Corona-Update für Kuba (16): Steigende Fallzahlen und die Rolle der Mutanten

Seit Ende März sind die Corona-Fallzahlen auf Kuba wieder am steigen. Zuletzt wurde immer häufiger vierstelliges Niveau erreicht. Vor allem die Situation in der Hauptstadt Havanna, auf die ein Großteil der täglichen Neuinfektionen entfällt, hat sich weiter angespannt. Zum jüngsten Anstieg könnten indes die vermehrt auftretenden Mutationen des ursprünglichen Virus beigetragen haben, die in Havanna mit am häufigsten entdeckt wurden. Vergangene Woche stellten Kubas Epidemiologen die Ergebnisse einer dreimonatigen Studie vor, in deren Rahmen seit Dezember die Verbreitung der verschiedenen Corona-Varianten untersucht wurde. Demnach könnte der ursprüngliche Virusstrang auf der Insel schon bald verdrängt werden. Wie effektiv die kubanischen Impfstoffe auch gegen die heimisch gewordenen Varianten funktionieren, wird derzeit im Rahmen einer breit angelegten dritten Studienphase untersucht. Deren Ergebnisse dürften in rund zwei Monaten vorliegen. Im Rahmen einer Notfallzulassung sollen bis dahin bereits große Teile Havannas geimpft sein… Weiterlesen

Corona-Impfkampagne soll im Juli starten

Nach Abschluss der Studien soll der Start der Massenimpfungen auf Kuba im Juli erfolgen (Quelle: Cubadebate)

Während die Fallinzidenz in Kuba auf hohem Niveau verharrt, hat die Erprobung der kubanischen Corona-Impfstoffe Soberana 02 und Abdala jüngst die letzte Phase erreicht. Bis Ende März haben laut der Parteizeitung Granma sämtliche Teilnehmenden mindestens die erste Dosis im Rahmen der dritten Studienphase erhalten. Auch die Erprobung des Impfstoffs Abdala schreitet voran. Sollte die Evaluierung erfolgreich verlaufen, will das Land seine Impfkampagne mit beiden Wirkstoffen im Juli starten. Weiterlesen

Corona-Update für Kuba (15): Ein Jahr Pandemie

Gestern vor genau einem Jahr wurde auf Kuba der erste Coronafall gemeldet. Seither erlebte das Land mehrere regionale und überregionale Lockdowns und durchläuft in Folge des weltweiten Tourismus-Einbruchs gerade die schwerste Wirtschaftskrise seit den 1990er Jahren. Auch wenn Kuba eine Überlastung des Gesundheitssystems erfolgreich vermeiden konnte und dank umfangreicher Prävention und schneller Eindämmungsmaßnahmen nur niedrige Todeszahlen vorzuweisen hat, stellt Corona das Land auf eine harte Probe. Nach dem erneuten Ausbruch im Dezember stagnieren die Infektionszahlen mittlerweile auf hohem Niveau, während die ökonomischen Folgen der Pandemie immer deutlicher zu Tage treten. Doch das Licht am Ende des Tunnels wird langsam heller: Mit „Soberana 02“ ist ein kubanischer Impfstoff jetzt in der letzten der drei Studienphasen angelangt und wird bereits mit Hochdruck produziert. Wenn alles gut läuft, könnte die Insel im Juli mit der Massenimpfung der Bevölkerung beginnen. Weiterlesen

Corona-Update für Kuba (14): Das sind die kubanischen Impfstoffe

Kuba befindet sich inmitten der dritten Welle: Erstmals seit Beginn der Pandemie haben die Neuinfektionen auf der Insel vierstelliges Niveau erreicht, noch scheint der Lockdown nicht zu greifen. Besonders stark betroffen sind diesmal vor allem die östlichen Provinzen Guantánamo und Santiago de Cuba. Für Reisende gelten seit heute neue Quarantäneregeln, womit der Tourismus inmitten der traditionellen Hochsaison einen herben Einschnitt erlebt. Hoffnung macht indes die Erprobung der kubanischen Impfstoffe, deren technische Details in dieser Folge ausführlich besprochen werden. Wenn alles glatt läuft, könnte Kuba bereits im April mit der Impfkampagne beginnen. Unter dem Motto „Strand, Karibik, Mojito und Impfstoff“ stellt das Land in einem TV-Spot bereits einen möglichen „Impf-Tourismus“ in Aussicht. „Cuba heute“ hat beim kubanischen Fremdenverkehrsamt nachgefragt, was hinter dem Werbefilmchen steckt.

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