an Havannas Informatikuniversität „UCI“ soll demnächst eröffnen und zur Basis für Software-Exporte werden (Quelle: Cubadebate)

Um den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu begegnen, hat Kubas Regierung zuletzt die beschleunigte Umsetzung einiger Reformvorhaben angekündigt. Nach der geplanten Öffnung des Außenhandels für den Privatsektor wurden gestern sechs weitere Gesetze vorgestellt, mit denen die Entwicklung exportorientierter Softwareunternehmen auf der Insel gefördert werden sollen. Weitere Neuerungen gibt es auf dem Bereich der Landwirtschaftspolitik: um mehr Anreize für die Produktion von Lebensmitteln zu schaffen, soll der staatliche Agrarmonopolist „Acopio“ künftig restrukturiert und um „flexiblere Vermarktungsformen“ ergänzt werden, wie Landwirtschaftsminister Gustavo Rodríguez Rollero im Fernsehen ankündigte.

Weiterlesen

Havannas neues Einkaufszentrum „Cuatro Caminos“ ist (wieder) eröffnet

Nach Tumulten bei der Eröffnung am 16. November wurde das Einkaufszentrum am Dienstag offiziell wieder eröffnet (Quelle: ACN / Cubadebate)

Kubas Hauptstadt hat zu ihrem 500. Geburtstag nicht nur eine herausgeputzte Altstadt erhalten, sondern verfügt seit dieser Woche auch über eine brandneue Shopping-Mall, die in der historischen Markthalle „Cuatro Caminos“ untergebracht ist. Seit Dienstag ist das Einkaufszentrum wieder zugänglich, nachdem die Eröffnung am Samstag unter einem denkbar schlechten Stern stand.

Weiterlesen

Fischer und Lebensmittelhändler – weitere Öffnung des Privatsektors auf Kuba

Seit dieser Woche können auf Kuba private Fischereibetriebe angemeldet werden (Quelle: Pexels)

Seit Mittwoch gibt es auf Kuba neue Möglichkeiten für den Privatsektor. Neben dem Beruf des Fischers können ab sofort auch Lebensmittelhändler, Übersetzer, Kunstproduzenten und Castingagenten auf eigene Rechnung arbeiten. Mit den neuen Modalitäten wird erstmals das aktualisierte Fischereirecht der Insel zur Anwendung gebracht, welches privaten Fischfang auch im kommerziellen Umfang ermöglicht.

Weiterlesen

Der beschwerliche Weg zurück in die Normalität

Das Fleischgeschäft von Carlos Tercero, einer der größten Lebensmittelmärkte des Landes vergangene Woche (Quelle: eigene Aufnahme)

Gut zwei Wochen nachdem die Energiekrise auf Kuba für beendet erklärt wurde, ist der Weg zurück in die Normalität für die Insel beschwerlich und graduell. Die akute Wirtschaftsflaute macht sich dieser Tage vor allem in Form von leeren Regalen und Knappheit bis zu den Grundnahrungsmitteln bemerkbar, während die USA ihre Sanktionen gegen das sozialistische Land fast im Wochentakt verschärfen.

Weiterlesen