3sat-Doku: „Kubas Geldträume“

Am 21. November sendete das 3Sat eine knapp halbstündige Dokumentation über die aktuellen Veränderungen in Kuba, mit Blick auf die neuen Investitionsmöglichkeiten für ausländische Unternehmen. Viele der aktuellen Wirtschaftsthemen in Kuba werden anhand von Beispielen illustriert.

Link zum Video: „Kubas Geldträume“ in der 3Sat Mediathek.
Der dazugehörige Artikel mit Übersicht über die einzelnen Beiträge:

Kubas Geldträume
Vom Kommunismus zur Marktwirtschaft?

Das kommunistische Kuba macht einen kleinen Schritt hin zur Marktwirtschaft: Kubanische Firmen dürfen in ausländischer Hand sein, erklärt die Regierung.
Die wirtschaftliche Öffnung, die Staatschef Raúl Castro seit 2008 in Angriff nimmt, ist aus der Not geboren, denn der Karibikstaat braucht dringend Geld. Ausländische Investitionen sind neuerdings überall in Kubas Wirtschaft willkommen. Außnahmen gibt es nur beim Gesundheitswesen, im Bildungsbereich und im Militärsektor

Nach einer angeblichen Änderung des fast 20 Jahre alten Investitionsgesetzes sind ausländische Investitionen künftig in fast allen Wirtschaftsbereichen auf der kommunistischen Insel zugelassen. Investoren sollen mit Steuervergünstigungen und weniger bürokratischer Gängelung angelockt werden. Firmen aus dem Ausland dürfen nach dem gesetz die Mehrheit an einem Joint Venture innehaben oder sogar ganz ohne kubanischen Partner agieren. Enteignungen soll es nicht mehr geben. Sollten sie aus „sozialem Interesse“ dennoch notwendig sein, erhalten betroffene Unternehmen eine angemessene Entschädigung, verkündet die kubanische Regierung.

Gerade wurde der modernste Tiefseehafen der Karibik in der Nähe von Havanna in Betrieb genommen. Gebaut und bezahlt vom neuen kapitalistischen Freund Brasilien. Um ausländische Fabriken anzuziehen, will die Regierung in der angrenzenden Sonderwirtschaftszone Mariel alles über Bord werfen, was ihr bisher an kommunistischen Ideologien heilig war.

Tourismus soll ausgebaut werden
Der Umbau steckt von der Plan- zur Marktwirtschaft steckt noch in den Kinderschuhen. Kleine privatwirtschaftliche Initiativen entstehen vor allem in der devisenträchtigen Tourismusbranche, Kubas wichtigstem Wirtschaftszweig mit mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz im Jahr. Diese Einnahmequelle könnte in Zukunft noch mehr sprudeln, sollten vermehrt US-Amerikaner nach Kuba reisen dürfen. Dann würden sich die jährlichen Touristen-Zahlen von drei Millionen schnell mal verdoppeln. In der Urlaubshochburg Varadero baut Kuba deshalb den größten Yachthafen der Karibik. Bisher haben die privaten Initiativen aber nur dazu geführt, dass eine kleine, reiche Oberschicht entstanden ist. Sie konnten die Mangelwirtschaft aber kaum lindern.

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