Zensus startet am 15. September

Der kubanische Zensus startet dieses Jahr am 15. September, wie Prensa Latina berichtet. Es werden bis zum 24. September über 100.000 Befrager an der landesweiten Erfassung mitarbeiten, bei der es darum geht, die Wohn- und Lebenssituation möglichst aller Kubaner zu erfassen sowie demographische und andere soziale Indikatoren zu aktualisieren. Dies erscheint angesichts des aktuellen Reformprozesses für Kuba äußerst sinnvoll, zumal der letzte Zensus vor 10 Jahren stattfand.

Durch den Zensus können lokale Programme besser geplant werden, da regionale demographische Entwicklungen z.B. bei der Schulplanung besser berücksichtigt werden können. Derzeit scheint der Reformprozess in Kuba etwas zu stagnieren, zumindest sind seit März keine wesentlichen neuen politischen Impulse jenseits der Korruptionsbekämpfung mehr entstanden. Dies könnte neben der allgemeinen Sommerpause auch mit dem Zensus zusammenhängen.

Der kubanische Ökonom Omar Everleny Pérez hat bereits im März angekündigt, dass derzeit wichtige Gesetze ausgearbeitet und in den Jahren 2012 und 2013 die wichtigsten der Leitlinien die bis 2015 reichen verabschiedet würden. Gut möglich, dass man in Kuba die Hurricanesaison als kleine „Verschnaufpause“ zur Erarbeitung der neuen juristischen Grundlagen und Analyse des Zensus nutzen möchte, um dann im Herbst weiter voranzuschreiten.

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