Raúl Castro trifft in Havanna ein, Hilfslieferung aus Miami

Quelle: AIN

In der Nacht auf Samstag traf der kubanische Präsident Raúl Castro nach seiner zehntätigen Auslandsreise, bei der er zuletzt Moskau besuchte und sich mit Präsident Putin und Ministerpräsident Medwedew traf, wieder in Havanna ein. Während seiner Reise besuchte Raúl die Länder China, Vietnam und Russland. Während in Vietnam und Russland vor allem bestehende Beziehungen bekräftigt und ausgebaut wurden unterzeichnete Raúl in China, wo der Präsident gleich zu Beginn eintraf und am längsten verblieb, eine Reihe von Wirtschafts- und Kreditverträgen.

Die arbeitsintensiven Auslandsaufhentalte seien allerdings laut Raúl überaus erfolgreich und in freundschaftlicher Atmosphäre verlaufen. Immerhin war es ja auch ein Besuch bei einigen wichtigen Verbündeten, insbesondere China spielt wirtschaftlich von den besuchten Ländern für Kuba die wichtigste Rolle.

Währenddessen laufen im Land bereits die Vorbereitungen für die Wahlen zu den Provinzparlamenten und Municipios am 21. Oktober. Vom 18. bis zum 22. Juli werden die Wahlkreiskommissionen gebildet, welche für die Nominierung der Kandidaten verantwortlich sind. In den darauffolgenden Wochen dürften die Nominierungen selbst erfolgen, die dann im ganzen Land in Listen ausgehängt werden. Die Wahlen für die Provinz- und Munizipalparlamente finden in Kuba alle zweieinhalb Jahre statt, der letzte Termin war im Frühjahr 2010.

Zu dieser Zeit traf auch das erste Hilfsschiff aus Miami seit über 50 Jahren in Havanna ein. Die Firma hatte eine spezielle Lizenz der US-amerikanischen Regierung um die Blockade umgehen zu können und obschon nur ein Container mit Fracht an Bord war, handelt es sich hierbei um ein historisches Ereignis. Angesichts der Wahlen in den USA im November dieses Jahres könnte das auch für Kuba ein wichtiges Zeichen sein, dass man dort in Zukunft eine stärker von Pragmatismus geprägte Politik betreiben könnte. Der bis zum Jahr 2013 geplante Hafenausbau von Mariel, der in einem Joint-Venture mit der brasilianischen Firma Odebrecht erfolgt und etwa 600 Millionen US$ kosten wird ist ein Zeichen dafür, dass man in Kuba für eine Zeit nach der Blockade gerüstet sein wird: Nicht nur für asiatische Schiffe die Kuba vom Panamakanal aus ansteuern, sondern auch für US-amerikanische Container soll der Hafen optimale Bedingungen bieten. Nebenbei wird der Hafen mit einer Kapazität von bis zu 1 Mio. Container die des Hafens von Havanna (350.000) deutlich übertreffen und könnte so zu einem der größten Warenumschlagplätze der Karibik werden.

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