EU-Parlament verabschiedet „Anti-Kuba-Resolution“

Die Mehrheit der Abgeordneten stellte sich in einer Resolution hinter die Position Washingtons (Quelle: T. Reckmann)

Brüssel/Havanna. Vier Europaabgeordnete zweier rechtskonservativer Parteien aus Spanien haben eine Plenardebatte im Europäischen Parlament (EU) über deren eigene Resolution mit dem Titel „Die Politische Situation und die Menschenrechte in Kuba“ initiiert. Sie verwiesen darin ausschließlich auf die „Künstler und Intellektuellen“ im Stadtteil San Isidro von Havanna, die sich als Bewegung (MSI) bezeichnen und so auch in westlichen Medien bekannt gemacht worden sind. Von Edgar Göll → Weiterlesen auf Amerika21

12 Gedanken zu „EU-Parlament verabschiedet „Anti-Kuba-Resolution“

  1. Was Edgar Göll hier von sich gibt ist schlichtweg gelogen. Vielleicht sollte er sich näher und die Akteure kümmern und nicht blind Regimepropaganda übernehmen.

    • Naja, von Herrn Göll ist nichts anderes zu erwarten, er gehört dem Netzwerk Cuba an, das Solidarität mit Cuba darin versteht, die Diktatur zu unterstützen und die Propaganda zu übernehmen und die Verschwörungserzählungen aus der Granma abzuschreiben. Das macht Volker Hermsdorf in der Jungen Welt genauso. Soviel zu Journalismus bei Amerika21 und der Jungen Welt. Lästige Interviews mit Menschen auf der anderen Seite führt man da gar nicht erst.

  2. Alles, alles Lüge, was mir nicht passt!
    Wenn der MSI so selbstlos aktivisitisch ist, warum nimmt er nicht einen Topf Farbe in die Hand und verschönert die Gebäude in der Straße und verdient sich ein Pesos nebenbei. Sie wollen doch Künstler sein und angeblich kein Geld haben. Da findet sich sicherlich eine Lösung. Dumm nur, dass die westlichen Freiheitsmedien dann nicht hingucken.
    Vielleicht sollte der deutsche Michel endlich mal kapieren, dass die Kubaner nun mal keine Einmischung von außerhalb dulden und das zurecht. Die hiesigen Messias-„Demokratien“ dulden es ja auch nicht, außer aus den USA.
    Die empfindlichen rechten Menschenrechtler sollten sich doch mal lieber im eigenen EU-Haus umgucken, da gibt es genug aufzuräumen, z. B. in der Land- und Fleischwirtschaft. Ok., dass sind ja nur Arbeits-, Wohnrechte….

    • Das Regime sind nicht „die Kubaner“ und wenn junge Leute eingesperrt werden weil sie Meinungsfreiheit fordern nennt man das Diktatur. Das Regime muss offensichtlich furchtbare Angst vor diesen jungen Menschen haben.

      • Sie können in Kuba alles meinen, was Sie wollen. Das können Sie bei einem G20 Gipfel nämlich nicht. Offenbar wissen Sie aber selbst nicht, was Sie fordern: Hauptsache die menschenfressenden Kommunisten bekommen die Meinung gegeigt.

        • Dann stell dich mit einem Pappschild mit der Aufschrift „Libertad“ an die Straße und warte 3 Minuten was passiert…..

          • Für Ihr Pappschild müssten Sie sich schon etwas mehr ins Zeug legen, um Ihre abstrusen Behauptungen zu untermauern: Libertad jedenfalls steht auf jeder Peso-Münze. Aber vielleicht fahren Sie einfach mal wieder hin, da vergeht Ihnen vielleicht Ihr Gram. Dazu müssten Sie natürlich etwas ökonomische Freiheit mitbringen, Ihrem Unmut nach aber, dürften Ihre sozioökonomischen Verhältnisse das nun aber bedauerlicherweise nicht erlauben. Aber sei’s drum; buckeln Sie ruhig weiter, das erwirtschaftete Kapital wird schon jemand zu nutzen wissen! Maulen kosten nix.

      • Nee, ich meine die Kubaner! Die hätten noch viel drastichere Worte für diese „jungen Wilden“ übrig. Wüsste nicht, wer nicht gegen Gesetze verstoßen hat, eingesperrt wurde. Wer allerdings den nördlichen Nachbarn öffentlich zum Sturz der eigenen Regierung, auf gut deutsch zur Invasion, aufruft, hat natürlich irgendwann mit entsprechenden Konsequenzen zu rechnen. Das gleiche gilt für Leute, die nationale Denkmäler beschmutzen bzw. beschädigen. Ist hierzulande nicht anders. Und ach Jottchen, Meinungsfreiheit fordern aus dem deutschen Land der 5-6 alles beherrschenden Privatmedien und die beiden immer konformer werdenden ard und zdf. Wird immer lustiger. Ich wüsste kaum ein Land, wo soviel gemeckert wird, auch in der Öffentlichkeit, und trotzdem keiner ein anderes System bzw. mit den USA etwas zu tun haben möchte. Wo die Frauen sich nach 18.00 Uhr nicht mehr auf die Straße trauen, wie in der benachbarten Dom. Rep., auf solch ein Land verzichten die Kubaner gerne.
        Einfach aus dem wahren Leben auf der Insel….

        • Der Herr Wiedmann betreibt Propaganda der Contras.
          Die MSI hat in Cuba überhaupt keine Relevanz, dafür umso mehr bei Auslandscubanern und den bezahlten Anti- Cuba- Medien.
          Ich wohne in Habana, ich habe vom Parque Fé de Valle die “ Pappschild-Aktion“ mit eigenen Augen verfolgt. Es war eine abgemachte Aktion zur Provozierend von einer Gruppe von 8-10 Gegnern.
          Das Sit-In am 27. November vor dem Kultusministerium in Habana wurde von der kubanischen Künstlergemeinde ganz bewusst auf einen Tag gelegt, an dem kein Mitglied des MSI teilnehmen konnte. Wir kennen hier nämlich diese Politclowns, manischen Selbstdarsteller und bezahlten Provokateure.

          • Herr Schöne betreibt Propaganda für die Diktatur, nicht nur hier. Er lebt ja auch feist mit seiner üppigen deutschen Rente privilegiert in einer bekannten Einkaufsstraße in Havanna und kann in Kuba relativ hürdenlos in den MLC-Shops einkaufen und deshalb problemlos das Hurra-Lied auf die Diktatur anstimmen. Ihm geht’s ja prima, so lange er sich das kubanische Bier für seine Dollars leisten kann.

            In einer freien Gesellschaft kann demonstrieren wer will und es interessiert niemanden, ob jemand, der seinen Unmut oder seine Solidarität ausdrückt, vielleicht auch noch Mitstreiter hat. Zu wünschen wäre es ihm jedenfalls.

            Für die Selbstverständlichkeit, friedlich auf einem selbst gemalten Pappschild individuelle Freiheit und die Unterlassung systematischer staatlicher Repression und nebenbei auch die Freiheit für Denis Solis zu fordern (9 Monate Haft per Schnellgericht ohne schriftliches Protokoll, ohne Rechtsbeistand und damit auch ohne Möglichkeit auf Einspruch zur Revision), soll der Jugendliche Luis Robles nun für 6 Jahre in den Bau gehen. Das ließ der Staatsanwalt schon mal durchblicken. Ist natürlich kein Grund für Erhard Schöne, sich mit dem Jungen zu solidarisieren, denn in seinem als „frei“ proklamierten Kuba darf man doch sicher seine Meinung ausdrücken, das gilt es doch zu verteidigen? Nein? Achso, er hat den Meinungs-TÜV der Partei nicht bestanden.

            Und um mal eins klarzustellen, kennen tut Kuba-„Freund“ Schöne überhaupt niemanden, der sich im Dissenz zur Regierung befindet. Es ist wie bei Humbertico, dem Sudel-Ede des kubanischen Fernsehens, der auch am laufenden Band und ohne Unterlass plappert und pauschal seine vermeintlichen Gegner delegitimiert, er könnte denen nicht mal zuhören, um ihren Standpunkt zu erfahren. Er würde sie nicht mal ausreden lassen.

            Auch wenn der Proteststil ein anderer ist, die Leute des Sit-In vor dem Kulturministerium um 27N und Tania Bruguera solidarisieren sich regelmäßig mit den Leuten des MSI, die nicht nur aus denen bestehen, die sich in einen Hungerstreik begeben haben. Auch Denis Solis ist nur ein Mitglied und bestimmt nicht deren Weg und Ausrichtung. Das verbindende Glied war im Ursprung die Kunstfreiheit, die nicht gewährleistet ist. Aber das haben etliche, die nicht zuhören wollen oder können bis heute nicht begriffen, dass die Gruppe divers ist und, dass sich mit ihr sehr viele Menschen solidarisiert haben, im In- und Ausland. Aber mit dem eingeschränkten Ereignishorizont von Granma, Cubadebate und NTV, muss man sich darüber nicht wundern.

            Merke: In einer freien Gesellschaft kann auch ein Vogel wie Denis Solis so viel Unsinn reden, wie der Tag lang ist. Und es führt auch zu keinem willkürlichen Urteil, mit dem ein Delinquent zu 9 Monaten Haft verurteilt wird!

  3. Die Resolution war längst fällig. Kuba hat finanzielle Hilfen immer dankend angenommen, sie aber leider auch schlichtweg immer nur als Einnahme mit eingepreist. Fortschritte auf gesellschaftlich-politischer Ebene gab es maximal in homöopathischen Dosen. Die willkürliche Repression gegen Andersdenkende ist nun in der Pandemie auf einem neuen erschreckenden Niveau angekommen. Wenn Hilfe und Zusammenarbeit nicht dazu führt, dass sich die realen Bedingungen in Hinblick auf Freiheit und Demokratie verbessern, kann man sie auch gleich ganz einstellen. Sonst wird bemerken müssen, dass man eigentlich nur eine Diktatur alimentiert.

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