Julio César Gandarilla ist neuer Innenminister Kubas

Intervención del Vicealmirante Julio Cesar Gandarilla Bermejo, Viceministro Primero del MININT, en el acto por el Aniversario 55 del Ministerio del Interior (MININT), en la Sala Universal de las FAR, en La Habana, el 6 de junio de 2016. ACN FOTO/Marcelino VAZQUEZ HERNANDEZ/sdl

Julio César Gandarilla, seit kurzem der neue Innenminister Kubas (Quelle: Cubadebate)

Zwei Tage nach dem Tod des kubanischen Innenministers Fernandez Godin, verkündete der Staatsrat auf Vorschlag seines Präsidenten Raúl Castro, den bisherigen Vize Julio César Gandarilla zum neuen Innenminister ernannt zu haben. Er verfüge über einen „ausgezeichneten Lebenslauf“ und habe die verschiedensten Funktionen im Ministerium und bei den Streitkräften übernommen, von der Basis bis hin zum Chef der militärischen Spionageabwehr.

Über Gandarilla ist bisher wenig bekannt. Die „Granma“ veröffentlichte jedoch vor einigen Jahren seine Kurzbiographie als Kandidat bei den Kommunalwahlen von Matanzas. Der studierte Historiker bekleidet den Rang eines Vizeadmirals der Marine, ist Mitglied des Zentralkomitees der PCC sowie Abgeordneter der Nationalversammlung. Er gründete im Oktober 1959 die revolutionären Milizen und diente während der Oktoberkrise als Batallionschef. Später nahm er an Missionen in Angola und anderen Ländern teil bevor er im Rahmen der Streitkräfte beim Personenschutz arbeitete. Schließlich übernahm er die Leitung des Militärgeheimdienstes (CIM). Dieses Amt übte er 16 Jahre lang aus, bevor er im Oktober 2015 unter Godin zum Vizeminister des Innern ernannt wurde.

Gandarilla wird Kubas dritter Innenminister innerhalb von weniger als zwei Jahren. Im Oktober 2015 erst trat der langjährige Minister Abelardo Colomé Ibárra aus gesundheitlichen Gründen zurück.

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Kubas Innenminister stirbt im Alter von 78 Jahren

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Carlos Fernández Gondín (Quelle: Cubadebate)

Kubas Innenminister, Carlos Fernández Gondín, ist gestern im Alter von 78 Jahren in Havanna verstorben. Dies gab die kubanische Tageszeitung „Granma“ in einer Stellungnnahme bekannt. Der „Held der Republik“ und Divisionsgeneral starb demnach an „Komplikationen in Folge einer chronischen Erkankung.“

Fernández Gondín, der 1938 in Santiago de Cuba geboren wurde, fungierte erst seit Oktober 2015 als Innenminister Kubas. Vorher diente er von Beginn an als Stellvertreter von Abelardo Colomé Ibarra, der dieses Amt seit 1989 innehatte und sich im Alter von 77 Jahren aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand verabschiedete. Mit dem Verlust von Ibarra und Gondín erlebte das Innenministerium, welchem neben der Polizei auch die Migrationsverwaltung, das Gefängniswesen und der Inlandsgeheimdienst untersteht, zum ersten Mal seit 1989 einen kompletten Austausch der Führungsspitze.

Wie Ibarra war auch Gondín ein Veteran der Rebellenarmee. Seit 1958 kämpfte er Seite an Seite mit Raúl Castro in der östlichem Armeegruppe der Guerilla. Später ging er als Freiwilliger nach Angola. Seit dem II. Parteitag der regierenden kommunistischen Partei, der 1980 stattfand, war Gondín Mitglied des Zentralkomitees, der zweitobersten Instanz. 1993 zog er als Abgeordneter in das Parlament ein.

In der Granma-Meldung wird Gondíns Tod „mit tiefer Trauer“ bekannt gegeben. In dem Nachruf wird er als „Beispiel für Treue zur Partei, dem Volk und der Revolution“ gewürdigt. Seine sterblichen Überreste werden auf dem Veteranengebiet von Havannas Friedhof „Cristóbal Colón“ bestattet. Wer an seine Stelle treten wird, ist indes noch nicht bekannt.

Fidel Castro zeigt sich verstärkt in der Öffentlichkeit

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Fidel Castro bei seinem jüngsten öffentlichen Auftritt mit Vertretern der Streitkräfte und des Innnenministeriums am 9. Juli (Quelle: Granma)

Havanna. Kubas Ex-Präsident Fidel Castro hat vergangene Woche seinen zweiten öffentlichen Auftritt innerhalb weniger Tage absolviert. Die kubanische Tageszeitung „Granma“ veröffentlichte neue Bilder des 88-jährigen von einem Zusammentreffen mit Vertretern der kubanischen Streitkräfte und des Innenministeriums.

Castro überreichte den anwesenden Auszeichnungen für ihre Verdienste in der Nahrungsmittelherstellung innerhalb ihrer Institutionen. Am vorangegangenen Freitag war Fidel Castro zuletzt auf einer mehr als vierstündigen Podiumsdiskussion des Instituts für Lebensmittelforschung in Havanna anwesend, wo er mit kubanischen Käseexperten über die Qualität des kubanischen Käses und die verschiedenen Produktionsmethoden sprach. In den vergangenen Jahren habe sich Castro verstärkt Fragen der Ernährungspolitik gewidmet, hieß es in kubanischen Medien.

Seit seinem Rücktritt vom Amt des Präsidenten im Jahr 2006 widmet sich Castro in nach eigenen Angaben verstärkt Fragen der Landwirtschaft und der Ernährung.

Obwohl seine ab 2007 in der Parteizeitung Granma veröffentlichten „Reflexionen des Comandante Fidel“ zuletzt seltener wurden, überraschte Castro in jüngster Zeit wieder häufiger durch öffentliche Auftritte und Treffen mit ausländischen Staatsoberhäuptern. Zuletzt kam er in seinem Privathaus in Havanna mit dem französischen Präsidenten François Hollande zusammen.

von Marcel Kunzmann / Amerika21