Nach 40 Tagen Mobildaten: mehr als 1,8 Millionen Nutzer auf Kuba

Seit dem Start des mobilen Internets am 7. Dezember haben bereits über 1,8 Millionen Kubaner das Angebot genutzt (Quelle: Cubadebate)

Rund ein Sechstel der Kubaner hat bereits in den ersten 40 Tagen nach der offiziellen Inbetriebnahme des mobilen Internets von dem neuen Angebot Gebrauch gemacht, wie staatliche Medien berichten. Seit dem 7. Dezember konnte der Telefonversorger ETECSA damit täglich 45.000 neue Kunden hinzugewinnen.

Im Sommer fanden auf Kuba mehrere kostenlose Testläufe statt, welche dem Start des Angebots im Dezember vorgeschaltet wurden. Millionen Kubaner konnten damals erstmals von zu Hause aus im Internet surfen. Nach dem Start des offiziellen Dienstes im Dezember, begannen sich vielerorts die sonst nicht selten übervollen WiFi-Hotspots zu leeren. Wie die jüngsten Zahlen belegen, wurde das neue Angebot offenbar gut angenommen.

Diese wurden am Dienstag von einem Mitglied des Zentralkomitees der PCC auf Twitter bekannt gegeben und rasch von den kubanischen Medien aufgegriffen und kommentiert. In einem neuen Podcast-Format will die Nachrichtenseite „Cubadebate“ über die weiteren Entwicklungen auf dem Gebiet des Internets und der Digitalisierung auf Kuba berichten. Von Kubas Regierung wird die immer bessere Verfügbarkeit des Internets als stetige Aufgabe begriffen. In einem der Beiträge wurde vorgeschlagen, den Preis für das kleinste Datenpaket (600 MB) von 7 auf 5 CUC (ca. 4,4 €)  zu reduzieren, um noch mehr Nutzern den Zugang zum mobilen Datennetz zu ermöglichen.

Kuba verfügt heute über 5,9 Millionen Mobilfunknutzer. Wer über ein 3G-fähiges Smartphone verfügt, kann seit dem 7. Dezember auch auf das mobile Internet zugreifen, welches derzeit rund zwei Drittel der Bevölkerung abgedeckt und im laufenden Jahr weiter ausgebaut werden soll. Darüber hinaus gibt es landesweit 1.200 WiFi-Hotspots sowie 670 Internetcafés, in denen für 1 CUC pro Stunde im weltweiten Netz gesurft werden kann. In diesem Jahr will ETECSA neben rund 600 neuen 3G und LTE Sendemasten auch mehr als hundert neue öffentliche WiFi-Hotspots schaffen. Der Ausbau der bisher erst rund 70.000 Hausanschlüsse soll ebenfalls beschleunigt werden.

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Internetpreise über die Feiertage auf Kuba halbiert

Vom 22. Dezember bis zum 2. Januar werden Aufladecoupons für den „Nauta“-Internetdienst auf Kuba zum halben Preis verkauft (Quelle: Granma)

Kubas staatlicher Telefonversorger ETECSA kündigte jüngst ein neues Angebot für die Internetnutzung über die Feiertage an. Vom 22. Dezember bis zum 2. Januar 2019 werden die Nauta-Aufladecoupons zum halben Preis verkauft, um „am Jahresende mit Freunden und Familie in Kontakt bleiben zu können“, wie der Anbieter erklärte. Für 2019 wurde eine weitere dauerhafte Reduzierung der Internetpreise angekündigt.

Die Aufladecoupons („Recarga nauta“), werden in den Filialen und privaten Verkaufsstellen von ETECSA in Stückelungen von 2, 5, 10 und 20 CUC angeboten. Sie werden zum Aufladen eines „Nauta“-Internetkontos verwendet, welches für den Internetzugang an den 830 WiFi-Hotspots sowie von zu Hause aus genutzt werden kann. Statt 1 CUC kann im Rahmen des Sonderangebots für 50 Centavos (ca. 0,44 €) die Stunde gesurft werden. Bis zum 2. Januar können die genannten Coupons landesweit zum halben Preis erworben werden. ETECSA will damit „der hohen Nachfrage während dieser Tage“ Rechnung tragen.

Am 7. Dezember konnten auf Kuba erstmals 5,3 Millionen Handynutzer auf das mobile Internet zugreifen, womit eine weitere Alternative zu den WiFi-Hotspots und den erst 60.000 Heimanschlüssen geschaffen wurde. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel machte die Digitalisierung und Ausweitung des Internetzugangs zu einer Priorität seiner Regierung. Zuletzt wurde auf Kuba im Herbst 2018 ein neues Angebot für Internet-Hausanschlüsse im ländlichen Raum geschaffen. Für 2019 ist mit weiteren Preissenkungen, dem Ausbau des LTE-Netzes sowie dem zügigen Ausbau der Hausanschlüsse zu rechnen, wie im Rahmen der jüngst zu Ende gegangenen Parlamentssitzung angekündigt wurde.

Díaz-Canel schickt seine Minister ins Netz

Das Onlineportal „Cubadebate“ veröffentlichte eine Übersicht über die Twitter-Aktivitäten des kubanischen Ministerrats (Quelle: Cubadebate)

Eine Woche nach dem Start des mobilen Internets auf Kuba konnte das neue Angebot bereits zahlreiche Nutzer gewinnen. Zu ihnen gehört inzwischen auch die gesamte Riege des kubanischen Ministerrats, die vom Präsidenten dazu aufgefordert wurde, ihre politischen Vorhaben ab sofort auf Twitter zu kommunizieren. Díaz-Canel mahnte die Minister dazu „zuzuhören, zu fragen, und den Menschen die volle Aufmerksamkeit zu widmen.“

Auf Kuba ist das Internet für viele tatsächlich noch Neuland. Jedoch eines, das dieser Tage mit Schallgeschwindigkeit erobert wird. Seit der Inbetriebnahme des mobilen Internets am 7. Dezember haben die rund 5,3 Millionen kubanischen Handynutzer die Möglichkeit, jenseits von WiFi-Hotspots und den noch wenigen Hausanschlüssen auch unterwegs online zu sein. Derzeit leben zwei Drittel der Bevölkerung in Gebieten mit 3G-Empfang. Trotz der im Verhältnis zum Einkommen noch relativ hohen Preise wird das Angebot bereits sichtbar genutzt. Manche der ehemals dicht bevölkerten WiFi-Hotspots Havannas scheinen im Vergleich zu vorher fast wie ausgestorben. Nach ersten Berichten beträgt die verfügbare Geschwindigkeit in Havanna bis zu 2 Mbit.

Kubas Regierung plant im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie „Gobierno 2.0“ (dt.: „Regierung 2.0“) das Internet proaktiv zu nutzen. Zu lange wurde dieser Raum der Opposition überlassen, welche schon vor über 10 Jahren stets Internetzugang hatte und bei der Nutzung von sozialen Medien der Regierung immer zwei Schritte voraus war. Entsprechend schmal war das von Kuba nach außen getragene Bild: altbackene Regierungswebsites und moderne Blogs der Dissidentengruppen bildeten über viele Jahre Kubas Vertretung im weltweiten Netz.

3G-Abdeckung in Kuba, Stand: Dezember 2018 (Quelle: Cubadebate)

Dieses Bild ändert sich nun immer schneller. Mit der massenhaften Nutzung des Internets, dessen Ausbau im Rahmen einer langfristigen Digitalisierungsstrategie weiter gefördert wird, sehen sich Kubas Institutionen und ihre Vertreter gezwungen, eine eigene Präsenz im Netz aufzubauen, mit der die Bevölkerung interagieren kann. Dabei wird die Digitaloffensive von einer neuen Kommunikationspolitik flankiert: Die Minister des Landes sollen „rausgehen und die Straßen des Landes gewinnen, dabei weder Kameras noch Mikrophone scheuen“, forderte Díaz-Canel. „Jede gewonnene Straße“, so Díaz-Canel, sei besser als ein Tweet. Um das Prinzip der kollektiven Führung im heutigen Kontext umzusetzen, müssten die Minister jedoch ihre Tätigkeiten auch regelmäßig in den sozialen Netzwerken erklären und ihren Followern Rede und Antwort stehen. Eine Art „digitaler demokratischer Zentralismus“?

In jedem Fall soll die Nutzung der sozialen Netzwerke von der Experimentierphase rasch zu einem wichtigen politischen Kommunikationskanal ausgebaut werden. Neben dem Hinweis, Twitter zu benutzen, gab Díaz-Canel seinen Ministern denn auch gleich noch ein paar Verhaltensregeln mit auf den Weg: Die besten Tweets seien „warmherzig, menschlich und kreativ“, heißt es in dem Leitfaden, der auf „Cubadebate“ veröffentlicht wurde. Darüber hinaus sei es wichtig mit den Nutzern in Verbindung zu bleiben, sowie mit eigenen Bildern, Videos und Infografiken zur Interaktion aufzufordern und zeitnah zu reagieren.

Tatsächlich scheint die neue Kommunikationsoffensive der Regierung in Gang zu kommen. Immer häufiger nehmen kubanische Medien auf die Netzaktivitäten von Regierungsmitgliedern und Institutionen Bezug, Ankündigungen über aktuelle Themen erscheinen inzwischen manchmal zuerst auf Twitter und werden dann schneller als bisher verbreitet. Gleichzeitig erhält die Bevölkerung einen neuen Kanal, um direkt mit den zuständigen Fachministern zu kommunizieren, was die Informationslage für alle Beteiligten verbessern dürfte. Hierbei soll auch die Digitalisierung von Verwaltung und Behörden helfen, die derzeit in den Provinzen angegangen wird. „Das Internet scheint wie für uns erfunden worden zu sein“, zitierte Díaz-Canel einst Fidel Castro.

Kubas Handynutzer gehen online

Die neuen Tarifmodell für die Mobildaten auf Kuba (Quelle: Cubadebate)

In weniger als 48 Stunden bricht im sozialistischen Kuba das Zeitalter des mobilen Internets an. Wie staatliche Medien heute bekannt gaben, werden die mehr als 5,3 Millionen Handynutzer des Landes ab dem 6. Dezember auf das neue Angebot zugreifen können. Preislich bewegen sich die kubanischen Mobildaten dabei auf international vergleichbarem Niveau.

Viele Kubaner dürften am Dienstagabend die abendliche Diskussionssendung „Mesa Redonda“ mit Spannung verfolgt haben, als Vertreter der staatlichen Telekom ETECSA den mit lange erwarteten Start der Mobildaten auf der Insel bekannt gaben. Bereits im Sommer gab es mehrere kostenlose Testläufe, in deren Folge die Infrastruktur in den vergangenen Monaten optimiert wurde. Nun ist es soweit: Am Donnerstag um 8 Uhr morgens sollen die ersten Nutzer für den Dienst freigeschaltet werden. Die Einführung erfolgt dabei in mehreren Stufen, wobei jeder einzelne per SMS des Anbieters über die Verfügbarkeit benachrichtigt wird. Bis Samstag sollen alle Handynutzer mit geeigneten Geräten dann mittels 3G im Netz surfen können.

Auch wenn die Preise im Verhältnis zu den Einkommen noch immer relativ hoch sind, fielen sie zur Überraschung mancher niedriger als erwartet aus. Das günstigste Angebot startet mit 7 CUC (ca. 6€) für ein Datenvolumen von 600 Megabyte. Für 10 CUC erhält der Nutzer 1 GB an Mobildaten. 2,5 GB sind für 20 CUC, 4 GB für 30 CUC verfügbar. Jedes der Datenpakete lässt sich bequem vom Handy aus buchen und ist für 30 Tage gültig. Voraussetzung ist ein geeignetes Endgerät, welches das 900 Mhz-Frequenzband unterstützt. Nach der automatischen Benachrichtigung per SMS kann über den USSD-Code *133#1 ein entsprechender Datenplan ausgewählt werden, der vom regulären Handysaldo abgebucht wird, wie die zuständige Mitarbeiterin Tania Velázquez Rodríguez in der Sendung erklärte.

Jedes der Angebote umfasst zusätzlich zum gebuchten Internetvolumen auch 300 Megabyte an Daten für das kubanische Intranet, also alle Seiten die auf „.cu“ enden. Wer ohne ein Datenpaket surfen möchte, zahlt statt wie bisher 1 CUC nur noch 0,1 CUC pro Megabyte, die nationalen Seiten sind mit 2 Centavos (CUC) pro MB bepreist. Auch beim eMail-Dienst „Correo Nauta“ gibt es Neuerungen. Das Standardpostfach umfasst heute 50 Megabyte und wird für 1 CUC pro Monat angeboten.

Derzeit gibt es auf Kuba rund 5,3 Millionen Handynutzer. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung lebt in Gebieten mit 3G-Empfang, während das LTE-Netz (welches über die Angebote ebenfalls genutzt werden kann) bereits in einigen Metropolregionen ausgebaut wird. Nach dem Ausbau von öffentlichen WiFi-Hotspots, von denen mittlerweile über 1200 im Land existieren, sowie den mehr als 60.000 Hausanschlüssen, ist das mobile Internet nun als weitere Form des Internetzugriffs auf der Insel hinzugekommen. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel machte die Digitalisierung des Landes zu einer Priorität seiner Regierung. Das Internet sei ein „Recht aller“, mahnte er in den vergangenen Jahren immer wieder, der Zugang dazu müsse „erschwinglicher und verfügbarer“ gemacht werden.

Kuba fördert Internetversorgung im ländlichen Raum

Bisher nutzen rund 51.000 Kubaner einen Internetanschluss in den eigenen vier Wänden (Quelle: ACN / Cubadebate)

Kubas staatlicher Telefonversorger ETECSA kündigte jüngst ein neues Tarifmodell für Internetnutzer in ländlichen Gegenden an. Für 5 CUC pro Monat können Kunden in ausgewählten Landgemeinden ab sofort das 30-Stunden-Paket des Anbieters mit einer Geschwindigkeit von 512 Kbps buchen. Mit dem Angebot soll eine preiswerte Grundversorgung in entlegeneren Gebieten geschaffen werden, wo aufgrund fehlender Infrastruktur noch keine schnellen Verbindungen möglich sind.

Seit letztem Herbst läuft auf Kuba der Ausbau von privaten Internetanschlüssen im Rahmen des Angebots „Nauta hogar„. Bisher haben über 51.000 Kubaner einen entsprechenden Vertrag bei ETECSA. Internet „en casa“ ist heute noch längst nicht in allen Orten des Landes verfügbar, wird jedoch stetig ausgebaut. Derzeit kann in rund einem Drittel der Wohngebiete auf der Insel ein Heimanschluss gebucht werden. Bisher wird das Angebot vor allem in den urbanen Zentren des Landes in Anspruch genommen. Die Preise zwischen 15 CUC (1024/256 kbps) und 70 CUC (4096/512 kbps) sind jedoch für viele noch immer zu hoch.

Mit dem jetzigen Schritt sollen auch ländliche Gegenden stärker in den Fokus des Internetversorgers rücken, wobei auch die „sozialen und ökonomischen Bedingungen der Regionen“ stärker berücksichtigt werden, wie es in einem Statement von ETECSA heißt. Neben dem reduzierten Preis von 5 CUC im Monat entfallen in diesen Gegenden auch die Einrichtungsgebühren und der Router kann über einen Zeitraum von 12 Monaten abbezahlt werden. Bisher kann das Angebot in 18 ländlichen Gemeinden in 8 verschiedenen Provinzen genutzt werden. Die maximale Geschwindigkeit beträgt dort 512 kbps im Download bzw. 256 kbps im Upload. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel bekräftigte in der Vergangenheit wiederholt, dass das Internet „ein Recht aller“ sei, welches erschwinglicher und verfügbarer gemacht werden müsse. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur des Landes zählt zu den Prioritäten der neuen Regierung.

ETECSA führt weitere Testläufe für mobiles Internet durch

Kuba verfügt heute über mehr als fünf Millionen Handynutzer, welche bald auch das mobile Internet nutzen können (Quelle: Cubadebate)

Mehr als 800.000 Kubaner nahmen am letzten Dienstag am landesweiten Test des mobilen Internets teil, wie der Telefonversorger ETECSA jüngst bekannt gab. Erst am Mittwoch fand wieder eine kostenlose Erprobung statt, bei der jeder Nutzer ein Volumenpaket von 70 Megabyte geschenkt bekam. Derzeit nimmt Kubas Internetversorger auf Basis der ermittelten Nutzerdaten weitere Optimierungen am Netz vor, so dass das kommerzielle Angebot in wenigen Wochen an den Start gehen kann.

Derzeit gibt es auf Kuba mehr als fünf Millionen Handynutzer, nicht alle verfügen jedoch bereits über ein Smartphone. Immerhin fast jeder fünfte von ihnen ist bereits beim eMail-Dienst „Nauta“ registriert und konnte so am 14. August an der landesweiten Erprobung des mobilen Internets teilnehmen. Beim zweiten Testlauf am 22. August nahmen bis 13:30 nach ersten Angaben 257.000 Nutzer teil. Gegen 14 Uhr musste der Test jedoch aufgrund technischer Schwierigkeiten für rund eine halbe Stunde unterbrochen werden. Kuba verfügt heute in vielen Teilen des Landes über 3G-Abdeckung, die Qualität und Ausbaustufe des Netzes schwankt jedoch teilweise stark. Die Erprobungsphase will ETECSA nutzen, um die bestehenden Probleme im Netz zu beseitigen und den Bedarf der Kunden besser einschätzen zu können. Vor dem Start des kommerziellen Angebots solle der Dienst optimiert werden, berichtete das Nachrichtenportal „Cubadebate.“

Kuba startet kostenlose Testphase des mobilen Internets

Am heutigen 14. August begann der landesweite Testbetrieb des mobilen Internets auf Kuba (Quelle: Tour Republic)

Am heutigen Dienstagmorgen ereignete sich um genau 11 Uhr Ortszeit auf Kuba die Überraschung des Jahres: der Beginn der landesweiten Testphase des mobilen Internets – gratis! Wie mehrere Medien berichten, ist die Erprobungsphase vollumfänglich gebührenfrei und kann von jedem „Nauta„-Kunden des staatlichen Telefonanbieters in Anspruch genommen werden. Derzeit hat Kuba etwa fünf Millionen Handynutzer, von denen viele die lang angekündigte Inbetriebnahme des Datennetzes bereits sehnlichst erwartet haben. Für viele weitere dürfte heute erstmals die Ära des Internets richtig anbrechen.

Um die Mobildaten nutzen zu können, müssen ETECSA-Kunden zunächst ihr „Nauta„-Konto richtig konfiguriert haben. Dieses Angebot ermöglicht ihnen bereits seit einigen Jahren eMails von unterwegs aus zu versenden und zu empfangen. Zur Nutzung des mobilen Internets ist nun die Wahl des Codes „*133#“ und die anschließende Auswahl der Optionen „Mobildaten [Datos]“ und „Verbrauchstarif [Tarifa por consumo]“ notwendig. Daraufhin wird die kostenlose Testphase aktiviert, welche dazu dienen soll „den späteren Dienst vor seinem kommerziellen Start besser kennen zu lernen“, wie eine ETECSA-Mitarbeiterin erklärte. Nutzer könnten so die in ihrem Gebiet vorhandenen Geschwindigkeiten testen, während der Anbieter Daten über Nachfrage und Verbrauch erhält um den Netzausbau zu planen.

Erste Rückmeldungen zeigten, dass nicht nur soziale Medien wie Facebook und Twitter funktionieren, sondern auch das Hochladen von Videos vielerorts möglich ist. Die Angaben über die verfügbare Bandbreite schwanken jedoch stark.  Während Kuba inzwischen größtenteils mit 3G-Empfang abgedeckt ist, sind moderne LTE-Netze noch auf wenige Ballungszentren beschränkt. Wann die kostenlose Testphase durch das kommerzielle Angebot ersetzt wird, ist indes noch nicht bekannt. Ersten Informationen zu Folge soll es verschiedene Tarifmodelle geben, die sich flexibel wechseln und den eigenen Nutzungsgewohnheiten anpassen lassen sollen.