Ein Jahr LTE-Netz auf Kuba: Digitalisierung im Zeitraffer

Kuba hat dieses Jahr neue Rahmenbedingungen für die Entwicklung seiner IT-Branche geschaffen (Quelle: TvAvila)

Rund ein Jahr nach der Inbetriebnahme des schnellen mobilen Internets kommt die Digitalisierung auf Kuba mit großen Schritten voran. Während Havannas jüngst eröffneter Technologiepark ein Drohnenprojekt vorantreibt, kann auf der Insel inzwischen an immer mehr Orten mit dem Smartphone bezahlt werden. Wie Kommunikationsminister Jorge Luis Perdomo auf Twitter bekannt gegeben hat, wird ab diesem Monat als weiterer Anreiz die Umsatzsteuer für den Verkauf von Apps und Onlinedienstleistungen entfallen Weiterlesen

Kuba öffnet Außenhandel für Privatsektor

Kubas Außenhandelsminister Rodrígo Malmierca kündigte gestern mehrere Reformen auf dem Bereich an (Quelle: Cubadebate)

Auf Kuba wurde gestern – mit Ausnahme von Havanna und der Provinz Matanzas – die erste Lockerungsphase der Corona-Maßnahmen eingeläutet. Am selben Tag kündigte die Regierung ein umfangreiches Reformpaket an, mit dem die Wirtschaft der Insel wieder in Gang gebracht werden soll. So soll der staatliche Außenhandel dezentralisiert und mehr Entscheidungskompetenz auf die Ebene der Unternehmen verlagert werden. Darüber hinaus werden Privatbetriebe erstmals Waren exportieren und mit ausländischen Investoren zusammenarbeiten können. „Cuba heute“ hat die Details…

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Kuba erlaubt Ausländern die Eröffnung von Konten

Künftig können auch Ausländer ohne festen Wohnsitz auf Kuba in US-Dollar shoppen (Quelle: Directoriocubano)

Vergangenen Oktober haben auf Kuba neue Läden eröffnet, in denen Konsumgüter gegen Fremdwährungen wie Euro und US-Dollar zu konkurrenzfähigen Preisen bezogen werden können. Jetzt wird diese Möglichkeit auch auf Ausländer ohne festen Wohnsitz auf der Insel ausgedehnt. Wie das Nachrichtenportal „Cubadebate“ berichtet, können diese ab sofort Konten auf Kuba eröffnen.

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Ära des bargeldlosen Bezahlens auf Kuba eingeläutet

Erdbeer-Milchshake per QR-Code mit Smartphone kaufen? Am Dienstag wurde das bargeldlose Bezahlen über die Handyapp „EnZona“ auf Kuba offiziell gestartet (Quelle: EnZona / FB)

Am Dienstagnachmittag wurde die Einkaufs-App „EnZona“ auf Kuba offiziell freigeschalten. Mehr als 11.000 Transaktionen sind allein in den ersten Stunden über den neuen Dienst abgewickelt worden. Mit dem weiteren Ausbau des Handynetzes könnte das bargeldlose Einkaufen schon bald zum Alltag in dem sozialistischen Land gehören. Auch staatliche und private Onlineshops, deren im Produkte im ganzen Land gelistet werden, sind damit möglich.

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„toDus“ bietet bargeldloses Bezahlen über Handyguthaben

Die Messenger-App „toDus“ zählt heute rund 174.000 tägliche Nutzer und wird von einem Team der Informatik-Universität Havannas (UCI) entwickelt (Quelle: toDus/FB)

Die kommende Version 0.20 des beliebten kubanischen Messengerdienstes „toDus“ wird als wesentliche Neuerung das bargeldlose Bezahlen mit der App einführen. Produkte können damit unkompliziert verkauft und mittels QR-Code gescannt werden, die Bezahlung erfolgt über das Handyguthaben des Käufers.

Damit könnte es auf Kuba bald zwei Apps zum bargeldlosen Bezahlen geben. Die vom staatlichen Hersteller „Xedit“ entwickelte App „Enzona“ soll sich ausschließlich dem E-Commerce widmen und befindet sich gerade in der Testphase. Die Bezahlfunktion von „toDus“ soll sich dabei explizit auch mit Produkten von „Enzona“ verknüpfen lassen, wie es in der Ankündigung des Entwickerteams heißt.

Die Digitalisierung des Landes zählt zu den Hauptprioritäten der kubanischen Regierung, auch die Förderung von eigenen Apps und Onlinehandel solll in diesem Rahmen vorangetrieben werden (Quelle: Cubadebate)

Die von Havannas Informatikuniversität UCI entwickelte Messenger-App ist vor rund einem Jahr veröffentlicht worden und wurde seitdem mehr als zwei Millionen Mal auf dem kubanischen App-Store „Apklis“ heruntergeladen. Sie zählt heute rund 174.000 täglich aktive Nutzer. Im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie will das sozialistische Kuba künftig Softwareentwicklung und Onlinehandel stärker fördern. Hierzu soll das Internet in der Fläche immer besser verfügbar gemacht werden. Bis 2020, so das Ziel, soll mindestens jeder zweite kubanische Haushalt über einen Internetzugang verfügen.

Kuba testet neue App zum bargeldlosen bezahlen

Darstellung der Entwicklungsversion der App des staatlichen Softwareherstellers Xedit (Quelle: Cubadebate)

Die kubanische Softwareschmiede „Xedit“ arbeitet derzeit an einer App, welche „den gesamten elektronischen Zahlungsverkehr der Insel vereinheitlichen“ soll, wie das Nachrichtenportal „OnCuba“ berichtet. Das Programm mit dem Namen „EnZona“ soll künftig bargeldlose Bezahlungen, Kundenbewertungen und andere Dienste mittels QR-Code auf dem Smartphone ermöglichen.

Mit der App sollen künftig „alle elektronischen Transaktionen“ zwischen Einzelpersonen sowie staatlichen und privaten Unternehmen abgewickelt werden, versprechen die Entwickler. Funktionieren soll die Anwendung ähnlich wie der chinesische Messenger-Dienst „WeChat“, mit dem im Reich der Mitte bereits heute fast überall bargeldlos bezahlt werden kann. Dabei wird es spezielle Profile sowohl für Kunden als auch Geschäftsbesitzer geben, welche die App jeweils für ihre Zwecke nutzen können.

Mittels QR-Codes können Kunden dann in Geschäften, Restaurants und anderen Dienstleistern das gewünschte Produkt einscannen und über das verknüpfte Girokonto Zahlungen tätigen. „Eine einzige Person wäre dann ausreichend, um die Rechnungen nach dem Kauf zu verifizieren“, berichtet „Cubadebate„. Auch anonyme Kundenbewertungen könnten über ein Feedback-Formular abgegeben werden. Damit sollen sich Transparenz und Komfort im staatlichen wie im privaten Gewerbe für alle Beteiligten verbessern. Auch die Buchhaltung soll mit der App stark vereinfacht werden.

In einem auf Facebook veröffentlichten Video zeigte der staatliche Hersteller Xedit bereits erste Anwendungsbeispiele für die App, deren Erscheinungsdatum noch nicht bekannt ist. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel machte die Digitalisierung zu einer Priorität seiner Regierung. Nach der Inbetriebnahme des mobilen Internets vergangenen Dezember sollen noch in diesem Jahr 17 neue Online-Shops entstehen, mit denen moderne bargedlose Bezahlsysteme getestet werden.