Zwei Stunden mit Fidel…

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Von links: Ignacio Ramonet, Dalia Soto (Fidel Castros Frau), Fidel Castro. (Quelle: Alex Castro ©, via Amerika 21).

Am 13. Dezember 2013 wurde der spanische Journalist Ignacio Ramonet (bekannt durch sein Buch „100 Stunden mit Fidel„) von Fidel Castro auf seinem Wohnsitz in Havanna empfangen. Wenige Tage später war Nicolas Maduro ebenfalls zu Gast in Havanna. Bei seinem zweistündigen Gespräch, das Ramonet als freundschaftlich bezeichnet, unterhielt sich dieser mit Fidel in Beisein seiner Frau, Dalia Soto. In einem ausführlichen Bericht über das Gespräch gibt Ramonet zahlreiche Details wieder. Er stellt die Neugier und das sichtliche Interesse des kubanischen Revolutiosnführers an zahlreichen weltpolitischen Themen fest, darunter der Tod Nelson Mandelas, Hugo Chávez und die Entwicklungen in Venezuela sowie der Konflikt um den Iran. Hierzu konstatierte Castro: „Der Iran hat das Recht auf seine zivile nukleare Energie.“ Gleichzeitig warnte er jedoch vor den fatalen Folgen des weltweiten Atomwaffenarsenals. Zwischenzeitlich wohnte sein Sohn Alex Castro der Unterhaltung bei.

Bei dem Gespräch gab Fidel Castro auch Auskunft über seinen Tagesplan, der nach wie vor gut gefüllt zu sein scheint. Der 87-Jährige pflegt zahlreiche persönliche Kontakte und beschäftigt sich neben politischen, auch mit wissenschaftlichen Fragen wie der Botanik. Nach dem Treffen mit Ramonet war ein Experte über Maulbeerbäume bei Fidel zu Gast. Bereits in einer seiner letzten „Reflexionen“ vom 17. Juni 2012 sprach Fidel die Bedeutung dieser Bäume für die kubanische Landwirtschaft an. Der Tod von Hugo Chávez, den Castro als seinen „besten Freund“ bezeichnet, scheint den Commandante sehr mitgenommen zu haben, das Gespräch verfiel bei diesem Thema in einen kurzen Moment des Schweigens, berichtet Ramonet. Insgesamt scheint Fidel Castro bei weiterhin ausgezeichneter mentaler Verfassung zu sein, die Inhalte des Gesprächs sowie der gesamte Bericht von Ramonet sind höchst interessant. Der lesenswerte Text ist auf Amerika21 dokumentiert:

Zwei weitere Stunden mit Fidel

Es war ein frühlingshafter Tag, überflutet von schimmerndem Licht und der charakteristischen Luft des zauberhaften kubanischen Dezembers. Vom nahen Meer wehten Gerüche herüber und man hörte die Palmen sanft im Wind wiegen. In einem der jetzt so zahlreich anzutreffenden Paladares (Privatrestaurants) saß ich mit einer Freundin beim Mittagessen, als plötzlich das Telefon klingelte. Es war mein Kontaktmann: „Die Person, die du treffen willst, erwartet dich in einer halben Stunde. Beeil dich.“ Ich ließ alles stehen und liegen, verabschiedete mich von der Freundin und ging zum vereinbarten Ort. Dort wartete ein unauffälliges Auto auf mich und der Fahrer fuhr sofort Richtung Westen der Hauptstadt los. […]

Quelle: Amerika 21

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