Neues Abkommen zwischen ETECSA und Google in der Mache

Googles Vorführraum im Atelier des kubanischen Künstlers „kcho“ wurde im Jahr 2016 eröffnet und markiert den Beginn der offiziellen Zusammenarbeit zwischen dem US-Konzern und der Insel (Quelle: Commons)

Kubas Telefonanbieter ETECSA unterzeichnete jüngst eine neue Absichtserklärung über weitere Zusammenarbeit zur Verbesserung des Internetzugangs auf Kuba. Demnach wird derzeit über ein sogenanntes „Peering“-Abkommen verhandelt, welches die Infrastruktur des kubanischen Anbieter direkt mit Google verbinden würde, der bisherige Umweg über Drittanbieter entfiele damit.

Dies soll die Latenzzeiten und Surfgeschwindigkeit von Internetnutzern auf Kuba verbessern. Laut Bericht der Tageszeitung „Granma“ arbeiten derzeit Experten beider Firmen an der Evaluierung der notwendigen Aufrüstungen bei der technischen Infrastruktur. Seit 2016 ist Google mit einem eigenen Technologiezentrum in den Hallen des Künstlers „kcho“ in Havanna aktiv. Zuletzt nahm Google im Jahr 2017 seine Cache-Server in Betrieb, die zum Zwischenspeichern von Daten dienen, was Dienste wie YouTube oder Gmail für Kubaner beschleunigen soll.

Nach letzten Angaben von ETECSA zeigte die Nutzung der Cache-Server „positive Resultate“, weshalb die Kooperation mit Google vertieft werden soll. Die Einrichtung der Server sowie das jetzt verhandelte Peering-Agreement gehören zu den Standard-Dienstleistungen, welche Google in den meisten Ländern der Welt kostenlos unterhält, um den Internetzugang zu beschleunigen.

Werbeanzeigen