Kubas Jugend marschiert mit Raúl Castro (+ Video)

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Zu Ehren José Martís: Pepe Mujica, Raúl Castro, FEU-Präsidentin Jennifer Bello zusammen mit tausenden jungen Kubanern auf den Treppen der Universität von Havanna (Quelle: Cubadebate)

Tausende junge Kubaner sowie Studenten verschiedener Länder nahmen am gestrigen Mittwoch am Fackelmarsch anlässlich des 163. Geburtstags des Nationalhelds José Martí teil. Angeführt wurde der Zug von Kubas Präsident Raúl Castro und dem ehemaligen Staatsoberhaupt Uruguays, Pepe Mujica. Neben dem Staatsgast nahm auch die Politbüromitglieder José Machado Ventura und Ramiro Valdés an den alljährlichen Event teil, das in kleinerer Form auch in anderen Städten der Insel stattfand.

Nach einer kämpferischen Rede von Jennifer Bello, Vorsitzende der kubanischen Studentenorganisation FEU, setzte sich der Zug ab 22 Uhr in Richtung der Uferpromenade Malecón in Bewegung wo sich die Versammlung etwa eine Stunde später auflöste. „Cuba heute“ war dabei und zeigt nachfolgend einige Impressionen von der Manifestation.


Video der kubanischen Nachrichtenagentur ACN

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Uruguays Präsident Mujica will Kubas Schulden erlassen

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Mujica und weitere Delegationsmitglieder auf dem Revolutionsplatz in Havanna. Im Hintergrund das Konterfei des Revolutionärs Camilo Cienfuegos (Quelle: republica.com.uy)

Montevideo. Der scheidende Präsident Uruguays, Jose Mujica, hat dem Parlament seines Landes einen Antrag zum Schuldenerlass zu Gunsten Kubas vorgelegt. Er begründet dies mit den Anstrengungen des Karibikstaats, den Armen in Uruguay zu helfen. Derzeit schuldet Kuba der Zentralbank von Uruguay 31 Millionen US-Dollar.

Das Wirtschafts- und Finanzministerium Uruguays sprach davon, dass es sich um eine Antwort auf die vielen Kooperationen mit Kuba handele. Insbesondere wurde in einer Verlautbarung dabei die Eröffnung der Augenklinik „José Martí“ im Jahr 2007 genannt, wo kubanische Ärzte nach Angaben des Ministeriums mehr als 50.000 kostenlose Augenoperationen sowie 130.000 Arztbesuche von Menschen mit geringem Einkommen ermöglicht haben. Die Kosten jeder dieser Operationen werden mit 1.500 US-Dollar berechnet, im Resultat seien die Schulden beglichen.

Kubas Schulden in Uruguay entstanden im Jahr 1986. Damals nahm das Land den Kredit im Rahmen der Lateinamerikanischen Integrationsvereinigung (ALADI) auf. Die ALADI wurde 1980 gegründet, hat ihren Sitz in Montevideo und ist eine Organisation von insgesamt 14 lateinamerikanischen Staaten zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Schaffung eines gemeinsamen Marktes.

Nun muss noch das Parlament in Uruguay dem Antrag zustimmen, dort hat allerdings die Partei von Präsident Mujica, die Frente Amplio die Mehrheit, so dass eine Zustimmung erwartet wird. Kritik gab es von Seiten der Opposition. Der ehemalige Präsidentschaftskandiat Pedro Bordaberry von der Colorado-Partei sagte, der Kredit betrage nicht 31, sondern sei auf über 100 Millionen US-Dollar gewachsen. Ope Pasquet, ebenfalls von der Colorado-Partei, bezeichnete die Maßnahme als Zeichen ideologischer Nähe von Mujica zu Kuba.

von Helge Buttkereit / Amerika21