Nachhaltige Ergänzung für Havannas Stadtverkehr

Die neuen E-Dreiräder verfügen über sechs Sitzplätze und kommen demnächst in Havannas Altstadt zum Einsatz (Quelle: Naturaleza Secreta)

Kubas Hauptstadt Havanna erhält dieses Jahr neue Elektro-Rikschas, welche den Verkehr in der Karibikmetropole klimaschonend verbessern sollen. Auf festen Routen werden die Sechssitzer tagsüber in der Altstadt Fahrgäste befördern und so den ÖPNV ergänzen. Die Aufladung der Akkus erfolgt Nachts mit den Speicherbatterien eines eigens geplanten Solarparks. Kubas Frauenföderation FMC setzt sich derweil dafür ein, dass sich mehr weibliche Fahrerinnen in die neue Transportkooperative eingliedern.

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Was tut Kuba gegen den Klimawandel?

Schwerölkraftwerk in Kuba (Quelle: Granma)

Auf der ganzen Welt ging heute die „Fridays for Future“-Bewegung für mehr Klimaschutz auf die Straße. Auch Kuba spürt die Folgen der vom Menschen verursachten Erderwärmung immer deutlicher in Form von Wetterextremen wie Tropenstürmen und anhaltenden Dürreperioden. In Folge steigender Meeresspiegel wird die Insel künftig noch stärker als heute unter den Folgen des Klimawandels zu leiden haben. Doch wie steht es um Klimaschutz und Nachhaltigkeit in dem sozialistischen Land?

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Neuer Hitzerekord auf Kuba: 39,1 Grad – niedriger als bei uns?

Am 30. Juni wurde auf Kuba ein neuer Temperaturrekord gemessen (Quelle: Cubadebate)

Wie das kubanische meteorologische Institut (INSMET) bekannt gab, wurde am vergangenen 30. Juni ein neuer Hitzerekord auf der Insel aufgestellt: Um 15:30 Uhr wurden an der Station Veguitas (Provinz Granma) erstmals 39,1 Grad Celsius gemessen – damit liegt Kubas Allzeithoch jedoch unter dem höchsten jemals gemessenen Wert in Deutschland. Wie kann das sein? „Cubaheute“ hat bei ARD-Meteorologe Sven Plöger nachgefragt, was es damit auf sich hat.

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Vier Monate nach dem Tornado in Havanna: die meisten Schäden sind beseitigt

Bis September soll der Wiederaufbau nach dem Tornado abgeschlossen sein, welcher Ende Januar über 8.000 Gebäude in Havanna beschädigte oder zerstörte (Quelle: Prensa Latina)

Gut vier Monate nachdem ein verheerender Tornado in der kubanischen Hauptstadt Havanna wütete, sind heute rund 80 Prozent der beschädigten Gebäude wieder instandgesetzt worden, wie die Nachrichtenagentur „Prensa Latina“ meldet. Die Windhose verwüstete in der Nacht auf den 28. Januar mehr als 1.000 Gebäude im Süden und Osten Havannas. Drei Menschen starben, während 172 Personen verletzt wurden. Weiterlesen

Wiederaufbau nach Tornado in Kuba schreitet voran

Rund 10.000 Personen wurden in Folge des Tornados aus den betroffenen Gebieten evakuiert, die meisten von ihnen sollen bis zum Ende des Jahres in ihre Häuser zurückkehren können (Quelle: Cubadebate)

Havanna. Rund drei Wochen nach dem verheerenden Tornado, der Ende Januar mehrere Stadtteile im Süden der kubanischen Hauptstadt verwüstete und dabei sieben Todesopfer forderte, kommt der Wiederaufbau in Havanna zügig voran. Rund die Hälfte der betroffenen Familien verfügen inzwischen über Materialien zur Instandsetzung ihrer Häuser, während der Ersatz der 730 völlig zerstörten Gebäude mit staatlichen Bautrupps unter Hilfe der Nachbarprovinzen organisiert wird. „Jetzt stehen die größten Herausforderungen an“, sagte Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel.

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Havanna nach dem Tornado: Grundversorgung kehrt zurück

Auf der Sitzung des kubanischen Ministerrats vom 2. Februar wurde der Stand des Wiederaufbaus diskutiert (Quelle: Cubadebate)

Eine Woche nach dem Tornado, welcher mehrere Stadtteile im Süden und Osten der kubanischen Hauptstadt Havanna verwüstet hat, konnte in den betroffenen Gebieten die Grundversorgung weitgehend wiederhergestellt werden. Der Wiederaufbau der 2.699 beschädigten und zerstörten Gebäude wird auf Weisung von Kubas Präsidenten indes schnellstmöglich angegangen. Inzwischen wurden auch nähere Informationen über offizielle Spendenkanäle veröffentlicht. Weiterlesen

Tornado über Havanna

Aufnahme des Tornados, welcher am Sonntagabend über Havanna hinwegzog (Quelle: Canal Habana)

Ein Tornado hat am frühen Sonntagabend eine Schneise der Verwüstung in der kubanischen Hauptstadt Havanna hinterlassen. Nach letzten Angaben vom Montagnachmittag (Ortszeit) sind drei Tote und 172 Verletzte zu beklagen, wie kubanische Medien berichten. Technikerbrigaden aus den Nachbarprovinzen wurden zur Verstärkung nach Havanna entsandt, um bei der Wiederherstellung der Strom- und Wasserversorgung der betroffenen Gebiete zu helfen. Weiterlesen

Kuba will Erntekalender dem Klimawandel anpassen

Kubas Zuckersaison fällt in diesem Jahr mager aus (Quelle: La Demajagua)

Havanna. Das sozialistische Kuba wird in diesem Jahr wohl kaum mehr als eine Millionen Tonnen Rohrzucker produzieren, wie nach Schätzungen der staatlichen Holding „Azcuba“ bekannt wurde. Das schlechte Ergebnis hängt offenbar auch mit der mehrjährigen Dürre zusammen, welche die Insel bis zur Mitte dieses Jahres heimsuchte. Das Land sucht aus diesem Grund nach Möglichkeiten, den traditionellen Erntekalender der Zuckerindustrie den Bedingungen des Klimawandels anzupassen

Mit einem Endergebnis von wenig mehr als einer Million Tonnen Rohrzucker weist die kubanische Zuckerindustrie in der Saison 2017/18 das schlechteste Ergebnis seit Jahren aus. Lediglich die Saison 2009/10, welche mit einem Ergebnis von rund 1,1 Millionen Tonnen die niedrigste Produktion seit fast einem Jahrhundert markierte, ist damit vergleichbar. Damit kann Kuba zwar den lokalen Bedarf decken, dürfte jedoch empfindliche Einbußen bei den Exporterlösen verzeichnen.

Bei der Analyse der Erträge der letzten Jahre rückten dabei neben den üblichen Faktoren – veraltete Maschinen und Anlagen – die Folgen des Klimawandels in der Rangordnung auf. Erst diesen Sommer ging auf Kuba eine dreijährige Dürreperiode zu Ende, welche den fortschreitenden Rückgang der Zuckerrohrernte seit 2015 maßgeblich beeinflusste, nachdem sich die schwer gebeutelte Industrie zuletzt ab 2011 wieder zu erholen begann.

„Man muss den Einfluss des Klimas in den letzten Saisons und den Einfluss auf die Planung der Zuckerrohrernte untersuchen“, forderte Kubas Präsident Díaz-Canel im Gespräch mit der Tageszeitung Granma, dem Zentralorgan der regierenden Kommunistischen Partei „Die Jahreszeiten ändern sich, und wir müssen in der Lage sein, uns ihnen anzupassen“, so der 59-jährige. Nach dem Ende der Dürre machten schließlich die schweren Regenfälle Anfang des Jahres Probleme. Von den 53 Zuckermühlen, die für die Ernte vorgesehen waren, konnten aufgrund der Niederschläge lediglich 29 eingesetzt werden. Um den Folgen des Klimawandels besser begegnen zu können, forderte Díaz-Canel die Zuckerindustrie dazu auf, den traditionellen Erntezeitraum, der von November bis April reicht, gegebenenfalls anzupassen und nach hinten zu verlängern.

Von Marcel Kunzmann / Amerika21

»Land unter« in Havanna

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Überflutete Straßen am Sonnabend in Havanna (Quelle: Reuters, jW)

Ein in Kuba häufig zu hörender Spruch lautet: »Alles Schlechte kommt aus dem Norden.« Nicht nur spanische Eroberer oder die Invasoren in der Schweinebucht, auch das schlechte Wetter und extreme Kaltfronten im karibischen Winter kommen von dort. Seit Tagen fegen orkanartige Sturmböen über den Atlantischen Ozean, dessen meterhohe Wellen ganze Küstenstreifen in West- und Zentralkuba überflutet haben. In Havanna sind Feuerwehr und Zivilverteidigung seit Sonnabend in Alarmbereitschaft versetzt. Auch andere Teile des Landes sind von extremen Naturphänomenen betroffen. So wurden im Osten seit dem 17. Januar mehrfach spürbare Erdbeben registriert, zuletzt am Sonntag vormittag (Ortszeit). […]

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Regenschauer hinterlassen Spur der Verwüstung in Havanna

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Große Teile von Havannas Altstadt standen vergangene Woche unter Wasser (Quelle: Elnuevodia)

Heftige Regenschauer haben vergangene Woche in Kubas Hauptstadt Havanna zum Tod von drei Personen sowie zahlreichen Sachschäden geführt. Mindestens 47 Gebäude sind nach offiziellen Berichten kollabiert, über 10.000 Personen sind von den Schäden betroffen. Am schlimmsten fiel die Bilanz in den Stadtteilen Centro, Cerro, Vieja, Plaza de la Revolución und Playa aus. 1.249 Personen mussten evakuiert werden.

Nach Berichten der Tageszeitung „Granma“ waren zwischenzeitlich über 1.400 Häuser überflutet, darunter 400 staatliche Einrichtungen. Der anhaltende Regen führte zudem zum Ausfall von über 40 Elektrizitätsnetzen, ein 23-jähriger Kubaner verlor sein Leben durch ein herabfallendes Stromkabel. Zahlreiche Straßen waren durch die anhaltenden Überschwemmungen nicht mehr befahrbar, was zu einem zeitweisen Kollaps des öffentlichen Verkehrs geführt hat.

Mittlerweile sind die Regenfälle in die zentralen und östlichen Landesteile weitergezogen. In Baracoa (Provinz Guantánamo) betrugen die Niederschläge jüngst über 350 Millimeter in 48 Stunden. Dort sind inzwischen mehr als 250 Hausdächer durch die starken Niederschläge beschädigt worden. Der kubanische Katastrophenschutz hat für die kommenden Tage Warnungen für weitere Provinzen ausgegeben. Bis vor kurzem noch machte eine schwere Dürre weiten Teilen Kubas zu schaffen, was in einigen Gebieten zur Rationierung der Wasserversorgung geführt hat.