Mobiles Internet: neue SIM-Karte für Touristen und weitere Preissenkungen

Mit einer speziellen SIM-Karte für Touristen will Kuba den Zugang zum mobilen Internet für Reisende vereinfachen (Quelle: Directorio Cubano)

Mit einem neuen Angebot speziell für Touristen will Kubas staatliche Telefongesellschaft ETECSA die Nutzung des mobilen Internets vereinfachen. Reisende sollen demnächst  für umgerechnet rund 23 Euro direkt am Flughafen eine kubanische SIM-Karte erwerben können, die 30 Tage lang gültig ist. Darüber hinaus wurden die Preise für das neue LTE-Netz in den vergangenen Wochen weiter gesenkt.

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ETECSA senkt die Preise für mobiles Internet

Das mobile Internet wird auf Kuba immer besser (Quelle: pxhere)

Kubas staatliche Telefongesellschaft ETECSA hat am Freitag neue Tarifoptionen für das mobile Internet bekannt gegeben. Dabei wurden die bestehenden Datenpakete um weitere Optionen erweitert, die den Preis pro Megabyte deutlich senken und das mobile Internet damit für große Teile der Bevölkerung erschwinglich machen.

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Der beschwerliche Weg zurück in die Normalität

Das Fleischgeschäft von Carlos Tercero, einer der größten Lebensmittelmärkte des Landes vergangene Woche (Quelle: eigene Aufnahme)

Gut zwei Wochen nachdem die Energiekrise auf Kuba für beendet erklärt wurde, ist der Weg zurück in die Normalität für die Insel beschwerlich und graduell. Die akute Wirtschaftsflaute macht sich dieser Tage vor allem in Form von leeren Regalen und Knappheit bis zu den Grundnahrungsmitteln bemerkbar, während die USA ihre Sanktionen gegen das sozialistische Land fast im Wochentakt verschärfen.

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Kuba überlegt Kryptowährung einzuführen

Kubanische konvertible Pesos (Quelle: Public Domain)

Durch die Krise in Venezuela sowie die aktuelle US-Außenpolitik steht Kubas Wirtschaft unter Feuer. Um Lösungen für diese Problematik zu finden, hat der kubanische Präsident Miguel Diaz-Canel nun Pläne für eine oder mehrere Kryptowährungen angekündigt. Dies soll dabei helfen, die staatliche Fiatwährung zu stabilisieren und gleichzeitig Sanktionen aus den USA zu umgehen. So soll außerdem auch das bargeldlose Bezahlen verbessert werden. Welche Vorteile die Kryptowährung wirklich bringen könnte, zeigen bereits andere Länder.

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Ära des bargeldlosen Bezahlens auf Kuba eingeläutet

Erdbeer-Milchshake per QR-Code mit Smartphone kaufen? Am Dienstag wurde das bargeldlose Bezahlen über die Handyapp „EnZona“ auf Kuba offiziell gestartet (Quelle: EnZona / FB)

Am Dienstagnachmittag wurde die Einkaufs-App „EnZona“ auf Kuba offiziell freigeschalten. Mehr als 11.000 Transaktionen sind allein in den ersten Stunden über den neuen Dienst abgewickelt worden. Mit dem weiteren Ausbau des Handynetzes könnte das bargeldlose Einkaufen schon bald zum Alltag in dem sozialistischen Land gehören. Auch staatliche und private Onlineshops, deren im Produkte im ganzen Land gelistet werden, sind damit möglich.

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Was ändert sich alles auf Kuba? – Details der kommenden Reformen

Kubas Parlament brachte vergangenes Wochenende eine Reihe neuer Reformen auf den Weg (Quelle: Cubadebate)

Gut ein Jahr nach dem Amtsantritt des neuen Präsidenten werden auf Kuba „die großen Räder“ gedreht, um alte Probleme anzugehen und neue Strukturen zu schaffen. Mit dem Inkrafttreten der neuen Verfassung im April müssen zahlreiche Gesetze verändert werden, darunter auch das Wahlrecht. Gleichzeitig will Kubas Regierung mit einer Reihe von Reformen dem wirtschaftlichen Abwärtstrend entgegensteuern.. „Heute schließen wir einen intensiven und produktiven Arbeitszyklus ab“, kommentierte Miguel Díaz-Canel nach einer langen Sitzungswoche der Nationalversammlung in seiner Rede auf dem Abschlussplenum vergangenen Samstag.

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„toDus“ bietet bargeldloses Bezahlen über Handyguthaben

Die Messenger-App „toDus“ zählt heute rund 174.000 tägliche Nutzer und wird von einem Team der Informatik-Universität Havannas (UCI) entwickelt (Quelle: toDus/FB)

Die kommende Version 0.20 des beliebten kubanischen Messengerdienstes „toDus“ wird als wesentliche Neuerung das bargeldlose Bezahlen mit der App einführen. Produkte können damit unkompliziert verkauft und mittels QR-Code gescannt werden, die Bezahlung erfolgt über das Handyguthaben des Käufers.

Damit könnte es auf Kuba bald zwei Apps zum bargeldlosen Bezahlen geben. Die vom staatlichen Hersteller „Xedit“ entwickelte App „Enzona“ soll sich ausschließlich dem E-Commerce widmen und befindet sich gerade in der Testphase. Die Bezahlfunktion von „toDus“ soll sich dabei explizit auch mit Produkten von „Enzona“ verknüpfen lassen, wie es in der Ankündigung des Entwickerteams heißt.

Die Digitalisierung des Landes zählt zu den Hauptprioritäten der kubanischen Regierung, auch die Förderung von eigenen Apps und Onlinehandel solll in diesem Rahmen vorangetrieben werden (Quelle: Cubadebate)

Die von Havannas Informatikuniversität UCI entwickelte Messenger-App ist vor rund einem Jahr veröffentlicht worden und wurde seitdem mehr als zwei Millionen Mal auf dem kubanischen App-Store „Apklis“ heruntergeladen. Sie zählt heute rund 174.000 täglich aktive Nutzer. Im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie will das sozialistische Kuba künftig Softwareentwicklung und Onlinehandel stärker fördern. Hierzu soll das Internet in der Fläche immer besser verfügbar gemacht werden. Bis 2020, so das Ziel, soll mindestens jeder zweite kubanische Haushalt über einen Internetzugang verfügen.