Das Berliner Ensemble zu Gast in Havanna

Havannas „Teatro Martí“ am Rande der Altstadt wurde 1884 errichtet und 2014 nach aufwändiger Restauration wiedereröffnet (Quelle: eigene Aufnahme)

Zum ersten Mal in seiner Geschichte weilt das legendäre „Berliner Ensemble“ derzeit zum Gastspiel in Havanna. Im Rahmen des 18. internationalen Theaterfestivals führte die 1954 von Berthold Brecht gegründete Theatergruppe den „Kaukasischen Kreidekreis“ am Sonntag in Havannas altehrwürdigem „Teatro Martí“ auf.

Das 1948 von Brecht verfasste Stück wurde „aufgrund der Klarheit des Beispiels und seiner dialektischen Schönheit“ für die Aufführung ausgewählt, berichtet die kubanische Nachrichtenagentur „Prensa Latina„. Es zählt zu den bekanntesten Werken des Autors und ist in Deutschland fester Bestandteil des Spielplans.

„Vorhang auf“ für Brecht in Havanna

Auch in Kuba kam der Klassiker gut an. Bis in die obersten Ränge füllte sich am Sonntag das 1884 errichtete und nach Kubas Nationalhelden benannte „Teatro Martí“. Unter der künstlerischen Leitung von Michael Thalheimer brachte die Gruppe eine gelungene, wenn auch stellenweise sehr theaterblutlastige Performance auf die Bühne, bei der die Österreicherin Stefanie Reinsperger in der Hauptrolle der „Grusche“ brillierte. Dank dezenten, aber gut lesbaren Untertiteln erreichte Brecht auch das kubanische Publikum. 

Das Gastspiel wurde unter Mitarbeit des Goethe-Instituts sowie der deutschen Botschaft in Havanna ermöglicht.

Das Teatro Martí erinnert baulich ein wenig an die Heimspielstätte des Ensembles am Berliner Schiffbauerdamm, ist jedoch prunkvoller gestaltet

 

 

 

 

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