Die Landwirtschaftsreform beginnt

Im Mai ist das 1963 erlassene Verbot privater Rinderschlachtungen gefallen (Quelle: OnCuba)

„Alle neu macht der Mai“ stimmt auf Kuba heuer nicht in jeder Hinsicht. Genau wie im letzten Jahr fand der Tag der Arbeit auf der Insel nämlich wieder in virtueller Form statt. Bis auf eine Kranzniederlegung von höchster Stelle war der Revolutionsplatz in Havanna zwar festlich geschmückt, ansonsten aber menschenleer. Auch die Ansprache von Gewerkschaftspräsident Ulises Guilarte de Nacimiento, der auf die schwierige Lage des Landes verwies, war deutlich knapper als sonst. Damit fiel die weltweit größte Maidemonstration Corona-bedingt zum zweiten Mal in Folge aus. Auf wirtschaftlichem Gebiet beginnt sich im Mai jedoch einiges zu verändern… Weiterlesen

Kuba beschließt „Sofortpaket“ für die Landwirtschaft

Der frischgebackene Landwirtschaftsminister Ydael Pérez Brito steht vor großen Aufgaben (Quelle: ACN)

Kuba hat einen neuen Landwirtschaftsminister: unmittelbar vor dem anstehenden Parteitag der regierenden Kommunistischen Partei wurde der bisherige Leiter des Agrarministeriums, Gustavo Rodríguez Rollero, „auf Vorschlag des Präsidenten“ abgelöst, wie die Parteizeitung „Granma“ in einer knappen Note bekannt gegeben hat. Zu dessen Nachfolger wurde der 48-jährige Agrarökonom Ydael Pérez Brito ernannt. Ihm kommt die Umsetzung einer weitreichenden Reform der kubanischen Agrarpolitik zu, deren Grundzüge erstmals vergangenen November vorgestellt wurden. Angesichts der anhaltend prekären Versorgungslage versucht Miguel Díaz-Canel bei der Realisierung der Vorhaben noch vor dem Kongress aufs Tempo zu drücken. Weiterlesen

Kuba verabschiedet Tierschutzgesetz

Tierschutzaktivisten forderten auf Kuba schon länger eine entsprechende Gesetzgebung (Quelle: Flickr)

Havanna. In Kuba ist ein umfangreiches Dekret zum Tierschutz beschlossen worden. Damit habe man auf Bedenken und Forderungen reagiert, die in der landesweiten Debatte über die neue Verfassung vor drei Jahren geäußert und seither diskutiert wurden. Zu den Aufgaben des Gesetzes gehören unter anderem die Verhinderung der Einschleppung exotischer Krankheiten, die Stärkung des veterinären Überwachungssystems, die Regelung der Tierarztpraxis sowie die erstmalige Festlegung grundlegender Tierwohlstandards in Landwirtschaft, Unternehmen und Zivilrecht. Von Edgar Göll → Weiterlesen auf Amerika21

Kuba gründet neue Aufsichtsbehörde für Gentechnik

Kubas Umweltministerium gab die Gründung einer neuen Aufsichtsbehörde für transgene Pflanzen in der Landwirtschaft bekannt (Quelle: Granma)

Kuba hat eine neue Aufsichtsbehörde für Gentechnik. Wie das kubanische Ministerium für Wissenschaft und Umwelt (CITMA) auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben hat, soll die neu geschaffene „Nationale Kommission für die Nutzung genetisch veränderter Organismen (OGM)“ deren Einsatz in der kubanischen Landwirtschaft regulieren. Weiterlesen

Kuba stellt eigenen Traktor vor

Kuba will den „Magric 80.2“ für eine mögliche Serienfertigung erproben (Quelle: Granma)

Wie die Parteizeitung „Granma“ berichtet, hat das Mechanikkombinat „Helden des 26. Juli“ in der ostkubanischen Provinz Holguín den Prototyp eines neuen Traktors entwickelt, welcher sich bereits in der Erprobung befindet. Der heckbetriebene „Magric 80.2“ soll mit seinen 80 Pferdestärken für diverse Einsatzbereiche in der Landwirtschaft in Frage kommen. Weiterlesen

Neue Landwirtschaftspolitik: Regierung beendet staatliches „Acopio“-Monopol

Bauernmärkte, wie hier in Havanna, sollen in Zukunft ein breiteres Angebot präsentieren können (Quelle: Commons)

Kubas Ministerrat hat eine tiefgreifende Reform der Landwirtschaftspolitik beschlossen. Private Bauern, Kooperativen und andere Lebensmittelproduzenten dürfen ihre Erzeugnisse jetzt über verschiedene Kanäle direkt vermarkten, womit die bisherige Monopolstellung des staatlichen Abnehmers „Acopio“ beendet wird. Darüber hinaus können Landwirte erstmals Düngemittel, Traktoren und andere Zwischengüter gegen Devisen importieren und Produkte ohne Umwege im Einzelhandel anbieten. Weiterlesen

Umsetzung der neuen Wirtschaftsstrategie macht Fortschritte

Seit September können auf Kuba private Betriebe und Genossenschaften ihre Produkte ins Ausland exportieren, den Anfang machten Limetten aus der Provinz Mayabeque (Quelle: Cubadebate)

Zwei Monate nach Ankündigung rascher Reformen angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind in Kuba inzwischen erste Aspekte des Programms in der Umsetzung. Wie das Außenhandelsministerium (MINCEX) gemeldet hat, befinden sich derzeit über 700 private Gewerbe sowie 119 Kooperativen in Verhandlungen. Erste Exportverträge nach Spanien sowie ein Abkommen mit einem Unternehmen aus Panama laufen bereits. Weiterlesen

Kuba erlaubt Anbau transgener Pflanzen

Transgener Mais soll in Kuba höhere Erträge erzielen (Quelle: Pixabay)

Kuba hat ein neues Gesetz erlassen, das den Anbau gentechnisch veränderter Organismen in der Landwirtschaft erlaubt. Damit will die Insel die kontrollierte Nutzung transgener Pflanzen zur Verbesserung der Ernährungssicherheit nutzen. Kuba muss 70 Prozent der im Land verbrauchten Lebensmittel importieren, wovon der größte Teil durch lokale Produktion ersetzt werden könnte.

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Versorgungskrise in Kuba: Regierung will Lebensmittelproduktion ankurbeln

Schlange vor einem Geschäft in Havanna. Wie Agrarminister Rollero erklärte, kann das Land die hohe Importquote von 70 Prozent der Lebensmittel nicht mehr aufrecht erhalten (Quelle: Cubanet)

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie machen sich auf Kuba inzwischen in Form von Engpässen bei der Lebensmittelversorgung bemerkbar. Der Präsident der sozialistischen Inselrepublik, Miguel Díaz-Canel, erklärte die Landwirtschaft unlängst zur Priorität der Regierung. Mit neuen Vermarktungsmöglichkeiten für Produzenten sowie dem Ausbau der urbanen Landwirtschaft soll eine weitere Zuspitzung der Situation verhindert werden.

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Digitalisierung als Wachstumsmotor: mehr Autonomie für Kubas Software-Unternehmen

Kubas erster IT-Technologiepark an Havannas Informatikuniversität „UCI“ soll demnächst eröffnen und zur Basis für Software-Exporte werden (Quelle: Cubadebate)

Um den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu begegnen, hat Kubas Regierung zuletzt die beschleunigte Umsetzung einiger Reformvorhaben angekündigt. Nach der geplanten Öffnung des Außenhandels für den Privatsektor wurden gestern sechs weitere Gesetze vorgestellt, mit denen die Entwicklung exportorientierter Softwareunternehmen auf der Insel gefördert werden sollen. Weitere Neuerungen gibt es auf dem Bereich der Landwirtschaftspolitik: um mehr Anreize für die Produktion von Lebensmitteln zu schaffen, soll der staatliche Agrarmonopolist „Acopio“ künftig restrukturiert und um „flexiblere Vermarktungsformen“ ergänzt werden, wie Landwirtschaftsminister Gustavo Rodríguez Rollero im Fernsehen ankündigte.

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