Die Erneuerung der kubanischen Filmindustrie – eine langfristige Aufgabe

Bei einem Treffen des kubanischen Instituts für Kinokunst und Produktion (ICAIC) bekräftigte der Vorsitzende Omar González den politischen Willen, die nationale Filmproduktion zu stärken und zu erneuern. Auf seiner Homepage gab das Institut Details über die kommenden Restrukturierungen bekannt. In diesen Prozess würden alle Kinoschaffende ohne Ausnahmen mit einbezogen.

Die Notwendigen Änderungen betreffen vor allem die Streichung vieler Festangestellter, die einen großen Teil des Budgets betreffen und in Zukunft durch kurzfristige Vertragspartner ersetzt werden sollen. Alle notwendigen Künstler sollen jedoch ihre Position behalten. Diese Einsparungen dürfen dabei jedoch keineswegs als ein kulturpolitischer Kahlschlag verstanden werden, vielmehr sollen im Laufe des Jahres Arbeitsgruppen gebildet werden, die in Kommissionen die notwendigen Einsparungen ermitteln und Alternativen erarbeiten.

Derzeit befindet man sich noch in der Analysephase, erst in den kommenden Jahren sind Änderungen zu erwarten. Die kubanische Filmproduktion genoss nach der Revolution hohes Ansehen und wurde berühmt durch Filme wie „Soy Cuba“ (1964), „Memorias del Subdesarrollo“ (1968), „Fresa y chocolate“ (1994) und viele andere. Auch in Zukunft soll sich die kubanische Filmproduktion nicht an Marktinteressen, sondern an kulturellen Werten orientieren, betonte Gonzalez. Bis die kubanische Filmindustrie jedoch wieder auf soliden ökonomischen Füßen steht, dürfte es allerdings noch eine Weile dauern.

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