26. Mai 2024

Spanische Fluggesellschaften reduzieren Kuba-Angebot

Die Zahl der Kubareisenden aus West- und Mitteleuropa wächst nur langsam und bleibt hinter den Erwartungen vieler Reiseanbieter. Erste Fluggesellschaften haben bereits ihre Pläne angepasst. So steuert die spanische Iberia Havanna seit dem 28. Oktober nur noch dreimal wöchentlich an, während die Frequenz für andere Ziele in der Karibik erhöht wurde. Der Konkurrent Iberojet kündigte an, sich ab Januar komplett aus dem kubanischen Markt zurückzuziehen.

Zuvor erfolgte bereits am 29. September die Einstellung der Verbindung Madrid-Santiago de Cuba. Als Grund wurde die geringe Anzahl an Kunden, die mangelnde Hotelinfrastruktur und „das fehlen von Aktivitäten für Besucher“ für die Einstellung der Verbindung nach Santiago genannt. Nach der Eröffnung von Direktflügen zwischen Madrid und Santiago de Cuba im November 2022 war Iberojet die einzige spanische Fluggesellschaft, die eine Non-Stop-Verbindung in die zweitgrößte Stadt des Landes angeboten hat. Am 15. Januar 2024 wird dann auch die Verbindung nach Havanna vorerst zum letzten Mal von Iberojet bedient. Allerdings wird derzeit überlegt, kommenden Sommer eine neue Verbindung nach Santa Clara anzubieten.

US-Fluggesellschaften wie JetBlue, Delta und United Airlines haben ihre Verbindungen ebenfalls reduziert, allerdings aus anderen Gründen. Wie die Firmen bekannt gaben, warte man aufgrund „geänderter Regelungen und Beschränkungen“ auf die Genehmigung des US-Verkehrsministeriums für eine vorübergehende Ausnahmegenehmigung, kommerzielle Flüge nach Kuba anbieten zu können. Mehr Erfolg hatte American Airlines, die ihre Verbindungen zwischen Miami und mehreren Provinzhauptstädten in der kommenden Wintersaison ausbauen darf.

Bis Ende September wurden auf Kuba 1,8 Millionen ausländische Besucher gezählt, 68 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2022 aber noch immer lediglich 55 Prozent des Niveaus von 2019. Die größten Zuwächse gab es bei den Besuchern aus Kanada, Auslandskubanern und Russland.

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