Corona-Update für Kuba (12): Havanna empfängt erste Besucher, Fallzahlen weiterhin niedrig

Nach Varadero empfängt jetzt auch die kubanische Hauptstadt Havanna erstmals seit März wieder ausländische Gäste. Damit ist die von Präsident Miguel Díaz-Canel angekündigte Öffnung des Tourismus weitgehend abgeschlossen. Lediglich drei der 16 Provinzen sind aufgrund der Infektionslage für Reisende noch tabu. Bis auf vereinzelte, kleinere Ausbrüche konnte das Virus in den letzten Wochen auf der Insel sehr gut in Schach gehalten werden. Während Kubas Forscher an weiteren Impfstoffkandidaten arbeiten, mahnte Havannas Parteisekretär trotz der strengen Hygieneauflagen, das bisher Erreichte mit der Öffnung nicht aufs Spiel zu setzen. Weiterlesen

Corona-Update für Kuba (11): Neue Maßnahmen seit Montag in Kraft

Rund vier Monate nach dem ersten Lockerungs-Fahrplan hat Kuba inzwischen seine Corona-Maßnahmen aktualisiert. Am Donnerstag kündigte Präsident Miguel Díaz-Canel in einer Sondersendung zusammen mit Premierminister Manuel Marrero die geänderten Pläne an. Es gehe jetzt darum „eine neue Normalität des Zusammenlebens mit der Krankheit zu finden, ohne große Risiken einzugehen“, so Díaz-Canel. Dabei steht eine größere Eigenverantwortung der Bürger im Mittelpunkt. Gewisse Grundregeln wie das Abstandhalten und der Mund-Nasenschutz müssten zur Selbstverständlichkeit werden, gleichzeitig will man die vereinfachten neuen Regeln konsequenter überprüfen und damit ihre langfristige Machbarkeit sicherstellen. Der Kampf gegen Covid-19 wurde auch auf Kuba vom Sprint zum Marathon. Weiterlesen

Corona-Update für Kuba (10): „Neue Normalität“ in Havanna

Nach zwei Monaten des Lockdowns kehrt Havanna im Oktober zurück in eine „Neue Normalität“. In den vergangenen Wochen haben die Fallzahlen der Hauptstadt wieder einstelliges Niveau erreicht. Jetzt geht es darum, eine Koexistenz mit dem Virus zu finden, ohne die Kontrolle zu verlieren, forderte Präsident Miguel Díaz-Canel. Seit Samstag verkehren in Havanna wieder Busse und Taxis, die nächtliche Ausgangssperre ist aufgehoben. Restaurants und Kinos haben mit halber Bestuhlung geöffnet, vom Rest des Landes bleibt die Stadt jedoch isoliert. Die meisten Neuinfektionen ereignen sich inzwischen in der Provinz Ciego de Ávila. Zwei Ausbrüche in Krankenhäusern haben dort seit Anfang September die Fallzahlen in die Höhe schnellen lassen. Weiterlesen

Corona-Update für Kuba (9): Lockdown in Havanna verlängert, neue Ausbrüche in Ciego de Ávila

Der ursprünglich bis zum 15. September geplante Lockdown in Havanna ist bis Ende des Monats verlängert worden. Wie Gouverneur García Zapata erklärte, habe man das Virus in der Stadt bisher nicht ausreichend eindämmen können. Rückschläge gab es auch in Zentralkuba: zwei größere Ausbruchsereignisse in Krankenhäusern machten zuletzt die Abriegelung der Provinz Ciego de Ávila erforderlich, am Sonntag wurde auch der übrige Fernverkehr auf Kuba eingestellt. Am 4. September landete indes die erste kanadische Touristenmaschine seit Beginn der Pandemie auf Cayo Coco. Bis der Tourismus im Rest des Landes wieder aufmacht, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Weiterlesen

Corona-Update für Kuba (3): Erste Erfolge bei der Eindämmung des Virus

Auf Kuba scheinen die Maßnahmen gegen das Corona-Virus langsam aber sicher zu greifen: die Anzahl der täglichen Neuinfektionen ist inzwischen rückläufig und auch von der berühmten Reproduktionszahl gibt es gute Neuigkeiten. Kubas Chefepidemiologe Francisco Durán warnte jedoch, jetzt nicht locker zu lassen. Die Ende März beschlossenen Maßnahmen zur sozialen Distanzierung wurden von der Regierung bereits um einen weiteren Monat verlängert. Indes rücken die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie auch auf Kuba stärker in den Fokus der Debatte.

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Corona-Update für Kuba (2): Einzelhandel und Transport gehen in den „Shutdown“

Die Anzahl der Covid-19 Erkrankten auf Kuba steigt weiter. Die langen Schlangen vor den Geschäften gelten als eines der Hauptprobleme bei der Verhinderung von Neuinfektionen, wie Vertreter des Gesundheitsministeriums zuletzt immer häufiger betonten. Jetzt hat die Regierung mit neuen Maßnahmen reagiert, die den Einzelhandel und Transportsektor betreffen. Beide Bereiche werden ab morgen in eine Art Notbetrieb umstellen, welcher den Kontakt im öffentlichen Raum drastisch reduzieren soll. Dabei könnte der Onlinehandel, der auf Kuba noch in den Kinderschuhen steckt, von einem Aufschwung profitieren. Erstmals wurden gestern auch die offiziellen Modellierungen des Gesundheitsministeriums über mögliche Szenarien zum weiteren Verlauf der Pandemie auf der Insel veröffentlicht.

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Corona-Update für Kuba (1): Ausgangssperre in Santiago, keine Quarantäne in Havanna?

Um angesichts der Fülle an Informationen die auch auf Kuba jeden Tag zur Corona-Pandemie entstehen nicht den Überblick zu verlieren, gibt es mit dem „Corona-Update“ auf Cuba heute eine neue Rubrik, in der in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen die wichtigsten Entwicklungen zu Covid-19 auf der Insel dokumentiert werden. Das soll für mehr Übersicht bei der Berichterstattung sorgen und die zahlreichen Meldungen einordnen helfen. Den Anfang machen immer die aktuellen Daten zum Stand der Virusbekämpfung und Neuigkeiten über die Lage vor Ort, gefolgt von anderen Themen. In der ersten Ausgabe geht es unter anderem um die Ausgangssperre in Santiago und die Lage in Havanna; ein neues Medikament auf dem Radar der kubanischen Mediziner sowie eine App, mit der kommerzielle Hamsterkäufe verhindert werden sollen.

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Corona in Kuba: Teile Havannas ab heute unter Quarantäne

Ab Freitag 20 Uhr befindet sich das Gebiet „El Carmelo“ in Havannas Stadtteil Vedado unter Quarantäne (Quelle: Cubadebate)

Der Parteichef von Havanna, Luis Antonio Torres Iríbar, hat heute die Abriegelung eines Teils der kubanischen Hauptstadt bekannt gegeben, um die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus zu stoppen. Ab Freitag 20 Uhr soll das Gebiet „El Carmelo“ in Vedado, in dem 27.000 Menschen Leben, für unbestimmte Zeit unter Quarantäne gestellt werden. Offenbar hatte sich dort ein Infektionscluster gebildet.

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Medikament aus Kuba zur Behandlung des Coronavirus bald auch in Deutschland?

Krisenmanagement in Zeiten von Corona: Kubas Premierminister Manuel Marrero (links) und Präsident Miguel Díaz-Canel (Mitte) treten genauso wie viele ihrer Landsleute nur noch mit Atemschutzmaske in der Öffentlichkeit auf (Quelle: Granma)

Der in Kuba entwickelte antivirale Wirkstoff Interferon Alpha-2B könnte bald auch in Deutschland zur Behandlung von Covid-19 Patienten eingesetzt werden. Laut einer Meldung der deutschen Auslandshandelskammer in Havanna (AHK) laufen derzeit Verhandlungen zwischen der staatlichen Unternehmensgruppe BioCubaFarma und dem sächsischen Unternehmen Profümed über die Einfuhr der ersten Chargen.

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Corona-Pandemie auf Kuba: Zahl der Infizierten steigt auf 80

Karte zur Corona-Ausbreitung in Kuba (eigene Darstellung auf Basis von Proyecto Inventario)

Nach jüngsten Angaben haben sich auf Kuba mittlerweile 80 Personen mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Am Donnerstag ereignete sich auf der Insel der zweite Todesfall. Vertreter des kubanischen Gesundheitsministeriums (MINSAP) gaben heute auf einer Pressekonferenz neue Zahlen zur Ausbreitung des Virus bekannt. Am stärksten betroffen ist demnach die Hauptstadt Havanna mit 24 Fällen.

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