Mögliches Treffen von Barack Obama und Raúl Castro in Panama

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Obama und Castro in Südafrika: Kommt es in Panama 2015 erneut zum Handschlag? (Quelle: Amerika21)

Panama-Stadt. Bei dem kommenden 7. Amerika-Gipfel lateinamerikanischer Staaten mit den USA und Kanada könnten US-Präsident Barack Obama und sein kubanischer Amtskollege Raúl Castro aufeinandertreffen. Das berichten lateinamerikanische Medien mit Verweis auf Meldungen, nach denen die panamaische Regierung die Einladung des sozialistischen Staats- und Regierungschefs angekündigt hat. Das Gipfeltreffen wird Mitte April 2015 in Panama-Stadt ausgerichtet werden.

Zuvor hatte die Vizepräsidentin Panamas, Isabel Saint Malo, die Einladung Castros als Ausdruck der Forderung der lateinamerikanischen Staatengemeinschaft bezeichnet. Als Gastgeberin müsse ihre Regierung dieser Haltung folgen, so Saint Malo weiter. Panamas Politik unterstütze den politischen Dialog zwischen den Staaten der Region, fügte die Politikerin an. Die USA und Kanada haben nach Angaben der panamaischen Vizepräsidentin „Verständnis“ für die beabsichtigte Einladung Castros geäußert. Bei dem kommenden 7. Amerika-Gipfel werde Panama daher die 34 Staats- und Regierungschefs der Region empfangen, Obama und Castro eingeschlossen.

Der Amerika-Gipfel wird seit Mitte der neunziger Jahre auf Initiative der USA ausgerichtet. Kuba war von der Veranstaltung von Beginn an ausgeschlossen. Nach dem letzten Gipfel hatten mehrere Staats- und Regierungschefs einen Boykott des Treffens angekündigt, sollte die sozialistische Regierung Kubas von dem Forum weiterhin ausgegrenzt werden. Diese Positionsnahme am Ende des vergangenen Amerika-Gipfels war von politischen Beobachtern und Medien als deutliches Zeichen für die gescheiterte Blockadepolitik der USA gegenüber Kuba gedeutet worden.

Die US-Regierung von Präsident Obama steht indes unter großem innenpolitischen Druck rechtsgerichteter exilkubanischer Gruppen. Als der US-Amtsinhaber bei den Trauerfeierlichkeiten für den südafrikanischen Freiheitskämpfer und Ex-Präsidenten Nelson Mandela Mitte Dezember vergangenen Jahres Rául Castro kurz die Hand reichte, übten die exilkubanischen Lobbygruppen in den USA harsche Kritik an der Geste.

von Harald Neuber / Amerika21

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