Neue Regeln für private Casa-Betreiber und Taxifahrer

Wann genau die neuen Regeln für den Privatsektor offiziell in Kraft treten ist noch unklar (Quelle: cartasdesdecuba)

Vertreter verschiedener Behörden führen auf Kuba derzeit offenbar Meetings mit den Beschäftigten des Privatsektors durch um über neue rechtliche Rahmenbedingungen zu informieren. Nach Berichten des ehemaligen BBC-Korrespondenten Fernando Ravsberg fanden die Treffen in konstruktiver Atmosphäre statt. Seit im August 2017 die Ausgabe von Lizenzen pausiert wurde erarbeitet die Regierung des Landes neue Gesetze zur Regulierung des Privatsektors. Um frühere Fehler zu vermeiden sollen diese nun vor ihrer Verabschiedung mit den Betroffenen erörtert werden.

Die privaten Vermieter seien „in Erwartung neuer Restriktionen“ zu den Meetings erschienen, berichtet Ravsberg. Tatsächlich seien die Zusammenkünfte zwischen Beschäftigten des Privatsektors und Vertretern von Arbeitsministerium, Polizei, Migrationsbehörde, Gewerkschaftsverband sowie des Gesundheitsministeriums sehr konstruktiv und zielorientiert verlaufen. Als sich letzten Sommer Meldungen über Steuerhinterziehung, Korruption und andere „unerwünschte Erscheinungen“ im Privatsektor häuften, zog Kubas Regierung die Handbremse und pausierte die Ausgabe neuer Lizenzen.

Die Neuregelung soll im Dialog mit den Beschäftigten rechtliche Grauzonen eliminieren, damit die Geschäfte im Rahmen der Gesetze operieren können. Um den Einkauf für Vermieter zu erleichtern ohne das Angebot für die Bevölkerung auszudünnen wurden beispielsweise im letzten Jahr mehrere gewerbliche Lebensmittelmärkte speziell für den privaten Tourismussektor eröffnet. Und auch die bisher unter Restaurant-Lizenz arbeitenden Bars werden künftig eigene Lizenzen erhalten. Zudem werde von den Behörden anerkannt, dass private Zimmervermieter zusätzliche Arbeitskräfte beschäftigen – allerdings sollen diese Beziehungen in Zukunft in Form eines schriftlichen Vertrags geregelt werden. Dies soll Transparenz für alle Beteiligten schaffen und Streitigkeiten vor dem Arbeitsgericht vermeiden.

Vertreter der Polizei betonten laut Ravsberg, dass private Vermieter „alles menschenmögliche“ für die Sicherheit ihrer Gäste leisten sollten. Darüber hinaus wird die Registrierung der Touristen in den Casa Particulares für die Vermieter vereinfacht. Bisher erfolgt diese meist über einen Telefonanruf bei der lokalen Migrationsbehörde. Ein neues Internetportal sowie die Möglichkeit der Anmeldung über SMS werden jedoch bald als zusätzliche Optionen hinzukommen.

Alle nach 1960 gebauten Fahrzeuge die heute als Taxis im Einsatz sind müssen künftig mit Taxameter, weißem Dach und gelbem Schild ausgestattet sein (Quelle: Cubadebate)

Erst vor wenigen Tagen gab Kubas Regierung neue Regeln für die privaten Taxifahrer des Landes bekannt. Diese müssen künftig alle nach 1960 gebauten Fahrzeugen mit Taxameter und gelbem Taxischild auf weißer Dachfläche ausstatten. Fahrer die bei der staatlichen Taxizentrale unter Vertrag sind erhalten besseren Zugang zu Treibstoff und Ersatzteilen. Um eine genaue Abrechnung zu ermöglichen müssen sie künftig ihre Einnahmen in nationaler Währung (CUP) sowie in CUC auf zwei gesonderten Bankkonten aufführen. Seit einigen Monaten können private Taxifahrer bei der Agentur sowie in Havanna bei einigen Kooperativen auf vertraglicher Basis arbeiten.

Mit der laufenden Reform des Privatsektors versucht Kubas Regierung illegalen Preisabsprachen, Schwarzarbeit, Korruption und Steuerhinterziehung das Wasser abzugraben. Durch die Schaffung eines neuen rechtlichen Rahmens und dem verstärkten Einsatz von Bankkonten soll mehr Transparenz in das Steuersystem Einzug halten. Die Ausgabe von künftig nur einer Lizenz pro Person wurde schon vor einigen Monaten angekündigt. Gleichzeitig will man den Bedürfnissen der „cuentapropistas“ (span. für „Arbeiter auf eigene Rechnung“) entgegenkommen und sucht den Dialog. Wann die Pausierung der Lizenzausgabe aufgehoben wird ist indes noch nicht bekannt.

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In Havanna sollen Kooperativen die privaten Taxis unter Vertrag nehmen

Reine Privattaxis (links) werden bald entsprechend gekennzeichnet sein (Quelle: Cubadebate)

Havanna. Mit einem neuen Betriebsmodell will die Regierung in Kuba die anhaltenden Probleme mit den privaten Linientaxis in der Hauptstadt Havanna lösen. Diese können demnächst bei einer Kooperative unter Vertrag gehen und erhalten so Zugang zu günstigerem Treibstoff und Ersatzteilen ‒ eine Forderung der Taxifahrer, um sich an die gültigen Preisobergrenzen halten zu können. Dabei soll die Neuregelung noch weitere Punkte umfassen.

„Dieses Projekt soll die öffentlichen Dienstleistungen ordnen, welche heute die privaten Transporteure mit Autos zwischen vier und 14 Sitzplätzen bieten“, erklärte die Vizeministerin für Transport, Marta Oramas Rivero, im kubanischen Fernsehen. Obwohl die Beteiligung an dem Pilotprojekt zunächst freiwillig ist, scheint alles auf eine permanente Neuordnung von Havannas Transportsystem jenseits der staatlichen Busse zu zielen.

Nach einem Streik der Taxifahrer im März dieses Jahres aufgrund der Einführung neuer Preisobergrenzen bei gleichzeitiger Verknappung des günstigen Treibstoffs auf dem Schwarzmarkt, kündigte Kubas Regierung eine Neuordnung der „Taxi ruteros“ an, wie die Linientaxis in Havanna genannt werden. Im Mai nahmen schließlich zwei Kooperativen mit über 100 Fahrzeugen den Betrieb auf, die den Privaten auf mehreren Linien mit niedrigeren Preisen Konkurrenz machen sollten. Viele der privaten Taxis sind für die meisten Kubaner noch immer zu teuer.

Nun soll die Rolle der Kooperativen gestärkt werden, indem die Privaten bei ihnen unter Vertrag gehen. Die Routen, welche nach dem „Hop-on-hop-off“-Prinzip funktionieren, sollen künftig in feste Haltepunkte unterteilt werden, welche zwischen fünf und acht Kilometer voneinander entfernt sind. Die privaten Vertrags-Taxis bekommen dann denselben Zugang zu vergünstigtem Treibstoff und Ersatzteilen wie die anderen Genossenschaftsmitglieder, müssen sich jedoch auch an deren Fahrpreise halten: Jeder Abschnitt kostet bei ihnen fünf kubanische Peso (rund 20 Eurocent), etwa die Hälfte von dem was bisher bei den privaten „Maquinas“ üblich ist.

Kontrolliert werden soll dies mittels fester Haltepunkte, die von einer staatlichen Firma betrieben werden. Mit dieser Firma, welche die fixen Einstiegspunkte entlang einer Linie verwaltet, müssen die Privaten dann einen Vertrag abschließen. Dies soll ihnen Vorteile bringen: „Wenn ein privater Transporteur sich für eine Route entscheidet, wird ihm der exklusive Zugang auf dieser Strecke garantiert ohne dass sie jemand anders einfach so bedienen kann“, erklärte die Vizeministerin.

Von Marcel Kunzmann / Amerika21

Havanna bekommt bis Dezember 500 neue Linientaxis

Die neuen Linientaxis sind an ihrer gelben Lackierung und dem Schriftzug „Taxi Rutero“ zu erkennen. Eine Fahrt kostet für die gesamte Strecke maximal 15 CUP (Quelle: Cubadebate)

Nachdem seit Ende Mai probeweise 60 neue Linientaxis für die Verstärkung des Personentransports in Kubas Hauptstadt Havanna eingesetzt werden, wird das neue Angebot derzeit massiv erweitert. Am gestrigen Montag nahmen zwei neue Linien der „Taxi Ruteros“ ihren Betrieb auf. Sie werden von im Jahr 2013 gegründeten Genossenschaften betrieben und sollen sich als günstige Alternative zu den privaten Taxis etablieren.

Seit dem 3. Juli wird nun eine neue Linie vom Krankenhaus Calixto García (Vedado) bis ins Reparto Eléctrico bedient. Der erste Abschnitt bis Diez de Octubre kostet 5 Pesos. Dort kommen zunächst 88 Fahrzeuge zum Einsatz, die meisten der Marken Lada und Geely. Auch die Linie entlang der Avenida 51 wird mit mehr Fahrzeugen versehen. Am 15. Juli soll eine neue Route nach Guanabacoa hinzukommen. Die erste Sekretärin der PCC in Havanna, Mercedes López-Acea, kündigte an, die Flotte bis Ende des Jahres auf 500 Fahrzeuge aufstocken zu wollen.

Neben den Bussen sind in den letzten Jahren private Sammel- oder Linientaxis, sogenannte „Taxi ruteros“ oder „Colectivos“ genannt, zu einer wichtigen Ergänzung von Havannas überlastetem Transportsystem geworden. Die meisten der 5.000 lizenzierten Fahrer arbeiten auf eigene Rechnung im Privatsektor. Nach der Einführung von Preisobergrenzen und eines abschnittsweiser Tarifsystems zum Vorteil der Kunden vergangenen August, kam es zeitweilig zu einem passiven Streik der Taxifahrer welche sich teilweise weigerten die neuen Regulierungen zu akzeptieren (Cuba heute berichtete mehrfach).

In der Folge begann der Staat ab Ende Mai ein günstigeres Konkurrenzangebot auf genossenschaftlicher Basis zu zu starten. Zunächst wurde im Rahmen des Pilotprojekts die Route La Lisa – Parque Fraternidad mit 60 Fahrzeugen bedient. Die Fahrzeuge werden zum Großteil von zwei im Jahr 2013 gegründeten Genossenschaften unterhalten, die Steuern an den Staat entrichten und Zugang zu subventionierten Treibstoffkontingenten erhalten. Im Unterschied zu den privaten Taxis wird jeder Haltepunkt einzeln mit 5 CUP (ca. 0,20 €) berechnet, die gesamte Strecke kostet immer maximal 15 Pesos (Privatsektor: in der Regel 20 Pesos).

Neue Sammeltaxi-Kooperativen sind „gekommen, um zu bleiben“

60 neue Fahrzeuge der Marken Lada und Hyundai sind seit vergangenem Montag in Havanna als Sammeltaxi im Einsatz (Quelle: Juventud Rebelde)

Mit neuen Sammeltaxis will Kubas Regierung den privaten Dienstleistern Konkurrenz machen, und damit die Transportsituation in der Hauptstadt Havanna verbessern. Die neuen „Taxi ruteros“ (zu deutsch etwa „Routentaxis“) fahren wie die privaten Sammeltaxis feste Linien entlang des Busnetzes ab, der Preis ist mit 5 Pesos pro Zwischenhalt jedoch deutlich moderater. Vergangenen Montag nahm der neue Service in einer ersten Teststrecke den Betrieb auf.

Ergänzung zum Bussystem, Konkurrenz zum Privatsektor

„Diese neue Option ist gekommen, um zu bleiben“, sagte Kubas Vizeministerin für Transport, Marta Oramas Rivero, auf einer Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen Sammeltaxis. Zwei Kooperativen kümmern sich seit letzter Woche darum, die häufig frequentierte Route vom Stadtteil „La Lisa“ (Terminal San Augustín) bis zur Altstadt-Haltestelle „Parque de la Fraternidad“ zu bedienen. Für einen beliebigen Zwischenhalt werden unabhängig vom Ort des Einsteigens 5 Pesos (ca. 0,20 Euro) fällig, die gesamte Strecke kostet 15 Pesos und ist damit mindestens ein Viertel günstiger als die Preise der privaten Dienstleister, die in der Regel bei 10 Pesos für einen Streckenabschnitt beginnen.

Die Route der neuen Taxi-Kooperativen verläuft entlang der Buslinie P-14 von La Lisa bis zum Parque de la Fraternidad und kostet insgesamt 15 Pesos (Quelle: Granma)

Die Route La Lisa – Parque Fraternidad wurde aufgrund des großen Passagieraufkommens ausgewählt. Bisher verkehren dort etwa 10 Busse in einer Frequenz von 7 bis 12 Minuten, was allerdings nicht annähernd ausreicht um die zahlreichen wartenden Passagiere mitzunehmen. Die neuen Routentaxis sind vor allem als Ergänzung des Busnetzes und Konkurrenz zu den privaten Dienstleistern gedacht, die in jüngster Zeit in einen Preiskampf mit der Regierung gerieten.

Sensible Preise und Preisobergrenzen

Nach der Einführung von Preisobergrenzen für private Taxidienstleister im August 2016 wurden die Preise im Februar dieses Jahres nochmals fast auf das Niveau der neuen Kooperativen-Taxis festgelegt, wonach 5 Pesos pro Zwischenhalt und maximal 20 Pesos für die gesamte Strecke fällig werden dürfen. Viele Sammeltaxifahrer übten sich daraufhin in Folge der verstärkten Kontrollen in passivem Streik oder versuchten trotz allem mit den alten Preisen von 10 bis 20 Pesos pro Zwischenhalt weiterzuarbeiten. Die Taxifahrer beklagten sich vor allem über die teuren Kraftstoffpreise sowie die schlechte Versorgung mit Ersatzteilen. Insgesamt wurden in den letzten Monaten rund 100 der 5.000 Taxifahrer Havannas mit zeitweisem Lizenzentzug bestraft.

Auch wenn 10 bis 20 Pesos pro Fahrt (ca. 40 bis 80 Eurocent) für mitteleuropäische Ohren günstig klingen, kann die Mehrzahl der Hauptstadtbewohner diese Preise nicht regelmäßig bezahlen und ist auf das stark subventionierte Busnetz angewiesen. Hier kostet eine Fahrt 0,40 Pesos (ca. 1,5 Eurocent). Mit den neuen Tarifen von 5 Pesos pro Zwischenhalt für die Sammeltaxis hat das Transportministerium Preise geschaffen, die in Relation zum gebotenen Komfort stehen. Ausreichend Sitzplätze und Klimaanlage sind in den überfüllten Bussen nämlich nicht gegeben, was vor allem in den Sommermonaten insbesondere für ältere Fahrgäste eine große Belastung ist.

Klare Vorteile für Genossenschaften

Die Taxis auf genossenschaftlicher Basis dürften trotz niedrigen Festpreisen rentabel arbeiten können, da für sie andere Regeln gelten als für private Dienstleister. Der Staat verkauft den Kooperativen Benzin zu subventionierten Preisen, zudem genießen sie steuerliche Vorteile gegenüber reinen Privatbetrieben. Die beiden involvierten Transportkooperativen stellen zunächst 60 PKW der Marken Lada und Hyundai sowie 5 chinesische Kleinbusse mit je 11 Sitzplätzen zu Verfügung, welche allesamt die Route La Lisa (Calle 272) über den Plaza de Marianao (51 y 124), Avenida 51 y 26, Calzada de Cerro bis zum Parque Fraternidad bedienen.

Genossenschaftliche Ladas ziehen in die Konkurrenz zu den privaten Sammeltaxis, auch „Maquinas“ genannt, welche häufig US-amerikanische Oldtimer sind (Quelle: Cubadebate)

Mit dem neuen Service will das Transportministerium nicht nur die Situation mit den Sammeltaxis entschärfen, sondern auch die „guten Sitten“ in diesem Geschäft fördern. Unfreundlichkeit, Feilscherei und mangelnde Professionalität charakterisieren schon lange den privaten Transportsektor auf Kuba, mit dem genossenschaftlichen Angebot will das Ministerium wieder eine „Kultur des Respekts“ etablieren.

„Wir setzen auf die Mitarbeit der Bevölkerung“, sagt die Vizeministerin Oramas Rivero. Bei Problemen oder Fehlverhalten sei das Ministerium für jeden Hinweis dankbar, der an die eigens eingerichtete Telefonnummer 18820 gerichtet werden kann. Obwohl derzeit nur eine Route in der Zeit von 6 Uhr morgens bis 20 Uhr Abends bedient wird, arbeite man bereits an der Ausdehnung des Service auf andere Strecken – im Sommer ist die Eröffnung einer weiteren Route über Diez de Octubre bis ins Reparto Eléctrico geplant und auch die Einbeziehung Vedados ist im Gespräch. Die privaten Taxidienstleister sollen indes nicht nur neue Regeln, sondern in absehbarer Zeit auch Zugang zu günstigeren Kraftstoffkontingenten und neu eingerichtete Sammelpunkte erhalten.

Obwohl die Transportsituation Havannas noch immer eine Baustelle bleibt, ist mit den Linientaxis erstmals seit Jahren wieder ein neuer Akteur auf den Platz getreten. Bisher haben die beiden 2014 gegründeten Kooperativen lediglich einige Kleinbusse unterhalten, das Sammeltaxigeschäft, welches rund ein Drittel aller Fahrten ausmacht, wurde indes dem Privatsektor überlassen. Wenn die neuen Dienste der Kooperativen tatsächlich gekommen sind, um zu bleiben, dürfte das die Karten für alle beteiligten Akteure nochmals neu mischen. Genossenschaftliche Konkurrenz belebt auf staatliche Initiative hin den eingeschlafenen freien Markt – doch diesmal zu Gunsten der Fahrgäste. „Das muss ein Service von Qualität und Exzellenz sein“, formulierte der Präsident der „Cooperativa 2“, Martin José Betancourt, die Ansprüche der Kooperative.


Bericht des kubanischen Fernsehens über die neuen Sammeltaxis:

Streik der Privattaxis in Kuba: Transportsystem in der Krise

Privates Sammeltaxi in Havanna (Quelle: Cubadebate)

Havanna. Nachdem die Provinzregierung der kubanischen Hauptstadt Anfang Februar neue Preisobergrenzen für private Sammeltaxis bekannt gegeben hat, spitzt sich die Transportkrise in Havanna weiter zu. Für den 27. Februar war ein Streik der Taxifahrer angekündigt, der zu einem massiven Aufgebot staatlicher Transportmittel geführt hat. Eine Lösung des Konflikts ist noch nicht in Sicht.

Bereits seit letztem Sommer tobt auf Kuba ein Machtkampf zwischen privaten Taxifahrern und lokalen Regierungsautoritäten. Jene rund 5.000 Sammeltaxis – auch „Maquinas“ oder „Taxi colectivo“ genannt – bieten ihre Dienste in rund 30 Linien auf den wichtigsten Verkehrsachsen Havannas an. Die meist mit neueren Dieselmotoren aufgerüsteten Oldtimer operieren nach dem „Hop-on-Hop-off“-Prinzip und nehmen Fahrgäste entlang ihrer Route am Straßenrand auf. Täglich nutzen fast 200.000 Personen die Colectivo-Taxis, was diese zur wichtigsten Alternative zum staatlichen Busnetz macht. Der ÖPNV mit seinen 858 Bussen hingegen transportiert täglich etwa 1,2 Millionen Fahrgäste für einen quasi symbolischen Preis von umgerechnet 1,5 Eurocent pro Fahrt. Noch immer leidet Havannas Transportsystem unter den Folgen der Sonderperiode, die den Personentransport auf viele Jahre paralysiert hat. Trotz einer deutlichen Erholung in den letzten Jahren – 2014 wurden erstmals seit 1993 wieder mehr als eine Millionen Fahrgäste pro Tag gezählt–, konnte das Busnetz nicht mehr die Werte der 1980er Jahre erreichen. Im Rekordjahr 1984 waren in Havanna rund 4,3 Millionen Passagiere in 1.700 Bussen transportiert worden.

Die aktuellen Probleme begannen, als Raúl Castro auf der Sommersitzung des Parlaments 2016 aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise in Venezuela Einsparungen ankündigte. Der Erdöl- und Kraftstoffverbrauch des Landes sollte um gut ein Drittel reduziert werden, die Treibstoffzuteilungen an staatliche Firmen wurden teilweise halbiert. Dies führte zu einer Verdopplung des Schwarzmarktpreises für Dieselkraftstoff von sieben auf 15 Pesos (circa 0,60 Euro) pro Liter, der an die Kunden weitergegeben wurde. Statt der üblichen zehn Pesos (rund 0,40 Euro) wurden auf manchen Routen nun 20 Pesos fällig. Havannas Transportverwaltung reagierte wenig später und legte schließlich am 14. Juli die alten Preise per Dekret fest.

Nachdem damals einige Fahrer in Folge der Maßnahme nicht zur Arbeit erschienen waren, normalisierte sich die Situation im laufe des Herbstes wieder. Am 8. Februar dieses Jahres gab die Stadtverwaltung jedoch einige „Präzisierungen“ der bestehenden Preise bekannt. So soll bei Zwischenhalten nur noch die Hälfte des bisherigen Tarifs verlangt werden dürfen, was die Preise für die Mehrzahl der Kunden gegenüber dem „Status quo antes“ der letzten Jahre halbiert. „Wir arbeiten für den Schutz der Mehrheit und des Teils der Bevölkerung, der diese Dienstleistung nicht in Anspruch nehmen kann“, erklärte die zuständige Funktionärin Tatiana Viera Hernández gegenüber der Lokalzeitung „Tribuna“.

Viele Taxifahrer sind nicht Besitzer ihres Fahrzeugs, sondern haben dieses von anderen gepachtet (Quelle: Cubadebate)

In den darauffolgenden Tagen reagierten die Taxifahrer mit einem „stummen Streik“, wie einige Hauptstadtbewohner die neue Situation gegenüber der Nachrichtenagentur IPS bezeichneten. Viele „Boteros“ erschienen nicht zur Arbeit oder fuhren leer durch die Straßen. An manchen Routen musste man statt bisher wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden warten.

Havannas Provinzregierung verstärkte die Kontrollen und führte eine neue Beschwerdenummer ein, bei Verstößen wurden Strafen vom Entzug der Lizenz bis hin zur Beschlagnahmung des Fahrzeugs angekündigt. Für den 27. Februar wurde schließlich ein „Streik“ der Taxifahrer angekündigt, hierzu zirkulierten offenbar mehrere Aufrufe im Netz. Doch statt streikender Taxifahrer dominierte an jenem Tag ein ganz anderes Bild: Dutzende, teils fabrikneue Busse, waren auf den Straßen der Hauptstadt unterwegs. Mit dem im revolutionären Kuba verpönten Begriff „huelga“ – Streik – wollten die meisten ihr Verhalten jedoch nicht in Verbindung bringen lassen. Für sie änderte sich wenig. Einige dürften darauf spekulieren, dass der Staat bald an seine Grenzen bei der Bereitstellung von mehr Transportmöglichkeiten kommt.

Die kubanischen Medien griffen indes die verschiedenen Meinungen zu dem Thema auf und ließen auch Kritiker der Maßnahmen zu Wort kommen. Die Zeitung des kommunistischen Jugendverbands, „Juventud Rebelde“, forderte die Regierung zu einer Lösung im Konsens mit den Taxifahrern auf. In einem Videobeitrag der staatlichen Nachrichtenagentur ACN wurden auch die Fahrer nach ihrer Sicht der Dinge befragt: Zu teurer Treibstoff, zu wenig Ersatzteile wurden von ihnen als die wichtigsten Probleme bezeichnet. „Der Staat könnte uns wenigstens irgendwas geben, eine Batterie, einen Reifen, irgendetwas“, kommentierte ein Fahrer gegenüber dem Reporter.

Von Marcel Kunzmann / Amerika21

Havannas Taxifahrer im Streik

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Sammeltaxi in Havanna (Quelle: Havana Times)

Dieser Tage werden wir Zeuge eines Machtkampfs zwischen den Regierungsautoritäten und privaten Sammeltaxifahrern in Havanna. Die Regierung will eine gewisse Order in Kraft setzen, was einen lautlosen Streik provoziert hat. Ohne Poster und Reden, aber sehr effektiv laut dem was wir auf der Straße sehen.

„Ich habe zwei Stunden in Vibora (Stadtteil) auf ein Auto gewartet und konnte nicht ein einziges anhalten. Jedes Mal wenn die Regierung eine neue Resolution gegen private Taxifahrer ausgibt sind es wir Kubaner ohne Auto die den Preis bezahlen müssen“, sagte mir ein genervter Arbeiter.

Die lokale Regierung hat jüngst Preise und Routen für private Taxifahrer eingeführt, die meisten von ihnen fahren alte Autos aus den 1950er Jahren die mit modernen Dieselmotoren ausgestattet sind, da dies der billigste Treibstoff auf dem Schwarzmarkt ist.

Vor einigen Monaten wurden sie angewiesen die Preise zu senken. Die Antwort der Fahrer war es, ihre Routen um die Hälfte abzukürzen so dass sie weiterhin gleich viel Geld verdienen konnten. Es waren vor allem die Fahrgäste die beeinträchtigt wurden, indem sie gezwungen waren das Taxi auf halbem Wege zu wechseln.

Jetzt hat ihnen die Regierung neue Preise zusammen mit Routen auferlegt, um zu verhindern dass sie die Maßnahme umgehen. Die Bürger wurden aufgefordert Fahrer zu melden, die gegen die Regeln verstoßen, die dann mindestens ein Bußgeld bezahlen müssen, ihre Lizenz oder sogar ihr Auto verlieren können.

Die Antwort der Taxifahrer war es jetzt diesen Streik zu starten, der die Anzahl der Autos auf den Straßen drastisch reduziert hat und damit Unzufriedenheit bei der Bevölkerung provoziert. Als wäre das nicht schon merkwürdig genug hört man vor allem von Fahrgästen Klagen über die Provinzregierung, weniger von den Fahrern selbst.

Am Ende des Tages sind die Leute irgendwo weise, denn die Regierung hat sich als unfähig erwiesen ihre eigenen Ziele zu erfüllen und es sind die normalen Kubaner die Leiden, denn privater Transport wurde mittlerweile zur Notwendigkeit.

Es gibt manche Extremisten die hier und da erschienen sind und die, um sich politische Sporen zu verdienen, die Massen dazu aufrufen mit dem kindischen Slogan „Nicht einen Schritt zurück!“ gegen die Taxifahrer zu kämpfen, als wären die selbstständigen Taxifahrer die rund um die Uhr arbeiten die Ursache des Problems.

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Leute die im Privatsektor als Transporteure arbeiten, haben weder Zugang zu Großmärkten für Treibstoff noch zu dringend benötigten Ersatzteilen (Quelle: Havana Times)

Die vergessen, oder haben nicht den Mut sich zu erinnern, dass die nationale Krise schon über 50 Jahre andauert, lange bevor Präsident Raúl Castros mehr private Taxis erlaubte. Die „guagas“ (Busse) hatten nicht einmal in den besten Jahren den Bedarf decken können.

Als die Lokalregierung und das Transportministerium (MITRANS) den Markt öffneten, taten sie das ohne Regulierungen für Tarife, Routen, Fahrpläne und Treibstoffversorgung zu verabschieden. Solche Regelungen existieren jedoch in einer großen Anzahl von Ländern, die über kein planwirtschaftliches System verfügen.

Wie dem auch sei, Regierungsfanatiker sind nicht dumm. Es ist einfacher Slogans gegen Taxifahrer zu schreien als gegen das Transportministerium, auch wenn genau diese Institution plant, Versprechungen macht und dafür Millionen von Dollarn verwendet um immer wieder aufs neue zu versagen.

Das einfachste ist es, die Fahrer für all diese Probleme verantwortlich zu machen, sie zu den Leuten zu machen die verantwortlich sind für alles was passiert, so wie es die Rechte in Europa und die USA in Bezug auf Migranten gerade machen. Es ist die uralte Methode einen Sündenbock zu finden und die Massen auf ihn los zu lassen.

Ich versuche nicht diese Fahrer zu verteidigen, deren Preise möglicherweise übertrieben erscheinen, beachtet man den Fakt dass sie all ihren Diesel auf dem Schwarzmarkt für 0,40 US$ pro Liter kaufen. Hinzu kommt: Es gibt verschiedene Klassen von Fahrern, es gibt die Bosse und dann gibt es deren Angestellte.

Ein Boss kann mehrere Autos (von einem bis hin zu 20) besitzen und verschiedene Fahrer anstellen. Die Bosse können zu Hause sitzen und jeden Monat mehr als 1.000 US$ pro Auto verdienen, während die Fahrer lediglich 250 US$ bekommen und gleichzeitig 10 bis 12 Stunden pro Tag mit Arbeit verbringen müssen.

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Auch in anderen Provinzen kam es zu Problemen zwischen der lokalen Regierung und privaten Transportdienstleistern (Quelle: Havana Times)

Wir können also nicht einmal von den Fahrern als solchen sprechen oder sie alle über einen Kamm scheren. Wir müssen analysieren was es sie kostet, ihre teilweise mehr als 60 Jahre alten Autos am laufen zu halten während sie 12 Stunden am Tag fahren. Darüber hinaus muss man in Rechnung stellen wie viel sie für Ersatzteile, Reifen und Batterien ausgeben.

Ich frage mich ob es irgendwelche Treffen zwischen privaten Fahrern und der Provinzregierung gab, ob es irgendeine Form von Koordinierung zwischen beiden Parteien gibt. Erhalten die Fahrer irgendeine Unterstützung von der Regierung, um benötigte Ersatzteile zu importieren oder um ihre Motoren zu wechseln?

Die Legalisierung neuer Formen von Eigentum an Produktionsmitteln muss von neuen Beziehungen begleitet werden. Dialog und Verhandlung kann mit Selbstständigen zu besseren Erfolgen führen als hartes Durchgreifen.

Der König rät dem kleinen Prinzen „von jedem die Pflicht zu verlangen, die er leisten kann. Akzeptierte Autorität basiert vor allem auf Vernunft. Wenn du deinen Leuten befiehlst sich im Meer zu ertränken, werden sie sich in einer Revolution erheben. Ich habe das Recht Folgsamkeit zu fordern, weil meine Befehle vernünftig sind.“

Dieser Artikel ist von Fernando Ravsberg. Der gebürtige Uruguayaner lebt als ehemaliger BBC-Korrespondent seit vielen Jahren in Havanna. Der Artikel erschien zunächst auf Spanisch und Englisch.


„Wir arbeiten für den Schutz der Mehrheit“

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Tatiana Viera Hernández (Quelle: Tribuna)

Das Interesse der Bevölkerung Havannas in Bezug auf auf die Transportpreise von privaten Dienstleistern in Rechnung stellend, willigte Tatiana Viera Hernández, Vizepräsidentin für Kontrolle und Aufsicht beim Verwaltungsrat der Provinz ein, einige Ausführungen exklusiv gegenüber „Tribuna de La Habana“ (Lokalzeitung der Stadt) zu machen.

Tribuna: Versucht man Maßnahmen anzuwenden, um Änderungen in den (bisher) vorgesehenen Referenzpreisen zu erwirken?

Hernández: Erstens gibt es keine neuen Preise für die privaten Taxifahrer der Hauptstadt. In diesem Moment haben wir lediglich die Preise für die einzelnen Routenabschnitte präzisiert, für jene Routen die am 14. Juli 2016 im Rahmen der Vereinbarung 185 des Rats der Provinzverwaltung bestätigt wurden.

Tribuna: Warum jetzt?

Hernández: Sechs Monate nach Inkrafttreten der Resolution, führte die Provinzverwaltung eine Evaluation der hauptsächlichen Verstöße durch, welche festgestellt wurden. In Übereinstimmung mit dem Stand der öffentlichen Meinung die von der Bevölkerung Havannas ausgedrückt wurde ist bekannt, dass eine Gruppe von Transporteuren nicht-staatlicher Verwaltung die Maximalpreise verletzt haben, die mit jener Resolution eingeführt wurden. Dabei wurde bei Zwischenhalten bis zu zwei oder dreimal kassiert, nämlich die Preise für die gesamte Route.

Tribuna: Warum äußert sich der Rat der Provinzverwaltung?

Hernández: In erster Linie weil unsere staatliche und moralische Aufgabe eben genau im Schutz des Volkes besteht, bei dem auch der Arbeiter auf eigene Rechnung nicht ungeschützt bleibt weil auch er Bürger ist und seine Familie erhält die Leistungen des Staates.

Als man die Höchstpreise festgelegt hat, wurden die Ausgaben dieser Transporteure in Rechnung gestellt. Ohne Zweifel stützen wir unsere Argumente auf eine Studie die ausreichende Informationen in Bezug auf die Gewinne dieser Aktivität bietet.

Wir arbeiten für den Schutz der Mehrheit und des Teils der Bevölkerung, der diese Dienstleistung nicht in Anspruch nehmen kann, ihnen die Möglichkeit gebend diese Taxis mit der Bezahlung des Tarifs benutzen zu können, je nach zurückgelegter Strecke. In diesen Autos werden unsere Gesundheitstechniker transportiert, Studenten, Facharbeiter, Professoren, Rentner,…

In keinster Weise wird die Bevölkerung im Rahmen der Anstrengungen die wir unternehmen ungeschützt bleiben. In der Tat haben die privaten Transporteure lediglich einen Anteil von 26 Prozent an der Bevölkerung die in der der Hauptstadt transportiert wird, während unsere Busse jeden Tag durchschnittlich 1,3 Millionen Menschen transportieren.

Quelle: Tribuna de La Habana (Spanisch)

Kubas Hauptstadt führt neue Festpreise für Sammeltaxis ein

Boteros de La Habana. Transporte en Cuba. Foto: José Raúl Concepción/Cubadebate

Boteros de La Habana. Transporte en Cuba. Foto: José Raúl Concepción/Cubadebate

Havanna. Die Stadtregierung der kubanischen Hauptstadt Havanna hat neue Festpreise für die rund 5.000 privaten Sammeltaxis bekannt gegeben, die in der zwei Millionen Einwohner-Metropole operieren. Sie stellen einen wichtigen Teil des Transportsystems der Stadt dar. In letzter Zeit verkürzten sie immer häufiger die Routen oder versuchten die Preise zu erhöhen. Aufgrund zurückgehender Öllieferungen aus Venezuela hat sich die Verfügbarkeit von Treibstoff auf der Insel verschärft.

Die neuen Preise wurden in einer offiziellen Mitteilung in den staatlichen Medien veröffentlicht und beziehen sich auf ein Gesetz vom 14. Juli 2016, bei dem bereits erste Preisobergrenzen beschlossen wurden. Mit der neuen Preisliste wurden die Preise noch weiter gesenkt und teilweise um bis zu 50 Prozent reduziert, da jetzt einzelne Haltepunkte genauer abgerechnet werden müssen.

Havannas Sammeltaxis, auch „Maquinas“ oder „Almendrones“ genannt, sind im Zuge der wirtschaftlichen Reformen der vergangenen Jahre als Alternative zum überlasteten staatlichen Busnetz entstanden und werden täglich von über 175.000 Bewohnern der Hauptstadt genutzt. Dort sind derzeit rund 5.000 Fahrzeuge als Sammeltaxis im Einsatz, die meisten davon US-amerikanische Oldtimer. Sie fahren feste Routen innerhalb der Stadt ab und operieren nach dem „Hop on, hop off“-Prinzip. Eine Fahrt kostet in der Regel zwischen fünf und 20 kubanische Pesos, was 20 bis 80 Eurocent entspricht.

Nachdem Präsident Raúl Castro im Sommer vergangenen Jahres Sparmaßnahmen ankündigte, erhöhten die Fahrer oftmals die Preise oder kürzten ihre Routen ab. Aufgrund der Einsparungen kam es zu Rationierungen bei der Benzinausgabe, was den Abgabepreis „unter der Hand“ erhöhte. Viele Sammeltaxifahrer beziehen ihr Benzin illegal auf dem Schwarzmarkt, wo der Preis nur einen Bruchteil der Tankstellenpreise beträgt. Sie argumentieren, dass sie bei den neuen Preisen ohne Zugang zu günstigeren Benzinkontingenten nicht kostendeckend arbeiten könnten. Sie fordern die Einrichtung eines gewerblichen Großmarkts.

In ersten Reaktionen wurden die neuen Preise begrüßt, allerdings mahnten Kommentatoren zur Vorsicht. Preisobergrenzen führten vergangenes Jahr zur zeitweisen Einschränkung des Angebots und es ist fraglich, wie die Einhaltung der neuen Preise kontrolliert werden soll. Havannas Stadtregierung hat inzwischen jedoch eine Beschwerdenummer eingerichtet. Bei Verstößen drohe der Lizenzentzug, heißt es in der aktuellen Pressemittelung.

Am vergangenen Freitag zeigte sich auf Havannas Straßen ein ähnliches Bild wie bei Einführung der letzten Preisobergrenzen im Juli. An den wichtigsten Haltepunkten warten die Menschen auf ein Sammeltaxi, von denen nach Bekanntwerden der neuen Regeln nur wenige zur Arbeit erschienen waren. Einige wollten nur „von Ort zu Ort“ fahren, um so die Preisgrenzen zu umgehen. Eine dauerhafte Lösung scheint weiterhin nicht in Sicht.

von Marcel Kunzmann / Amerika21

Link zur neuen Preisliste: siehe Cubadebate