23. Mai 2024

Sieben Tote nach E-Rollerbrand in Havanna

Sieben Mitglieder einer Familie sind am frühen Mittwochmorgen in Havannas Gemeinde Centro als „vorläufige Folge des Brands eines Elektromopeds“ gestorben, wie die Stadtregierung von Havanna mitgeteilt hat. Auslöser war offenbar die plötzliche Explosion eines E-Rollers, der im Eingangsbereich der Wohnung geparkt war.

Kurze Zeit nach Bekanntwerden des Brands trafen Feuerwehr- und Polizeikräfte ein. Für die zwei Kinder und fünf Erwachsenen, die vermutlich bereits in der Wohnung erstickt waren, kam jedoch jede Hilfe zu spät. Havannas Erster Parteisekretär Luis Antonio Torres Iribar traf wenig später an der Unglücksstelle ein, um sich ein Bild von der Situation zu verschaffen. Präsident Miguel Díaz-Canel drückte den Angehörigen in einer Twitter-Botschaft sein Beileid aus, der sich Premireminister Manuel Marrero anschloss. Es handelt sich um das bislang schwerste derartige Unglück in Kuba, was landesweit für eine Welle der Betroffenheit sorgte.

Seit einigen Jahren erfreuen sich E-Roller auf Kuba zunehmender Beliebtheit. Nicht nur in Havanna haben sie inzwischen einen festen Platz im Straßenbild erobert. Das Aufladen erfolgt meist an der Haushaltssteckdose, dieses Jahr sollen erste öffentliche Ladesäulen mit Solarzellen errichtet werden. Bei falscher Handhabung besteht bei Akkus ein Brandrisiko. Die kubanischen Behörden rieten anlässlich des Unglücks wiederholt dazu, vor dem Laden die Batterie auf Raumtemperatur abkühlen zu lassen, die originalen Ladesicherheitsvorichtungen intakt zu lassen und keine Modifikationen am Antrieb vorzunehmen.

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