Meteoritenabsturz über Ostkuba

Amateuraufnahme des Meteoriten von einem Balkon in Moa, Holguín (Quelle: Cubadebate)

Wie das Nachrichtenportal „Cubadebate“ berichtet, hat sich am Freitagabend in der östlichen Provinz Holguín möglicherweise ein Meteoritenabsturz ereignet. Nach Angaben des seismologischen Dienstes waren um 22:06 Uhr mehrere Leuchtphänomene am Himmel zu beobachten, die auf ein solches Ereignis hindeuten. Anwohner berichteten von zwei deutlich hörbaren Explosionen um diese Zeit.

„Das Phänomen wurde in Moa, Sagua de Tánamo und Maisí beobachtet“, erklärte der Leiter des kubanischen seismologischen Instituts, Enrique Arango Arias. „Den Sensoren zu Folge handelte es sich nicht um eine terrestrische Explosion“, so Arango Arias. Augenzeugen aus Holguín gelang es Fotos von dem niedergehenden Meteorit aufzunehmen. Sie beobachteten ein rotes und weißliches Leuchtereignis gefolgt von zwei starken Explosionen. Das Leuchtfeuer war offenbar bis nach Santiago de Cuba zu sehen, wobei dort keine Explosionsgeräusche mehr zu hören waren. Schäden oder Verletzte sind offenbar nicht zu beklagen, auch sind bis dato keine Trümmerteile lokalisiert.

Seit 1938 haben sich auf Kuba sechs bestätigte Meteoriteneinschläge ereignet. Zuletzt explodierte im Februar 2019 ein solcher kosmischer Festkörper über der Region um Viñales in Westkuba.

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