20. September 2021

Kuba stellt Devisenumtausch an Flughäfen ein

Kubas staatliche Wechselstuben können derzeit keine Devisen mehr ausgaben (Quelle: Cadeca)

Ab dem heutigen 20. Mai werden die staatlichen Wechselstuben den Umtausch von Pesos in Dollar und andere Devisenwährungen auch an den Flughäfen des Landes einstellen. Das Nachrichtenportal „Cubadebate“ begründete den Schritt mit dem „beträchtlichen Rückgang des internationalen Tourismus und dem daraus resultierenden Defizit an frei konvertierbarer Währung“.

Bereits seit längerer Zeit können die staatlichen Wechselstuben den Umtausch des Pesos zu dessen offiziellem Kurs von 24:1 zum US-Dollar nicht mehr ermöglichen. Bisher konnten jedoch ausreisende Passagiere und Kubaner auf Auslandsmissionen Pesos für bis zu 300 US-Dollar einmalig umtauschen. Die aktuell extrem angespannte Devisenlage macht jedoch jetzt auch diese letzte Ausnahmeregelung unmöglich.

Wann sich die Situation wieder ändert ist derzeit nicht absehbar. Vermutlich dürften jedoch vor einer erneuten Öffnung des Massentourismus mit dem Voranschreiten der Impfkampagne keine ausreichenden Devisenreserven zu Verfügung stehen.

Teilen:

18 Gedanken zu “Kuba stellt Devisenumtausch an Flughäfen ein

  1. So lange man eine Mangelwirtschaft betreibt und einen willkürlichen Umtauschkurs bestimmt, wird der Wert des Peso nur eine Behauptung ohne Deckung des Wertes bleiben. Und so lange das der Fall ist, wird niemand freiwillig auch nur einen Dollar für Pesos geben. Also bleibt nur der Tausch oder der Verkauf von Waren und Dienstleistungen. Und da gibt es nicht allzu viel, was Kuba zu bieten hat. Das Land ist durch eine kommunistische Diktatur völlig runtergewirtschaftet!

    1. Dieses ist zu 100% die Sichtweise eines Wessis (eines kapitalisten),der keine andere Lebensweise, als die seine akzeptiert und auch Cuba und dessen Bevölkerung nicht kennt.Es kommt immer auf die Sichtweise an,denn gerade der rücksichtlosen Ausbeutung der Naturrecurcen und damit verursachten Klimawandel haben wir den Kapitalismus zuverdanken. In Cuba sind die Lebensmittel noch natural,ohne Chemie und Zusatzstoffen versäucht und der Transport geht dort auch noch natural mit Pferd und Wagen.

      1. Du liegst völlig daneben, ich bin in der DDR geboren und weiß sehr wohl, was du verharmlosend unter „anderer Sichtweise“ zu verbuchen suchst. Auch in der sozialistischen Wirtschaft muss in der Buchhaltung am Ende ein PLUS stehen, sonst läuft sie ins MINUS! Die DDR uns andere vornals sozialistische Staaten haben es vorgemacht und deshalb gibt es sie auch nicht mehr.
        Ideologie kontra Wirtschaftlichkeit, das war schon immer eine üble Formel.
        In Cuba kommen viele Lebensmittel aus dem Ausland, 70-80% Importquote. Was willst du eigentlich für einen Quatsch auftischen?

    2. Naja..da ist etwas dran..dennoch ist die derzeitige Misere vor Allem der Kubanischen Regierung geschuldet. Ökonomische Ignoranten. Wollten ..immer Mehrheit bei ausländischen Investitionen…

      6 Monate Zahlungsziele bei Importen
      gefordert..etc. Idioten…Kindisch…einfach eine lächerlich dämliche Bürokratie….stimmt

  2. Das ist schon ein sehr voreiliger Kommentar ohne Hintergrundwissen.
    Wenn dein Heimatland von einem Nachbarland ökonomisch blockiert wird und auch alle Staaten durch dieses Imperium erpresst werden, um jegliche Wirtschaftsbeziehungen mit Deinem Heimatland zu unterbinden, dann befürchte ich, würdest du auch tiefer nachdenken und es würde jedem anderen Land auch nicht besser ergehen. Deshalb ist jede Stimme notwendig, gegen die Blockade gegen Cuba aktiv zu werden. Auch deine !!!

    1. Deine Argumentation hat nicht viel mit dem Thema „Devisenmangel“ zu tun. Mir wäre neu, dass sich Russland und China dem „Diktat“ der Amerikaner gebeugt hätten. Auch andere Länder dieser Welt sind bereit, mit Kuba Handel zu betreiben. Allein mit dem Peso kann niemand etwas anfangen. Das Land erwirtschaftete bisher seine Devisen-Einnahmen hauptsächlich durch das Verleihen von Ärzten ins Ausland an allererster Stelle, auf dem zweiten Platz stehen die enormen Überweisungen der Exil-Kubaner aus dem Ausland an ihre Verwandschaft und erst an dritter Stelle kommt der Tourismus. Rum, Tabak, Nickel und Zucker kommen erst irgendwann danach mit ein paar Millionen Erlös. Zumal Zucker nicht mal für den eigenen Bedarf ausreicht.
      Wenn Kuba LKWs, Busse oder Autos aus China, Russland oder der EU benötigt, scheinen die Sanktionen der USA offensichtlich nicht zu ziehen. In diesen Zeiten kommen sogar die Lebensmittel zu einem nicht unerheblichen Teil aus den USA. Davon ganz abgesehen, wollen all diese Länder für ihre Lieferungen bezahlt werden. Und da liegt das eigentliche Problem.

      Anstatt hier nur nachzuplappern, was die Cheerleader-Brigaden in Deutschland rund um JUNGE WELT und CubaSi von der kubanischen Propaganda 1:1 übernehmen, rate ich dazu, zur Abwechslung mal von diesem einseitigen Pfad der Informationsgewinnung abzuweichen. Es kommt übrigens nicht ganz von ungefähr, dass das Fanzine „JUNGE WELT“ (trotz der steinalten Glaubensbekenntnisse darin) ausgerechnet die deutsche Ausgabe der „Granma“ heraus gibt. Na da kann man den Dackel auch die Wursttheke bewachen lassen.

    2. Vergiss doch einfach den kindlichen Blickwinkel. CUBA IST SELBST VERANTWORTLICH FÜR DAS DERZEITIGE CHAOS. Wer so korrupt und chaotisch ist..hat nicht Anderes verdient….

  3. @Auggie Wren
    Wieviele US-Dollar bekommen Sie eigentlich dafür, hier mit nerviger Penetranz immerwieder Ihre wenig gehaltvollen Kommentare abzusetzen? Ich kenne diese Art von „Diskurs“ leider zur Genüge vom Umgang mit der DDR. Da gab und gibt es Unmengen gut bezahlter Trolle, die alles, aber auch alles in den Dreck ziehen müssen, um es ihren Geldgebern recht zu machen.

    1. Hahahaha, sehr witzig. Üwken, nimm dir ein Buch über Ökonomie zur Hand. Vielleicht gibt es dann auch von deiner Seite irgendwann einmal auch nur einen einzigen sachlichen Kommentar mit Bezug zum Inhalt, anstatt diesem albernen Törööö….

    2. Woher kommt eigentlich die infantile Vorstellung, dass es irgendwelcher Zahlungen durch Dritte bedürfe, um eine andere Sicht auf die ökonomische Lage und ihrer Lösungen einzunehmen, als es die kubanische Regierung tut? Diesen Generalvorwurf strickt man schon immer fleißig auf der Insel gegen Menschen, die anderer Meinung sind. Vielleicht reicht es ja für die Vorstellungskraft auch aus, zu wissen, dass eine Überzeugung dahinter steht und, dass es Freunde dort gibt, für die ich mir andere Lebensbedingungen wünsche. Lebensbedingungen, die auf einer sinnvollen Wirtschaft beruhen, die Überschüsse erwirtschaftet, die man auch abschöpfen kann, um z.B. ein Sozialsystem zu finanzieren. Mit einer stabilen ökonomischen Lage und sinnvollen Anreizsystemen gäbe es deutlich mehr ökonomische Vitalität und weniger Probleme, an Devisen zu gelangen. Und wenn der Peso einen transparenten Wert hat, weil eine Wirtschaft dahinter steht, wird er auch handelbar. Dann gibt es wahrscheinlich auch Leute bzw. Unternehmen, die Peso sogar ankaufen und dafür Dollar oder Euro geben.

  4. Deine Ausführungen sind sachlich absolut richtig und gut begründet. Genauso ist es!!!
    Ideologie reicht nicht, um eine Volkswirtschaft zu führen….die Dauerheulerei wegen der existierenden Blockade sorgte für die jahrzehntellange einfallslose Untätigkeit. Die absolute ökonomische Unfähigkeit ist systematisch….Vietnam wurde im Krieg gegen die USA weitgehend zerstört….und von den USA danach ebenfalls blockiert…denen gehts prima…die sind intelligent und fleißig…und die kommunistische Ideologie existiert nur noch am Rande.

  5. mei o mei, was hat das denn alles noch mit dem Thema zu tun? wir können hier zwar streiten und es wird immer verschiedene Ansichten geben, aber für mich ist hier eines klar, so leer wie die Cubannischen Kassen sind – sind die Taschen der politischen Funktionäre auf der Insel nicht. Die bringen alle Ihr Schäfchen ins trockne und derren Bisitztümer sind eher selten in Cuba zu finden . und das stinkt mir bis zum Himmel. es sind eben nicht alle gleich, wenn es immer gleichere gibt. Es leiden auch nur die meisten an Hunger und Medikamentenarmut- während „gleichere sich mehere überteuerte Autos vors Haus stellen können- und das sind eben keine Farmer oder Industriearbeiter. das sind die die von Vezicht und Reformen predigen- und nun die Konten der Macher einfrieren. und den mangelnden Tourismus als fehlende Einnahmequelle vorzu schieben scheint mir auch etwas weit her geholt zu sein, da sich gerade Millionen von Russen auf der Insel befinden. und die können feiern- nur muß es dafür auch was geben- und jetzt liegt es wieder an den hiesigen Brauereien etwas dafür zu tun-

  6. Hey Colombo, tolle Behauptungen ohne jeden Hintergrund… Erinnert mich irgendwie an Ex-US-Präsidenten oder eine populistische Partei in Deutschland….
    Es gibt derzeit keinen Tourismus (außer ein paar wenige auf den Cayos) und auch so gut wie keine Flüge nach Cuba. „Millionen von Russen“ – so ein Kohl…
    Genauso die Behauptungen über Besitztümer im Ausland. Geht`s mal konkret?
    Ich hasse diesen Populismus!
    Übrigens können Exilcubaner derzeit max. 1000,-$ überweisen. Trump hat es gedeckelt…
    Die Amis versuchen, jeglichen Handel und Geldströme nach Cuba zu verhindern, zum Beispiel den Ölhandel mit Venezuela. Tanker, die fahren wollen, werden boykottiert, genauso wie alle Schiffe, die cubanische Häfen angelaufen haben. Und begleitend wird eiskalt in Kauf genommen, dass Menschen in den Staaten, die den USA nicht gefallen an Corona verrecken. Die Cubaner entwickeln eigene Impfstoffe, weil sie von den Amis blockiert werden. Und das nicht für die Funktionäre, sondern für die Bevölkerung. Wessen Ideologie führt hier zu wirtschaftlichen und humanitären Problemen?
    Die sozialistische Wirtschaft auf Cuba ist sicherlich nicht super, aber die Regierung beginnt Öffnungen, die aber behutsam geschehen müssen, um Ungerechtigkeiten zu vermeiden.
    Denn eins will man auf jeden Fall nicht- Cuba wieder zum Gangsterparadies und Bordell der Amis werden lassen. Nicht vergessen- das war der Grund, warum die Revolution damals nur geklappt hat.
    Den Vergleich mit der DDR halte ich übrigens für Quatsch. So perfekt perfide bekommt einen Überwachungsstaat nur die deutsche Gründlichkeit hin.

    1. Naja..da ist etwas dran..dennoch ist die derzeitige Misere vor Allem der Kubanischen Regierung geschuldet. Ökonomische Ignoranten. Wollten ..immer Mehrheit bei ausländischen Investitionen…

      6 Monate Zahlungsziele bei Importen
      gefordert..etc. Idioten…Kindisch…einfach eine lächerlich dämliche Bürokratie….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.