Corona-Update für Kuba (9): Lockdown in Havanna verlängert, neue Ausbrüche in Ciego de Ávila

Der ursprünglich bis zum 15. September geplante Lockdown in Havanna ist bis Ende des Monats verlängert worden. Wie Gouverneur García Zapata erklärte, habe man das Virus in der Stadt bisher nicht ausreichend eindämmen können. Rückschläge gab es auch in Zentralkuba: zwei größere Ausbruchsereignisse in Krankenhäusern machten zuletzt die Abriegelung der Provinz Ciego de Ávila erforderlich, am Sonntag wurde auch der übrige Fernverkehr auf Kuba eingestellt. Am 4. September landete indes die erste kanadische Touristenmaschine seit Beginn der Pandemie auf Cayo Coco. Bis der Tourismus im Rest des Landes wieder aufmacht, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.

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Klinische Studie zu Corona-Impfstoff in Kuba macht Fortschritte

Die erste Phase der Studie zu Kubas Impfstoffkandidat „Soberana 01“ ist am 24. August angelaufen (Quelle: Cubadebate)

Die klinische Studie zur Erprobung des ersten kubanischen Corona-Impfstoffkandidaten „Soberana 01“ schreitet weiter voran. Wie die Tageszeitung „Granma“ berichtet, hat am vergangenen Mittwoch eine zweite Freiwilligengruppe die Erprobung fortgesetzt, nachdem bisher keine Nebenwirkungen zu beobachten waren. Im Februar sollen die Ergebnisse der Studie veröffentlicht werden.

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Corona-Update für Kuba (8): Schulen öffnen wieder, Havanna im Lockdown

Nach fast sechs Monaten Pause sind Kubas Schüler gestern wieder in ihre Klassenzimmer zurückgekehrt. Bei vielen war die Freude übergroß, nach derart langer Zeit wieder mit Mitschülern und Lehrern zusammenzutreffen. Mundschutz und Abstandsregeln sollen verhindern, dass sich die Schulen jetzt in Infektionshotspots verwandeln. Anders sieht die Situation in den Provinzen Havanna und Artemisa aus, dort wurde die Wiederaufnahme des Bildungsbetriebs bedingt durch die Infektionslage um zwei Wochen nach hinten verschoben. Seit dem 1. September gilt aufgrund der hohen Fallzahlen in Havanna ein erneuter Lockdown, welcher diesmal sogar eine nächtliche Ausgangssperre umfasst. Hoffnung macht indes die jüngste Studienfreigabe des ersten kubanischen Impfstoffkandidaten.

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Kuba testet eigenen Impfstoff gegen Covid-19 und verstärkt Kooperation mit China

„Soberana“ (Souverän) ist der Name des in Kuba entwickelten Imfpstoffes gegen Covid-10, der jetzt klinisch getestet wird (Quelle: Cubadebate)

Havanna. In Kuba hat am gestrigen Montag die klinische Studie eines eigenen Covid-19-Impfstoffs begonnen. Bei einer Zusammenkunft von Präsident Miguel Díaz-Canel mit Wissenschaftlern und Experten im Palast der Revolution wurden die Testphasen offiziell vorgestellt. Der Generaldirektor des auf Impfstoffe spezialisierten Institutes Finlay, Dr. Vicente Vérez Bencomo, gab bekannt, dass der kubanische Impfstoffkandidat „Soberana 01“ von der staatlichen Kontrollbehörde für Arzneimittel, medizinische Ausrüstung und Geräte (CECMED) die Zulassung für klinische Studien erhalten hat.

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Corona-Update für Kuba (7): Havanna verschärft Maßnahmen angesichts steigender Fallzahlen

Nachdem Kuba Ende Juli erstmals Null Neuinfektionen vermelden konnte, machen die jüngst wieder ansteigenden Fallzahlen den Behörden sorgen. Chefepidemiologe Francisco Durán mahnte seine Landsleute zuletzt immer eindringlicher, bei der Beachtung der Corona-Maßnahmen nicht nachzulassen. Mehrere neue Cluster haben jetzt dazu geführt, dass in Havanna und Umgebung die Lockerungen wieder teilweise zurückgenommen wurden, während der Osten des Landes davon unberührt bleibt. Es wird versucht, die neuen Ausbrüche möglichst schnell auszutreten, um weitere Einschränkungen zu vermeiden. Dabei werde auf die Mithilfe der Bevölkerung gezählt, bei der das Risikobewusstsein in Teilen nachgelassen habe. „Wie beim Baseball gilt: das Spiel ist erst vorbei, wenn es vorbei ist“, erklärte Durán.

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Kuba erstmals nach vier Monaten ohne neue Corona-Fälle

Kubas Chefepidemiologe Dr. Francisco Durán (Quelle: Cubadebate)

Havanna. Am Sonntag wurden auf Kuba keine neuen Infektionen mit dem Erreger SARS-CoV-2 gemeldet. Wie Kubas Chefepidemiologe Francisco Durán erklärte, seien 2.914 Labortests ausgewertet worden, von denen alle negativ ausfielen. Damit verzeichnete der Inselstaat seit Ausbruch der Pandemie vor rund vier Monaten seinen ersten Tag ohne Neuinfektionen.

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Corona-Update für Kuba (6): Lockerungen erreichen jetzt auch Havanna

Am Freitag ist als letzte Provinz schließlich auch die Hauptstadt Havanna in der „Phase I“ der kubanischen Corona-Lockerungen angekommen. Seit dem 1. Juli dürfen Touristen wieder die Insel besuchen – allerdings nur unter strengen Auflagen. Die übrigen Provinzen, mit Ausnahme von Matanzas, bereiten sich indes bereits auf den Übergang in die zweite Phase vor. Wie Premierminister Manuel Marrero betonte, erfordere die schrittweise Aufhebung der Ende März erlassenen Maßnahmen „Verantwortung und Disziplin“ der Bürger. Das weitere Voranschreiten im Lockerungs-Fahrplan hänge jetzt vom „individuellen und kollektiven Verhalten der Bevölkerung“ ab, wobei Risiken minimiert und die Verfolgung von Infektionsketten mit Nachdruck weiter betrieben werden sollen.

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Corona-Update für Kuba (5): Regierung kündigt Fahrplan für Lockerungen an

Kubas Regierung hat gestern einen mehrstufigen Fahrplan zur Beendigung des Corona-bedingten Lockdowns vorgestellt. In den letzten Wochen konnte das Infektionsgeschehen – trotz mancher Rückschläge – weitgehend unter Kontrolle gebracht werden. Das Land stellt sich jetzt darauf ein, dass das Virus noch längere Zeit zirkulieren wird und passt die strengen Infektionsschutzregeln entsprechend an. Falls es bis dahin zu keinen größeren Ausbrüchen kommt, könnte die erste Phase der Lockerungen schon nächste Woche beginnen. Schritt für Schritt sollen die seit Ende März geschlossenen Geschäfte wieder öffnen, allerdings mit reduzierter Kapazität. Auch Touristen könnten bald wieder zurückkehren. Präsident Miguel Díaz-Canel und Premierminister Manuel Marrero stellten gestern in einer Sondersendung die Eckpunkte eines 112-seitigen Plans zur Rückkehr in die „neue Normalität“ vor.

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Corona-Update für Kuba (4): Kurs auf Null Neuinfektionen

Kubas Pandemie-Maßnahmen greifen: laut dem britischen „EndCorona“-Ranking erzielt die Insel zusammen mit Vietnam, Südkorea, China und 28 weiteren Ländern den weltweit größten Erfolg bei der Bekämpfung des Virus, während Deutschland in der mittleren Gruppe landet. Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel mahnte abermals, gerade jetzt nicht locker zu lassen. Bis mindestens Ende Mai bleiben die Maßnahmen zur sozialen Distanzierung voll in Kraft, Grenzen und Schulen geschlossen. Zur Isolierung lokaler Infektionshotspots wurden in den vergangenen Wochen weitere Quarantänezonen eingerichtet, deren Anzahl jedoch insgesamt von 44 auf 24 zurückging. Offenbar verfolgt die Insel eine Strategie der vollständigen Ausmerzung des Virus. Laut aktuellen Prognosen des Gesundheitsministeriums wird die Zahl der Neuinfektionen bis Ende Mai gegen Null gehen. 

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Díaz-Canel kündigt schnellere Umsetzung der Reformen an

Sitzung des kubanischen Ministerrats am 4. Mai  (Quelle: Cubadebate)

Kubas Ministerrat hat am Wochenende Änderungen in der Wirtschaftspolitik beschlossen, um den ökonomischen Folgen der Corona-Pandemie zu begegnen. Durch den kompletten Ausfall der Tourismuseinnahmen seien Einsparungen notwendig welche auch für die Bevölkerung spürbar würden, so Wirtschaftsminister Alejandro Gil. Präsident Miguel Díaz-Canel benannte auf der Sitzung mit Blick auf den kommenden Parteitag einige Reformvorhaben, die jetzt beschleunigt umgesetzt werden sollen.

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